#1 Ifo Chef Hans Werner Sinn zur Flüchtlingskrise von W.L. 19.07.2016 20:27

Während Kritikern der Flüchtlingspolitik, Neid und ein gescheiteres Leben bescheinigt wird, ...
Die Welt
Warum Menschen gegen Flüchtlinge sind oder nicht
... Drittens ist aus der psychologischen Forschung bekannt, dass sich Menschen, die ihre Lebenssituation mit der anderer vergleichen, als Verlierer verstehen können. Neid und Verzweiflung, Hilf- und Hoffnungslosigkeit oder gar das Gefühl, von Politik und Gesellschaft unfair und schlechter als andere behandelt zu werden, können in Ärger, Wut und Hass umschlagen.
http://www.welt.de/wirtschaft/article152...oder-nicht.html

, sprechen die Zahlen, die Hans Werner Sinn offenlegt eine andere Sprache.
...

Flüchtlingskrise
Ifo-Chef Sinn notfalls für nationale Grenzkontrollen

„Eine liberale Gesellschaft gibt es nur mit Zäunen“, sagt Deutschlands bekanntester Ökonom. In einem Vortrag erklärt er, was in der Flüchtlingskrise seiner Ansicht nach falsch läuft.
01.03.2016, von PHILIP PLICKERT

Es sei eine humanitäre Aufgabe, wirklich Verfolgte aufzunehmen, betonte Sinn mehrfach. Er wolle aber auch die von der Kanzlerin und Wirtschaftsverbänden geäußerten Zusatzargumente prüfen, wonach der Flüchtlingszustrom Deutschland überdies wirtschaftlich helfe. Dies bezweifelte Sinn mit einer Reihe von Argumenten, vor allem aber mit Blick auf die geringen Qualifikationen der Asylbewerber:

Zwei Drittel der Syrer würden trotz Schulabschluss nur das Pisa-1-Niveau erreichen, laut Umfragen in türkischen Flüchtlingslagern sei es beinahe die Hälfte.
Das bedeute, dass sie kaum lesen, schreiben und rechnen könnten. Damit seien sie für die hochkomplexe deutsche Wirtschaft als Arbeitskräfte kaum zu gebrauchen.
„Die Dinge nicht schönrechnen“

„Das ist das Fundamentalproblem von Immigration aus ökonomischer Sicht“, sagte Sinn: „Kommen die Richtigen?“ Er bezweifelt dies. Nach einem Modellversuch der Handwerkskammer München und Oberbayern hätten 70 Prozent der Migranten, die eine Lehre angefangen hatten, diese vorzeitig abgebrochen. Innerhalb Deutschlands sei mit einem Verdrängungs-Wettbewerb im Niedriglohnsektor zu rechnen. Der Mindestlohn sei eine zusätzliche Hürde für die Beschäftigung von Geringqualifizierten.

„Man darf sich die Dinge nicht schönrechnen“, forderte Sinn. Schon die bisherigen Migranten seien wegen einer oft schwachen Qualifikation eine Belastung für die öffentlichen Kassen gewesen. Während der Ausländeranteil in Deutschland 7,3 Prozent beträgt, machten sie 25 Prozent der Sozialhilfeempfänger und 18 Prozent der Hartz IV-Empfänger aus. Sinn betonte, dass die Zuwanderer überwiegend den Staat mehr kosteten als sie an Beiträgen brächten.

Kosten höher als Nutzen

Dazu zitierte er gewaltige Zahlen, die der Freiburger Finanzwissenschaftler Bernd Raffelhüschen mittels sogenannter Generationenbilanzen errechnet hat. Diese messen, wie viel ein Mensch über ein ganzes Leben an Steuern und Sozialbeiträgen zahlt abzüglich der Sozialtransfers, Renten und der Kosten, die er durch die Nutzung der Infrastruktur verursacht.

Nach dieser Berechnung Raffelhüschens würden 1 Million Flüchtlinge über ihre ganze Lebensdauer den deutschen Sozialstaat netto 450 Milliarden Euro mehr kosten als sie an Beiträgen voraussichtlich leisten könnten. „Je Kopf sind das 450.000 Euro“, sagte Sinn. Und dies gelte nur unter der Annahme, dass die nun ankommenden Flüchtlinge so schnell in den Arbeitsmarkt integriert werden könnten wie frühere Einwanderer.

Den Staat sieht Sinn dabei als einen „Club“, der bestimmte Clubgüter wie Straßen, andere Infrastruktur, Justiz, Polizei und Schulen zur Verfügung stellt. Der Staat verwalte damit ein kollektives Eigentum, das über Generationen aufgebaut wurde. Es sei legitim und sogar notwendig, dieses Eigentum schützen zu wollen, etwa auch durch Zäune. „Wohldefinierte Eigentumsrechte sind die Voraussetzung für Frieden und Wohlstand“, sagte Sinn: „Grundsätzlich gilt daher, liberale und offene Gesellschaften gibt es nur mit Zäunen und nicht ohne.“ Das hätten viele in Deutschland aber nicht verstanden.


