#1 Donald Trump ist der 45. Präsident der USA von W.L. 09.11.2016 10:02

Ein Kommentar von
Christian Lindner, Bundesvorsitzender der FDP

Lindner sieht bei einem Sieg des Republikaners Donald Trump bei der US-Präsidentschaftswahl das westliche Wertesystem erschüttert. „Alle Säulen, auf die der Westen steht, sind gefährdet“, sagte Lindner am Mittwoch auf „Bild.de“. Trumps Politik würde sich wahrscheinlich in „extremen wirtschaftlichen und außenpolitischen Auswirkungen“ auf den Wohlstand in Deutschland niederschlagen. Gleichzeitig warnte Lindner, Europa dürfe sich jetzt keinen „Fadenriss mit den atlantischen Beziehungen“ erlauben. Die US-Wahl sei auch ein Lehrstück für Deutschland auf dem Weg zur Bundestagswahl 2017.

Viele US-Bürger hätten die Wahl genutzt, den etablierten Parteien einen Denkzettel zu verpassen. Sie hätten Trump als „Molowtowcocktail benutzt, um ihn auf das Establishment zu werfen“, sagte Lindner. Er forderte nun einen nüchternen Umgang mit Rechtspopulisten in Deutschland. Man solle deren Parolen besser „abtropfen lassen, ihnen nicht die Aufmerksamkeit geben“, sondern besser die Probleme angehen.

http://www.wiwo.de/politik/ausland/us-wa...slp=false#image

Ich sehe für diese Wahl eine einzige Ursache:
Eine permanente Verschiebung des Kapitals zu den Superreichen. Viele US Amerikaner haben das inzwischen bemerkt und eine rigorose Abwehrhaltung gegenüber dem Establishment entwickelt. Das schlägt sich inzwischen nicht mehr in der linken Szene nieder, sondern in der rechten, weil die Verlierer dieser Kapitalschlacht, Einwanderer als Konkurrenten sehen.

Ein Phänomen, das es nicht nur in den USA gibt. Trump ist zwar einer aus deren Reihen, aber er konnte die aufgestaute Wut artikulieren. Wenn diese Tendenz weiter anhält, wird es in allen demokratischen Staaten zu Instabilitäten kommen. Europa hat den Rechtsruck bereits vollzogen, ob er weiter anhält, wird sich zeigen. Es gilt als sicher, dass die AfD 2017 in den Bundestag einziehen wird, ab dann gibt es keine Partei mehr, die wesentlich mehr als 30% Wählerstimmen erhält. Das erinnert an die Weimarer Republik.
http://www.focus.de/wissen/mensch/geschi...id_5279162.html
Die Weimarer Republik hatte zwar völlig andere Rahmenbedingungen, doch die Tendenz ist klar zu sehen. In Krisenzeiten zersplittern sich die politischen Lager. Das ist ein erstes Warnsignal.

http://www.wahlrecht.de/umfragen/
Letzte Umfragen:
INSA 8.11.2016.
CDU/CSU(30,5%)
SPD(22%)
AfD(13,5%)
GRÜNE(11%)
DIE LINKE(10,5%)
FDP(7%)

Diese Zersplitterung ergab sich nicht sukzessive, sie trat unmittelbar nach dem 5. September 2016 ein und hat sich bis heute erhalten. D.h., auch unvorhergesehene Ereignisse können plötzlich zu nachhaltigen Instabilitäten führen. Das zeigt diese Statistik: AfD verliert spürbar an Zustimmung, Regierung legt zu ?

