#1 Elisabet Haich von W.L. 19.09.2016 10:48

Meine Begegnung mit Elisabet Haich:
Nachdem ich den Roman Einweihung, von Elisabet Haich zum zweiten mal gelesen hatte, wurde mir bewusst, dass es sich nicht um einen Roman, sondern und eine Biografie handelte. Ich recherchierte, telefonierte und fand heraus, dass sie jeden Donnerstag in Bern einen Vortrag hielt. Wenige Tage später schwang ich mich auf mein Motorrad und führ los. Es war das Jahr 1972. Als ich ankam, war der Vortragsraum leer. Ich beschloss ins Hotel zu fahren und mich umzuziehen. Als ich zurückkehrte, die Klinke der Türe zum Vorraum drückte, war sie verschlossen. Ich war nun zu spät. Ich beschloss in diesem Moment, mein ganzes Vorhaben hinzuwerfen denn, falls diese Person das war, wofür ich sie hielt, musste sie in ihrem hell sehenden Bewusstsein wissen, dass ich hier bin. Ich beschloss noch einige Momente still abzuwarten, und falls sich die Türe nicht von selbst öffen würde, wäre der "Fall" für mich erledigt, der Roman ein Schwindel und ich in meinem agnostischen, wissenschaftsorientierten Weltbild bestätigt. Nach einiger Zeit, entschloss ich mich zu gehen. Bevor ich den Entschluss in die Tat umsetzen konnte, öffnete sich die Türe, eine junge Frau stellte sich als Sekretärin von Frau Haich vor, und teilte mir mit: "Frau Haich sagte mir, ein junger Mann steht draußen, der von sehr weit herkommt. Bitte kommen sie herein". Ich trat ein und sah den Saal voll besetzt. Die Sekretärin setzte sich linker Hand in einen Stuhl an der Wand. Ich bemerkte, dass ein einzelner Platz in der zweiten Reihe frei geblieben war. Es war meiner.

Ich besuchte in den folgenden Jahren mehrfach die Sommerschule Yesudian-Haich in Pt. Tresa am Luganer See. Dort wurde ich Zeuge mehrerer erstaunlicher Prophezeiungen, die Frau Haich in den täglichen Fragestunden äußerte. Viele Gäste machten sich in den 70er und 80er Jahren Sorgen um die Fortexistenz der Menschheit, wegen der atomaren Bedrohung, die im Osten von der UdSSR, im Westen von den USA aufgebaut worden war. Sie äußerte folgendes:
- Es werde eine friedliche Revolution im Osten geben, wodurch das Kommunistische Regie zu Fall kommen werde.
- Es werde eine gemeinsames Weltraumprojekt mit den Amerikanern und den Russen geben
- In den USA wird es einen schwarzen Präsidenten geben.
In einem privaten Gespräch sagte sie lange vor dem ersten Fall von Aids voraus, dass es wieder eine unheilbare Geschlechtskrankheit geben werde.
Sie sagte auch immer wieder, wir leben nicht am Weltenende, sondern in einer Umbruchszeit, am Beginn eines neuen Zeitalters, des sogenannten Wassermannzeitalters.