Quelle FAZ :http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wi...4098916-p2.html

http://www.hanswernersinn.de/de/Interview_FNP_18032016

Die Diskussion, die in Deutschland um Flüchtlinge geführt wird und die weiterhin offenen Grenzen, über die im ersten Halbjahr 2016, ca. 240.000 Flüchtlinge ins Land kamen, ist eine Spätfolge der nationalen Schande der NS Zeit. Kein anderes europäisches Land nimmt unbegrenzt Flüchtlinge in dieser Zahl auf, ebenso tun dies nicht die USA, Kanada, Australien. Länder die Flüchtlinge in großer Zahl aufnehmen haben nicht den Anspruch, sie selbst versorgen und integrieren zu wollen. Das muss jedem auffallen, der die deutsche Haltung unvoreingenommen betrachtet. Hinzu kommt, dass jedem der diese Haltung kritisiert, Hartherzigkeit, eine rechtsradikale Gesinnung oder ein gescheitertes Leben und Neid bescheinigt wird. Eine Art moderner Soft-Faschismus, der dem Motto frönt, wer nicht für uns ist, der ist gegen uns und den müssen wir bekämpfen, oder für psychisch defekt erklären.
Bei Auftritt in Halle: "Ich habe Angst": Familienvater unterbricht Merkel-Rede -> http://www.focus.de/politik/videos/bei-a...id_5239518.html

Hans Werner Sinn zur Poltik von Angela Merkel:

Wird die Flüchtlingspolitik von Angela Merkel der Situation noch gerecht?

SINN: Nein. Die Politik geht von irrealen Annahmen aus, bewegt sich nach Meinung ehemaliger Verfassungsrichter hart am Rande des Rechts, destabilisiert die deutsche Gesellschaft, entzweit die EU und läuft Gefahr, der Türkei eine Brechstange für den EU-Beitritt in die Hand zu geben.

http://www.hanswernersinn.de/de/Interview_FNP_18032016

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Der Focus, 30.7.2016

Mit dem Satz "Wir schaffen das" hat Kanzlerin Angela Merkel vor einem Jahr die immensen Aufgaben kommentiert, die auf Deutschland durch die Flüchtlingswelle zukommen. Am Donnerstag hat sie diesen Satz nun wiederholt. Was kosten Integration, Verbesserung der Inneren Sicherheit und Abschiebungen eigentlich im Detail?

Der größte Kostenanteil fällt bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise für die Integration an. Und das gilt auch für die Zusatzkosten, die für 2017 noch anfallen. Nach Berechnungen des Städte- und Gemeindebundes werden 2017 insgesamt 20 Milliarden Euro nötig sein - sieben Milliarden Euro mehr, als bislang vorgesehen, berichtete „Bild“. Die Mittel würden für Lehrer, Erzieher und Kita-Plätze benötigt.

Für die Unterbringung der Flüchtlinge kämen noch einmal 2,6 Milliarden Euro hinzu.

Auch bei der Anpassung im Bereich Innere Sicherheit muss 2017 nachgebessert werden. Für die Neuschaffung von 20.000 Stellen bei der Polizei errechneten Haushaltsexperten des Bundestages einen jährlichen Zusatzaufwand von 1,3 Milliarden Euro – Tendenz steigend.

Für Bundesnachrichtendienst und Verfassungsschutz müssten 2017 insgesamt 163 Millionen Euro zusätzlich eingeplant werden.

Bei den Abschiebeflügen würden laut „Bild“ zusätzlich noch einmal 655 Millionen Euro fällig. 220.000 Personen müssten derzeit eigentlich abgeschoben werden. Im ersten Halbjahr 2016 hätten jedoch bislang erst 13.000 die Bundesrepublik verlassen. Allein die Begleitung für einen normalen Abschiebeflug in den Kosovo koste durchschnittlich 95.000 Euro.

http://www.focus.de/politik/videos/haush...id_5777069.html

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Die Welt, 01.02.2016
In diesem und im kommenden Jahr dürften sich die Kosten für Flüchtlinge auf 50 Milliarden Euro summieren, prognostiziert das IW-Institut. Spätestens 2017 müsse der Bund daher wieder Kredite aufnehmen.
https://www.welt.de/politik/deutschland/...arden-Euro.html

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26.07.2016, FOCUS Online
Was ist die größte Sorge der Deutschen? Das will der GfK Verein mit seiner Studie Challenges of Nations 2016 herausfinden. 83 Prozent aller Deutschen bereiten Zuwanderung und Integration Kopfzerbrechen - so vielen wie in keinem anderen der 23 Teilnehmer-Länder der Studie.
Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Wert mehr als verdoppelt; damals lag er bei 35 Prozent.

http://www.focus.de/politik/videos/studi...id_5762920.html

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