#1 Die Kreiszahl Pi von W.L. 26.08.2016 09:53

Zur Mathematik, anschaulich und unterhaltsam: Die Kreiszahl Pi

Die Lutherübersetzung der Bibel nennt Gott nur mit einem einzigen Wort. Das resultiert aus der christlichen Tradition heraus, nach der es nur einen einzigen Gott und Schöpfer gibt. Doch auch hier unterscheidet man drei Aspekte Gottes. Der Vater, der Sohn und der hl. Geist. Auch im Originaltext der Bibel, die bei den Juden im Hebräisch abgefasst wurde, gibt es verschiedene Nennungen Gottes. Im Schöpfungstext tritt nicht der Name Jehova auf, sondern Elohim. Nun ist Elohim eine Mehrzahlform. Es müsste korrekterweise heißen "die Götter", was aber wiederum dem Monotheismus des Judentums widersprechen würde. Dennoch steht dort das Wort "Elohim". Der erste Satz der Bibel lautet:

"Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde."
Hebräisch: "bereschit bara ELOHIM, ha schamajim we ha arez"

In der Bibel gibt es mehrere Formen des Gottesnamens. Die beiden wichtigsten sind Elohim und Jehova. Da es im Hebräischen keine Vokale gibt und diese den Texten erst später hinzugefügt wurden, dürfte man das O nicht sprechen. Es sollte dann etwa heißen Alhim (Aleph, Lamed, He, Jod, Mem). Die Lesart Elohim resultiert aus der jüdischen Tradition.

In der Geheimlehre der Helena Petrova Blavatsky (H.P.B.) findet man einen interessanten Hinweis auf den Namen ELOHIM, der im Schöpfungsbericht auftritt. Sie interpretiert diesen Namen in kabbalistischer Weise.

"Elohim" wurde in der Geheimlehre kabbalistisch entschlüsselt. Elohim (heb. אלהים ělohīm [von links nach rechts gelesen]), die Zahlenwerte der hebräischen Buchstaben sind 40,10,5,30,1.
Man lässt die Nullen weg und schreibt im Kreis 4-1-5-3-1, setzt man nach der 3 das Komma, dann steht da 3,1415, die Zahl PI.



Blavatsky gibt dieses Beispiel mit der Absicht, die semantische Ähnlichkeit mit dem tibetische Begriff FOHAT und schreibt:

"FOHAT ist Zahl, die aus der Nicht-Zahl hervorgeht. Zahl und Nicht-Zahl stehen zueinander in Beziehung, wie der Durchmesser zum Kreis"

Ich habe in einer Veröffentlichung zum holländischen Kornkreis, der am 8. April 2016 bei Hoeven erschien, darauf Bezug genommen:
http://www.fgk.org/?p=7029
(Ein Beitrag in fünf Teilen http://www.fgk.org/?p=6936)

Die Näherung an die Kreiszahl PI und die damit verknüpfte Quadratur des Kreises, ist auch in der Geometrie der großen Pyramide bei Gize ein zentrales Thema. Aber eben auch in da Vincis vitruvianischem Menschen und vielen weiteren Kulturmonumenten. Die Faszination dieser Zahl PI dauert nun an die dreitausend Jahre an.

Franklin Merrell-Wolff schreibt in Pathways through to Space:

Dies ist in der Tat der mystische Prozess, symbolisiert in der Quadratur des Kreises. Die Beziehung zwischen Quadrat und Kreis ist inkommensurabel. Das bedeutet, dass die Maßeinheiten des Kreises nicht in Einheiten des Quadrates dargestellt werden können. Der materielle Mensch ist vergleichbar mit einem Quadrat, der innere Mensch mit einem Kreis.
Franklin Merrell-Wolff, Pathways through to Space, Julian Press, New York, 1983, Kap. XLIX, Sleep and Death, S. 107 – 113
(Übers. des Autors aus dem Amerikanischen)

Ein ganz ähnliches Phänomen verweist auf dieselbe Thematik. Das Lambdoma und die Gleichtonlinien, die sich im Punkt 0/0 schneiden. ich werde das an anderer Stelle noch detailliert darstellen.

Aus all diesen Quellen geht hervor, dass die Zahl PI, genauer das Verhältnis vom Durchmesser zum Umfang eines Kreises (1 / PI ), nichts weiter sind, als die geometrisch- mathematische Repräsentanz der Advaita Philosophie. Die Inkommensurabilität von Geist und Stoff, Subjekt und Objekt, ich und Welt. Ich wage daher die Prognose, dass Bewusstsein niemals wissenschaftlich definierbar sein wird. Bewusstsein ist reines Subjekt und kann daher niemals zum Objekt werden.

Aber dennoch scheint uns die Natur dieses Phänomen der Stoffwerdung, durch Leben und Bewusstsein, ständig vor Augen zu führen. Das ist wohl das wahre, unergründliche Wesen der Natur, welches die Rosenkreuzer nicht ohne Grund, NATURA, die Griechen SOPHIA, Weisheit, mit sechs Buchstaben schrieben und damit das Hexagon meinen, welches eine geheimnisvolle Beziehung zum Kreis besitzt, da man den Radius eines Kreises restfrei auf dem Umfang abtragen kann und die Eckpunkte eines Sechsecks erhält.

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