#2 RE: Donald Trump ist der 45. Präsident der USA von Philolaos 10.11.2016 08:12

avatar

Meine gedankliche kurze Zusammenfassung zum neuen Präsidenten der USA:
Trump ist jetzt "mächtigster Mann der Welt", na und? Dazu stelle ich nur fest, dass wir uns mit der Ära Obama faktisch in einen neuen kalten Krieg gegen Russland befinden, dass an den russischen Grenzen von der NATO provozierende Großmanöver abgehalten werden, und in der Folge Russland wieder massiv aufrüstet.
Weiterhin stelle ich mit Erleichterung fest, dass es im Gegensatz zu Obama Symphathien zwischen Trump und Putin gibt.
Und wenn man sich mal das Säbelrasseln im Wahlkampf von H. Clinton vor Augen führt, fehlte nur noch, dass sie nicht gleich den dritten Weltkrieg ausgerufen hat.
Trumps Denkweise und Äußerungen haben sicher eine neue "Qualität", aber wer wundert sich darüber? Hatte die USA mit George W. Bush nicht schon einmal so einen Chaoten? "Ich bin gut darin zu töten".
Und mal ganz ehrlich, wer glaubt den im Ernst, dass ein daher gelaufener Präsidentschaftskandiat die Geschicke eines so großen Landes lenkt?
Ein "Präsident" das sagt schon die Bezeichnung, präsentiert nur. Wirklich regieren, das machen die über die Jahrhunderte gewachsenen Strukturen mit ihren Diensten, die Berater die dem Präsidenten sanft auf die Füße treten, wenn er es zu arg treibt.
Um in Gleichnissen zu reden:
Der Fahrzeughalter bestimmt, wohin die Reise geht. Gut, es gibt Phasen im Leben wo es das Schicksal nicht so gut meint, dann muss es statt einem Porsche auch mal ein Mähdrescher tun. Bei der gegenwärtigen Fahrtrichtung (TTIP, CETA) bin ich über die Wahl des Fahrzeugs zugegebenermaßen sogar etwas schadenfroh.

#3 RE: Donald Trump ist der 45. Präsident der USA von Akelei 11.11.2016 21:14

avatar

Die Medien wundern sich.
Und sie wundern sich und wundern sich.
Ich glaube, die Medien wohnen auf einem anderen Planeten und kommen nur, um hier ihre Sendungen abzuhalten.
In Austria füllten sie gleich einen kompletten Tag damit....
Ich frage mich, was sie senden, wenn in Austria gewählt wird...? - Wahrscheinlich fünf Sendungen übereinander gelegt...
Es wählt der Protest.
Das ist nicht wirklich gut, schon alleine deswegen, weil gute Oppositionen nicht vorhanden sind.
Man wird sehen....

#4 RE: Donald Trump ist der 45. Präsident der USA von W.L. 14.11.2016 09:16

Die Hauptfrage wurde nicht gestellt. Zumindest nicht im deutschen Fernsehen.
Warum haben sich die Umfrageinstitute so vertan!
Anders gefragt: Warum sagen Befragte nicht mehr, was sie wählen werden?

Alice Schwarzer hat diese Frage für Deutschland beantwortet, ohne die Frage gestellt zu haben.

Sie sagte in einer TV Diskussion bei Maischberger: "AfD Wähler werden dämonisiert". Anstatt mit ihnen zu reden, würde man sie stigmatisieren und es herrsche eine unglaubliche Medienkultur in Deutschland.
Ich füge hinzu, AfD Wähler werden nicht nur dämonisiert. Man erklärt sie zu Randfiguren, gescheiterte, frustrierte, mit Zukunftsängsten behaftet, ungebildet. Kurz, Randfiguren unserer Gesellschaft, denen man nur erklären müsse, dass alle Ängste und Sorgen unbegründet seien. Ein neues Wort macht die Runde, eine neue Krankheit. Die Xenophobie, die Fremdenfeindlichkeit. Ein Wort, wie aus dem Lexikon der Pathologie. Sie ist allen zu eigen, die den Tanz um das goldene Kalb der deutschen multikulturellen Gesellschaft nicht mittanzen. Dieses Wort bezeichnet das Siechtum derer, für die Willkommenskultur, das "Umarmen alles Fremden" (Die Deutschen hätten sich immer damit schwer getan, einen Weg der Besonnenheit zu gehen), als Unkultur erscheint.

Diese deutsche Medienkultur steht zunehmend unter Druck. Berichte aus dem Ausland künden von schreckensvollen "nationalen Egosimen". Der Spruch: "Nationalismus führt in den Krieg" macht wieder die Runde. Die Deutschen sehen sich schon am Vorabend des dritten Weltkriegs. Die Kanzlerin bietet Zusammenarbeit unter den Voraussetzungen der Anerkennung von Menschenrechten an. Diese belehrenden Worte wurden nicht etwa an den chinesischen Parteivorsitzenden gerichtet, nein, sie gelten dem neuen Präsidenten der USA und plötzlich ist Deutschland und die Willkommenskultur zur Insel der Seeligen in einem Meer rechtskonservativer Kriegstreiber und Menschenverächter geworden. "Am deutschen Wesen soll die Welt genesen".