Bevor Elisabeth Haich, 1897 in Ungarn geboren, sich
als spirituelle Lehrerin einen Namen machte, war
sie bereits als Konzertpianistin und Bildhauerin in-
ternational bekannt.
1939 eröffnete sie in ihrem Budapester Atelier die erste
Yogaschule Ungarns zusammen mit ihrem Partner Selvara-
jan Yesudian, einem aus Südindien stammenden Yogamei-
ster, dem „Bo-Ghar“ aus ihrem weitgehend autobiogra-
phischen Reinkarnationsroman „Einweihung“. Gerade weil
auch dieses Projekt von Erfolg gekrönt war, schloss das
kommunistische Regime die Schule und nötigte die beiden
Betreiber zur Flucht. Diese beabsichtigten, ihr Werk in den
USA fortzusetzen. Doch das Schicksal „behielt“ sie in der
Schweiz, die ursprünglich nur als Zwischenaufenthalt ge-
dacht war. Denn sie gaben den Bitten ihrer Freunde nach, in
deren Land zu bleiben. Und so gründeten Haich und Yesudi-
an 1949 in Zürich die erste Yogaschule Westeuropas.
Elisabeth Haich gilt als Universaleingeweihte. Sie war
gleichermaßen in den westlichen wie östlichen spritiuellen
Traditionen beheimatet und bewandert.
In Ihrem Werk Raja-Yoga, das sie zusammen mit Yesudian
veröffentlicht hat, betont sie, dass beide Systeme, der eher
individuell ausgerichtete östliche Weg sowie der westliche,
der sich mehr auf die Gemeinschaft bezieht, sich gegensei-
tig befruchten sollten. Schließlich verfolgen sie das gleiche
Ziel, die Einswerdung mit dem Göttlichen. Die Autoren ver-
weisen darauf, dass viele abendländische Sucher über den
„Umweg“ des Ostens zurück bzw. überhaupt erst zu ihrer
eigenen Spiritualität gefunden haben. Auf diese Weise konn-
ten sie auch in den westlichen Lehren und Philosophien den
spirituellen Funken erkennen und verstehen. Die indischen
Konzepte wiederum drohten im Dogmatismus zu ersticken
und erhielten durch den Kontakt mit dem Okzident und der
christlichen Lehre neue Inspirationen.
Haich vermittelt die Grundlagen der klassischen und ur-
sprünglichen Esoterik, der es um die Rückverbindung mit
dem Urgrund oder allumfassenden Selbst geht. Das ist in
der aktuellen Esoterik keineswegs selbstverständlich, wo
einige selbst ernannte Vertreter lieber mit angeblicher Ta-
chyonenenergie versetzte Unterwäsche feilbieten.
Haichs Markenzeichen ist eine einfache und ungekünstel-
te Sprache, mit der sie dennoch profunde und differenzierte
Erkenntnisse transportiert. In der „Einweihung“ erklärt sie,
dass Worte die Wahrheit bedecken, so dass es sinnvoll ist, zu
ihrer Offenbarung mit nur wenigen Worten auszukommen.
Sie fühlte sich auch nicht im geringsten bemüßigt, sich
der Wissenschaft anzubiedern oder gar wissenschaftliche
Terminologien zu verwenden.

Quelle: https://www.matrix3000.de/fileadmin/user...and81_Haich.pdf


Das Erleuchtungserlebnis von Elisabet Haich, zitiert aus dem Roman Einweihung, S. 366ff

Kürzer als einen Blitz sehe ich die aus blendendem
Licht geflochtene Gestalt eines himmlischen Wesens — meine Ergänzungshälfte!
Seine unwiderstehliche Anziehungskraft reißt mich an sich, und voll
Wonne und Erfüllung verschmelze ich mich mit seinem Herzen zu einer
vollkommenen Einheit. Ich werde bewußt, daß Er immer Ich und Ich
immer Er war, das dualistisch projezierte Bild meines göttlichen, wahren
Selbst. In diesem dualistischen Zustand war ich noch Gott gegenüber und
empfand Ihn als Du. Jetzt, in der paradiesischen Einheit, fühle ich, daß
diese unsichtbare Macht, die ich bisher «Gott» nannte, im nächsten Augenblick
ich selbst werde. Eine aus Feuer geflochtene Scheibe beginnt sich um
mich zu drehen, in deren unbeweglicher Achse — in meinem Rückgrat —
mein wahres Selbst — ICH — wohne.
Und ich fühle mein Rückgrat wie einen weißglühenden Bogen brennen,
wie eine Brücke aus Lebensstrom, die durch sieben Kraftzentren blendendes
Licht ausstrahlt und meinen Körper belebt.

