#1 Erich von Däniken und seine persönliche Begegnung der dritten Art von Philolaos 09.09.2016 02:26

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Was viele nicht wissen: Erich von Däniken hat nicht nur über außerirdische Zivilisationen Bücher geschrieben, sondern hatte angeblich auch selbst eine Begegnung mit einem Außerirdischen:

#2 RE: Erich von Däniken und seine persönliche Begegnung der dritten Art von W.L. 22.09.2016 14:43

Däniken irrte in einer seiner Darstellungen ganz sicher. Die Hesekiel Vision ist keine UFO Landung, es ist eine Vision.

In der chymischen Hochzeit gibt es die selben Symptopme einer herannahenden Vision, wie bei Hesekiel
... dass Christian Rosenkreutz, tief in die Meditation versenkt, plötzlich einen grausamen Wind an seine Hütte heranwehen spürt, ...
http://anthrowiki.at/Chymische_Hochzeit_...reutz_Anno_1459
Das Rad, mit den vier Gesicheren wird bei Jakob Böhme übereinstimmend beschrieben und kommt bei Hildegard von Bingen ebenso vor, wie in der Danielvision. Auch findet man diese Beschreibungen im Sehper ha Sohar der Jüdischen Kabbala.

Legt man die Symbole offen, so zeigen sich die vier fixen Tierkreiszeichen und deren Elemente
Der Löwe (Löwe, Feuer)
Der Stier, bei Hildegard und Daniel der Bär (Stier, Erde)
Der Mensch, bei Hildegard der Leopard (Wassermann, Luft)
Der Adler (Skoprion, Wasser)

Diese vier Elemente tauchen nun auch in den vier kardinalen Himmelsregionen der Visionen des Tibetischen Totenbuchs auf und ihnen werden nun die Farben der vier Elemente und die dort beheimateten Dhyani Buddhas beigeordnet.

Es handelt ich offenbar um eine archetypische Form der Tetraktys, weil unabhängig in verschiedenen Kulturen und Zeiten auftretend.

Däniken lieferte unter den vielen seiner inzwischen widerlegten "Beweisen" sicher einige überzeugende Belege dafür, dass es Besuche von Außerirdischen gab. Doch Däniken macht den Fehler, alle ungeklärten Artefakte als Beleg für seine These zu verwenden. Die Pyramiden müssen nicht unbedingt von Außerirdischen erbaut worden sein, nur weil wir nicht wissen, wie sie erbaut wurden und bin ich mir sicher: Wir wissen es bis heute absolut nicht. Die Argumente der Achräologen halte ich für hilflose Versuche, zu erklären, was wir bis heute nicht erklären können.
Die Pyramiden, reduziert auf ihre Fakten, Doku deutsch, Arte 2015

Däniken lieferte leider auch die Vorlage für ziemlich absurde Verschwörungstheorien um Außerirdische, etwa die von Zecharia Stichin.
Anunaki, Niburu und die Bücher von Zecharia Stichin

Dennoch ist Däniken eine sympatische Person, er ist ehrlich und von seiner Sache in einer begeisternden Weise überzeugt.

#3 RE: Erich von Däniken und seine persönliche Begegnung der dritten Art von Philolaos 23.09.2016 23:48

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@W.L.: Diese von Dir angesprochenen Theorien von Däniken mit Blick auf Realitätsbezug und Wahrscheinlichkeit sehe ich in etwa genau so. Das ist auch ein schönes und zugleich warnendes Beispiel von selektiver Wahrnehmung bzw. Radosphie:
https://de.wikipedia.org/wiki/Cornelis_de_Jager
Also Dinge so zu sehen wie sie optimal in das eigene Weltbild passen, bzw. passend zu machen.
Ich selbst bin da in den letzten Jahren auf Grund meiner eigenen Forschungstätigkeit auch sehr sensibel geworden. Da muss man sehr vorsichtig sein, um sich nicht selbst zu besch....

#4 RE: Erich von Däniken und seine persönliche Begegnung der dritten Art von W.L. 25.09.2016 19:28

Cornelis de Jager hat ein Fahrrad vermessen, fand gute Näherungen an Naturkonstanten. Das Fahrrad steht in keinem Sinnzusammenhang mit Naturkonstanten. Hätte er etwa die Größe eines Menschen mit der Masse der Erde verglichen, so wäre er auf eine Konstante gestoßen, die Sinn macht, denn Gravitation und Körpergröße stehen in einem biologischen Zusammenhang, das wissen wir heute. Wäre die Messung ca. 100 Jahre früher erfolgt, so hätte Cornelis de Jager diese Messung dem Unsinn seines Pseudobeweises zugeschlagen.

Es geht um den Kontext, der in jeder Geisteswissenschaft erarbeitet wird. Däniken hat mit seiner Behauptung, die Hesekielvision sei eine UFO-Landung, ein Phänomen aus dem von mir umrissenen Kontext gerissen. Insofern ist der Vergleich statthaft.

Was Jäger allerdings in die Welt gesetzt hat, ist ein Pseudobeweis gegen alles und Nichts. Natürlich macht es kaum Sinn die Lichtgeschwindigkeit aus den Pyramidenmaßen zu errechnen, aber die Proportionen der Pyramiden sind ganz sicher kein Zufall. Hält man sich an die überlieferten Angaben der Pyramidenproportionen, so kann man Charles Piazzi Smyth bestätigen.

Nun, es ist so. Ob man das als Zufall ansehen will oder nicht, ist eine Frage der Mentalität, nicht eine Frage der Fakten.

Jägers „Radosophie“ (engl. Cyclosophy) in nichts nachstehend ist die heutige Archäologie, welche behauptet, die Pyramide bei Gize sei mit Kupfermeißel gehämmert worden. Weil die aber schnell abstumpfen, hätte jeder Steinmetz einen Schmied zur Seite gehabt.

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