Das große Vorbild der grünen Bewegung in Deutschland, die Wiege von MultiKulti, die USA, sie sind plötzlich rechtskonservativ regiert. Dieses Schreckensszenario wurde Wirklichkeit und Claudia Roth konnte es nicht verhindern, sie verlangte:

„Trump aus dem Rennen um die US-Präsidentschaft zu nehmen“. Denn: "Es hat eigentlich keinerlei Beweises mehr bedurft, dass Trump der absolut falsche Kandidat für das Amt des US-Präsidenten ist. Dennoch hat er geliefert. Ein Mann, der es für eine starke Sache hält, Frauen anzufallen, der sollte heutzutage keinerlei öffentliche Bühne mehr bekommen“, so einer dürfe „niemals ein öffentliches Amt bekleiden“.
http://www.achgut.com/artikel/claudia_ro...donald_trump_an

Die Diktatur der Toleranten, der Faschismus der Gutmenschen, er ist in Gefahr und Deutschland sieht sich wiedereinmal von allen seinen Nachbarn bedroht.

Wer dieser Tage aber sicher sein will, auf dem Weihnachtsmarkt nicht in die Luft gesprengt zu werden, der sollte sich vorübergehend in eines der muslimfreien Länder unserer östlichen Nachbarn begeben. Ich hoffe inständig, dass die vom Steuerzahler finanzierten, mit neuerdings 6000 zusätzlichen Stellen hochgerüsteten Sicherheitsdienste, keinen Syrer, Afganen, Iraki, Tunesier, Algerier, übersehen haben, dass ihre Telefone auch weiterhin flächendeckend überwacht werden, dass sich sexuelle Übergriffe nicht wieder häufen.

Wir brauchen uns aber "vor dem Islam nicht zu fürchten", sagt Frau Käßmann, "wenn wir wieder fleißig in die Kirche gehen".

Wenn die Ex-Bischöfin Margot Käßmann, die Repräsentantin der evangelischen Kirche, mit 1,54 Promille bei Rot über die Ampel fährt (http://www.sueddeutsche.de/panorama/evan...b-bangen-1.1471), dann kann sie sich in Deutschland der Sympathie von Millionen Bürger sicher sein. Wir verstehen, wenn eine Karrierefrau ihre Jugend verpasst hat, dass sie dann aus lauter Frust auch mal besoffen mit dem Auto nach Hause fährt. Man muss aber nun in Deutschland schon Bischöfin sein, wenn man aufgrund so eines spätpubertären Vorfalls als Weisheitslehrerin mit zahlreichen Büchern aufwartet. Ich habe bei Amazon 37 Titel gezählt. Ein interessanter Titel ist vielleicht: "Was ich Dir mitgeben möchte" von Margot Käßmann, einer deutschen Bischöfin, die besoffen bei Rot über die Ampel fährt, vom Amt zurücktrat und in allen Talkrunden verkündet, wir brauchen uns vor dem Islam nicht zu fürchten, wenn wir wieder in die Kirche gehen. Ich finde, das muss man einfach gelesen haben.

Es gibt jedoch weitere interessante Würdenträger in Deutschland. Einer der Interessantesten ist Bedford Strohm, der uns während der Flüchtlingskrise von seiner Kanzel versprach, wir könnten noch viele Millionen weiterer Flüchtlinge aufnehmen, denn nach dem Krieg habe es ja auch solche Flüchtlingsströme gegeben. Bedford Strohm ruft uns also zurück in die Nachkriegszeit, lädt uns dazu ein in jede Familie Flüchtlinge aufzunehmen, unser Lager mit ihnen zu teilen. Ich bin mir sicher, Herr Strohm hätte bald dafür plädiert, den Notstand auszurufen, Wohnungen zu requirieren, Essensmarken auszugeben.
Er besuchte jüngst, mit seinem Freund Kardinal Reinhard Marx den Felsendom auf einer seiner Israelreisen und beide legten dort auf Wunsch der Islambehörde ihr Kreuz ab. Die islamischen Hausherren eröffneten den Würdenträgern: Die Anwesenheit von Juden und Christen an diesem Ort sei gegen Gottes Willen. .
http://www.spiegel.de/politik/deutschlan...-a-1120073.html
Fragt sich, wieso sich Christen im nahen Osten massakrieren lassen, wenn sie von den IS Schergen aufgefordert werden ihren Glauben zu verleugnen. Für Bedford Strohm sichern reiner Unsinn.