Dann, jenseits von allem Zeitbegriff, sehe ich gleichzeitig die unendlich
lange Kette der verschiedensten Lebensformen, die ich während Äonen,
auf dem unabsehbar langen Wege der Entwicklung, von dem ersten Fall
aus der paradiesischen Einheit bis zum jetzigen Augenblick, gelebt und
erlebt habe. Ich sehe, daß meine unzähligen Leben untrennbar mit den
Leben derselben Geister verbunden waren — sind — und sein werden. Aus
den Geschehnissen der vergangenen Leben entstehen neue Zusammenhänge,
neue Verbindungen wie Fortsetzungen, die sich Mosaiksteinen gleich zu
einem vollkommenen Bild ergänzen und zusammenfügen. Ich erkenne die
Fäden, die mich mit meiner Ergänzungshälfte, mit Ptahhotep und Atothis,
mit Ima und Bo-Ghar und noch mit vielen anderen Menschen durch
Äonen verbinden, erkenne, wie die Höherstehenden uns, wir einander
und den Tieferstehenden in der Vergeistigung der Erde, im Bewußtwerden
in der Materie, im Körper, vorwärtshelfen. Die Erfahrungen, die wir in
den vielen Leben einander bringen, dienen nur dazu, das Bewußtsein im
Körper zu erweitern und zu vertiefen. Die Körper, die wir beleben, werden
immer geistiger, immer schöner. Die Materie unserer Erscheinungsformen,
elastischer werdend, folgt immer mehr dem Willen und den
Ausstrahlungen des Geistes, bis schließlich der Körper ein folgsamer Diener
des Selbst wird und keinen einzigen Lichtstrahl des Geistes mehr isoliert
und zurückhält. Ich verstehe das Geheimnis der Pyramide, denn jetzt bin
ich selbst eine Pyramide geworden, die die Materie — den Körper —
nur noch als festen Grund gebraucht, aber fortwährend das Göttliche
offenbart!
Dann wird alles um mich, Erde, Himmel und das ganze Universum, ein
einziges Feuermeer, ich sehe gigantische Flammen, die mich umringen,
einen Augenblick lang fühle ich, daß ich mit dem ganzen All vernichtet
werde, knisternde, prasselnde Blitze sausen durch meine Adern, durch mein
ganzes Wesen, das Feuer verbrennt mich, dann plötzlich kehrt sich alles
um: nicht ich bin es nunmehr, die im Feuer verbrennt, sondern ich selbst
bin dieses himmlische Feuer, das alles durchdringt, alles belebt und verbrennt!
Eine Lichtflut umgibt mich, aber diese Lichtflut stammt aus mir.
Ich bin die Quelle dieses Lichtes wie all dessen, was ist. Die Erde übt keine
Wirkung mehr auf mich aus, ihre Anziehungskraft, die mich gefesselt hatte,
hört auf. Ich schwebe im Nichts, mein Sein hat keine Grenze mehr, ich bin
nunmehr derjenige, der alles zu sich zieht, aber mich bindet nichts mehr —
mich zieht nichts mehr an . . .
Ich suche diejenigen, die ich liebte, denn ich weiß, daß sie nicht vernichtet
werden konnten, aber ich suche sie vergebens in dem Nichts um
mich. In der Leere gibt es nichts anderes als mich — so richtet sich meine
Aufmerksamkeit nach innen.

Und siehe! Ich besinne mich und erkenne, daß alles und alle in mir leben!
Das Universum ist in mir, denn alles, was ist, lebt in mir, alles, was ist,
bin ich, in allem, was ich liebe, liebe ich mich, und ich erkenne, daß ich
nur all das nicht zu lieben glaubte, was ich noch nicht in mir erkannt hatte!
Jetzt, da ich mich vollkommen erkenne, liebe ich alles und alle gleich, denn
ich bin eins mit ihnen, ich bin «ich» im All, ich bin All-eins!
Ich bin die Erfüllung, das Leben, das strahlende, ewige, unsterbliche
Sein . . . Es gibt keinen Kampf, keine Reue, kein Leiden mehr, es gibt kein
Vergehn, keine Endlichkeit und keinen Tod! In allem Geborenwerdenden
fange ich — der Unsterbliche — eine neue Lebensform an, und in allem
Sterbenden gehe ich — der Unsterbliche — in mich zurück, ich, das schaffende,
erhaltende, alles erneuernde, ewige göttliche Selbst.
Ich erkenne, daß Raum und Zeit nur an der Peripherie der sich mit
wahnsinniger Geschwindigkeit drehenden Scheibe der geschaffenen Welt
herrschen. Ich bin aber in mir die zeit- und raumlose Ewigkeit. Und während
ich in mir ruhe, fülle ich mit meinem ewigen Sein den Raum und
darin alles, was lebt:
ICH BIN DIE EINZIGE WIRKLICHKEIT,
ICH BIN DAS LEBEN, ICH BIN, DER ICH BIN!
Ich ruhe in mir und fühle unendlichen Frieden . . . Aber in diesem
Frieden erreicht mich ein Ruf, der mich in meinen verlassenen Körper
zurückzwingt. Ich richte den Scheinwerfer meines Bewußtseins auf ihn
und erkenne die Stimme, die zu meinem Wesen spricht, die wohlbekannte,
heißgeliebte Stimme meines Meisters Ptahhotep. Er ruft mich zurück . . .
Und ich trete aus meinem himmlischen Selbst, um das Kleid des persönlichen
«Ich» wieder anzulegen. Aber ich nehme mit mir das Bewußtsein,
wer ich bin . . .

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