Das ist Deutschland, wie es lacht und singt, wie es leibt und lebt, jedoch im Rechnen schwach:
Wir haben in Deutschland rund 80 Millionen Einwohner, davon 9 millionen Ausländer.
Das Verhältnis ist somit 71 Mill. Deutsche zu 9 Mill. Ausländer. Das Verhältnis beträgt 71:9 oder 7,89 zu 1
Auf 7,89 Deutsche kommt ein Ausländer.

Von 2013 bis zum Ende des ersten Halbjahres 2015 hatte die Berliner Polizei 37 Fälle antisemitischer Delikte registriert, bei denen Ausländer – das müssen nicht nur Muslime sein – als Täter ermittelt oder zumindest verdächtigt wurden. Bei fünf Fällen handelte es sich um gewaltsame Attacken. Zum Vergleich: im selben Zeitraum zählte die Polizei 409 Fälle antijüdischer Kriminalität, mit zwölf Gewaltdelikten, die rechts motivierten Tätern zugerechnet werden.
http://www.tagesspiegel.de/berlin/muslim...l/13819166.html

Wir haben also
auf 9 Mill. Ausländer, 37 antisemitische Straftaten, davon 5 Gewaltdelikte,
auf 71 Mill. Deutsche 409 antisemitische Straftaten, davon 12 Gewaltdelikte.
Um auf den gleichen prozentualen Anteil zu kommen, muss man diese Relationen beachten.
Anders gesagt beträgt das Verhältnis der Straftaten bezogen auf den Einwohneranteil nun 292 zu 409 = 71%, bei Gewaltdelikten 39 zu 12 = 329%
Die Rate an Delikten bei Ausländern beträgt also im Segment antisemitische Straftaten 71% von den Straftaten deutscher.
Die Rate bei Gewaltdelikten im Segment antisemitische Straftaten ist bei Ausländern dreimal so hoch wie bei Deutschen (329%)

Die Schutzbehauptung des Journalisten: das müssen nicht nur Muslime sein, muss man wohl eher so verstehen. Antisemitische Außerungen sind von Ausländern nichtmuslimischer Herkunft praktisch nicht bekannt. Bei 4-4,5 (seit 2015 5-5,5 millionen Muslimen) unter den Ausländern würde die Verbrechensrate auf das doppelte ansteigen und so wäre die Rate um das 1,5-fache höher als unter den Rechtsdaikalen Deutschen. Siehe auch: Rechtsextremes -, linksextremes - ,islamistisches Gewaltpotential im Vergleich

Andere interessante Stimmen kommen aus den Regionen, in denen Politiker unmittelbar mit der Realität konfrontiert werden, wobei sich die Radaktion von Focus-Online offenbar darauf verlegt, den Artikel mit unpassender Überschrift zu verharmlosen. Die interessante Passage ist diese:
Mit Blick auf die Flüchtlingssituation warnte Giffey vor einem neuen Geschäftsmodell krimineller arabischer Clans. „Sie kaufen ein Haus und vermieten es als Flüchtlingsunterkunft.“ Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) zahle pro Schlafplatz pro Nacht 30 Euro.
„Je nachdem, wie viele Matratzen Sie da vermieten pro Zimmer, ist das sehr lukrativ“, sagte Giffey. „Und es ist legal, also eine gute Möglichkeit für einen kriminellen Clan, um vom Dunkelfeld ins Hellfeld zu kommen.“

http://www.focus.de/politik/deutschland/...id_5482032.html

Parolen gegen Israel und Solidarität mit der Hisbollah: Die "Al-Quds"-Demos zeigen, dass der Hass auf Juden unter Muslimen kein Randphänomen ist. Unter Berliner Juden steigt derweil die Verunsicherung. von Johannes C. Bockenheimer, Christian Böhme und Frank Jansen
http://www.tagesspiegel.de/berlin/mit-de...t/13796492.html

Sie sollen woanders laufen:
http://www.tagesspiegel.de/politik/kundg...o/13817998.html

Der Tenor der Berichterstattung deutscher Medien - ich meine insbesondere die TV Medien - ist gelinde gesagt tententös. Schlichtere Gemüter sprechen von "Lügenpresse", der Philosoph Peter Sloterdijke sagt: Im Journalismus trete die „Verwahrlosung“ und die „zügellose Parteinahme allzu deutlich hervor“. Das Bemühen um Neutralität sei gering, „die angestellten Meinungsäußerer werden für Sich-Gehen-Lassen bezahlt, und sie nehmen den Job an.“
http://www.cicero.de/berliner-republik/p...eine-moralische

"Eine Demonstration von 1500 Teilnehmern, rechtsradikaler Gruppen, demonstrieren an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen, gegen die Behauptung, die Vernichtung der Juden in Deutschland als Völkermord zu bezeichnen, aufgerufen zur Demo hat die NPD".
Was würde wohl geschehen, wenn diese Schlagzeile morgen in der Bild zu lesen wäre.
Ich korrigiere den Text: "Eine Demonstration von 1500 Teilnehmern, türkischer Gruppen, demonstrieren an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen, gegen die Behauptung, die Vernichtung der Armenier in der Türkei als Völkermord zu bezeichnen, aufgerufen zur Demo hat die türkische Gemeinde".
Ersteres wäre ein Straftatbestand, Letzteres ist uns lediglich eine Pressemitteilung wert. Gegendemos fanden nicht statt. Damit ist jedoch das Maß noch lange nicht voll. Herr Lammert bezeichnet die vom Bundestag verabschiedete Resolution, aufgrund offizieller Beschwerden aus der Türkei, als: "rechtlich nicht bindend" und die türkischstämmigen Abgeordneten bekommen wegen ernst zu nehmender Morddrohungen Polizeischutz.

Es ist der unvoreingenommene Beobachter, der die politische Landschaft und die Medienszene objektiv als reformbedürftig ansehen muss. Ob Deutschland als neurotisch oder psychotisch angesehen werden muss. Ob also eine Heilung aus eigener Kraft möglich ist oder ob sie von außen angestoßen werden muss, ist eine Frage, die ich nicht beantworten kann. Bisher haben sich Politik und Medien wenig einsichtig gezeigt, sodass eine Therapie von außen wohl eher angesagt ist. Ich denke, diese Politik wird sich eines Tages durch dem Druck von außen therapieren lassen müssen. Ich hoffe nicht, dass das Pendel der Geschichte, das seit Jahrzehnten nach links schwang, nun zu weit nach rechts ausschlägt. Die deutsche Flüchtlingskrise und die damit verbundene totale Aufgabe der staatlichen Souveränität, der absichtliche und freiwillige Kontrollverlusst, das Staatsversagen, war nicht nur für Europa ein Schock. Er hat sich auch in den Wahlreden des amtierenden US Präsidenten niedergeschlagen. Er hat maßgeblich dazu beigetragen, dass die Länder des ehemaligen Ostens einen zusätzlichen Rechtsruck erlebten. Die Ausläufer dieser Krise, die von Angela Merkel bis heute nicht revidiert, sondern geleugnet wird, war auch für den Brexit mit verantwortlich, er hat Le Pen in Frankreich gestützt.

Die AfD in Deutschland vertrat von Anfang an einen harten Kurs in der Flüchtlingspolitik und im Umgang mit Muslimen und deren Verbänden. Als Fauke Petrie davon sprach die Grenzen zu sichern und im Notfall auch auf Flüchtlinge zu schießen, sagte sie etwas, was an der Landgrenze zur Türkei seit Jahrzehnten unter der Schirmherrschaft der EU, gang und gäbe war.
Ein Bericht vom 25.04.2014
https://www.proasyl.de/news/bulgarien-br...kischen-grenze/

Sie wurde dafür als Unmensch durch alle Kanäle der deutschen Medien gezerrt. Alles, was sie vertrat, wurde wenige Wochen danach Wirklichkeit, als die Balkanroute durch Österreich geschlossen wurde. Als die AfD davon sprach, Flüchtlinge, die auf dem Mittelmeer aufgegriffen werden, nach Nordafrika zurück zu bringen erntet die Partei den Zorn der Medien. Wenige Wochen später kam die gleiche Forderung vom österreichischen Außenminister und kurze Zeit später vertrat dies De Maiziere in der EU-Innenministerkonferenz.

Ich denke, wir werden die AfD als Therapiemaßnahme auch weiterhin brauchen. Die Aussagen dieser Partei sind überwiegend wahr und alternativlos und sie werden mit zeitlichem Verzug umgesetzt. Die AfD ist somit weniger populistisch, als viel mehr ein notwendiges Regulativ für Politik und Gesellschaft. Dass sich diese Partei den Zorn aller Medien zugezogen hat und als Populismuspartei deklassiert wird, ist Ausdruck der deutschen Neurose.

#5 RE: Donald Trump ist der 45. Präsident der USA von Philolaos 15.11.2016 00:37

avatar

Schöne Zusammenfassung. Wenn ich das alles so lese und ansonsten die Situation der letzten Monate auf mich wirken lasse, so erinnert mich das auf frappierende Weise an die letzten Monate des DDR-Regimes, wo ebenfalls gelogen wurde das sich die Balken bogen, wo friedliche Demonstranten als "Konterrevolutionäre" diffamiert wurden. Es ist wirklich mehr als skurril, dieses gegenwärtige Szenario als ehemaliger Ossi zu verkraften, die Situation ist exakt die selbe, nur die Fronten haben sich um 180 Grad gedreht.
Die Nachfolgepartei der SED, allen voran Gysi und Wagenknecht sind jetzt die Helden. Diese Helden sind aber nicht allein, es ist auch der rechte Flügel und das sollte zu denken geben. Wir befinden uns genau genommen in einer durchaus hoffnungsvollen Situation, in der nämlich ein uraltes Spiel langsam durchschaut wird: das Teile-und-herrsche-Spiel.
Der Turbokapitalismus zeigt im Zuge der Globalisierung seine wahre Fratze. Der wohlhabende Mittelstand, das leuchtende Vorbild des kapitalistischen Westens, welches diesen osmotischen Druck durch die Berliner Mauer von Ost nach West vollzog, geht gerade den Bach runter. Der DDR-Bürger muss sich nun eingestehen: Die "Roten" hatten doch recht!
Ja sie hatten recht, denn der Feind steht eben nicht links und nicht rechts, weder im Westen, im Osten noch im Süden, nein auch nicht im Süden. Der Feind ist die Gier des Menschen. Der Kampf wird in der Vertikalen ausgetragen zwischen den oberen 10.000 gegen den Rest der Welt, Arm gegen Reich. Wir leben in einem globalen und vor allen Dingen finalen Monopolyspiel.

Moslems mögen nicht die ideale menschliche Gesellschaftsordnung ihr Eigen nennen, aber in ihrem eigenem Land kann man ihnen ihren Livestil nicht verbieten. Die gegenwärtige Vermischung der Kulturen ist jedoch die Folge der kapitalistischen Invasoren in Ländern, in denen sie absolut nichts zu suchen haben, plus ihren Interventionskriegen welche die Flüchtlingsströme und all den Hass, die Not und das Elend im nahen Osten geschürt haben. Diese sind es, die den nahen Osten überhaupt erst in Brand gesteckt haben (um mit LaFontaines Worten zu sprechen). Ganz sicher nicht aus humanitären Gründen. Auslöser war der 11. September 2011. Und ich rede nicht von der USA. Denn wenn wir von den USA reden, dann müssen wir dreierlei Kräfte unterscheiden:
1. das Volk
2. den Präsidentschaftskandidat und seine Amtszeit als Marionette
3. die gewachsenen Strukturen, die ihre eigenen Interessen mit Geld regeln und befeuern.

Es regiert das globale Finanzkapital und (fast) alle Politiker lassen sich von dieser Clique um den Finger wickeln. Also auch hier: Der Feind des Menschen ist seine maßlose Gier. Es herrschen Gier und Angst.

Wir sind gerade dabei unserem Planeten irreparable Schäden zuzufügen. Es müssten Gelder nicht in die Taschen der Rüstungsindustrie fließen, sondern beispielsweise nach Fukushima. Teile des Pazifik sind bereits radioaktiv verseucht, dumm nur, dass alle Weltmeere miteinander verbunden sind. Es ist nur eine Frage der Zeit bis sich die Suppe gleichmäßig verteilt hat. Das wäre nicht schlimm, wenn da nicht noch weitere riesige Mengen radioaktiven Kühlwassers aus verrosteten Behältern ins Meer sickern.

Aber der Krug geht zum Brunnen bis er bricht, es regt sich was. Der westliche satte Konsum-Zombie erwacht aus seiner Lethargie, leider erst jetzt, wo es ihm ans eigene Leder geht.

#6 RE: Donald Trump ist der 45. Präsident der USA von W.L. 15.11.2016 09:43

Ich bedauere sehr, dass Oskar Lafontain nicht mehr aktiv Politik betreibt. Wir haben noch Sara Wagenknecht.
Eigentlich bin ich ein Linker, doch diese Partei kümmert sich nicht mehr um ihre Leute.
Und sie hatten Recht, ja natürlich, aber die DDR war kein sozialistischer Staat mehr, es war ein Unrechtsregime.
Der Sozialismus als Ideologie ist gescheitert, wie jede Ideologie scheitern muss.

Das zentrale Problem userer Zeit ist, dass die Eliten keine Moral mehr haben. Damit meine ich nicht immer Politiker, sondern die Strippenzieher. Lehman Brothers, VW, etc. Beispiele gibt es genug.

Zum Lachen ist das manchmal:
Die Frage ist mit Blick auf die Deutsche Bank vor allem deshalb brisant, weil das Geldhaus derzeit mit der noch amtierenden Regierung von Präsident Barack Obama über die Höhe einer Geldstrafe für den Verkauf drittklassiger Hypothekenpapiere an ahnungslose US-Kunden feilscht. Das Justizministerium unter Leitung von Loretta Lynch war im September mit einer Forderung von 14 Milliarden Dollar in die Vergleichsverhandlungen gegangen.
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/de...-sind-1.3248509

Nun wird auch klar, warum sich Obama und Merkel so gut verstehen. Hat etwa auch VW gute Beziehungen zur Deutschen Bank und könnte das der Grund sein, wieso sich der VW Skandal in den USA so lange hinzieht? Nicht nur Brak Obamas US Geldhäuser stehen bei der Deutschen Bank in der Kreide, sondern auch Donald aus Amerika.

Das Institut soll Donald Trump Milliarden geliehen haben. Außerdem verhandelt es gerade mit der US-Regierung um sehr viel Geld. Ein Interessenkonflikt für den zukünftigen US-Präsidenten?
...
Die Aktie der Deutschen Bank hat seit Trumps Wahlsieg zugelegt
...
Sollte die Deutsche Bank also einmal in Schieflage geraten und von der Bundesregierung vorübergehend verstaatlicht werden, hätte der Präsident Trump ein veritables Problem.

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/de...-sind-1.3248509

Ich denke, Trump wird der deutschen Regierung nicht wehtun wollen.
Diejenigen, die Politik machen, haben nichts zu sagen und die was zu sagen haben, machen keine Politik.
Horst Seehofer

#7 RE: Donald Trump ist der 45. Präsident der USA von W.L. 15.08.2020 17:13

Nach langer Pause setzte ich diesen Diskussionsstrang weiter fort.

Wir haben gesehen, wie Donald Trump vom Beginn seiner Amtseinführung von deutscher und europäischer Seite bekämpft wurde. Die Medien ergreifen jede Gelegenheit, Trump zu diffamieren. Jede Form der Objektivität ging verloren. Es wurde nicht mehr abgewogen, nur noch draufgehalten. Trump äußerte sich während seines Wahlkampfes bereits in entsprechender Weise. Das transatlantische Verhältnis befindet sich seit 2016 unterhalb des Gefrierpunktes. Jeder normale Mensch muss angesichts dieser Schlammschlacht misstrauisch werden. Gibt es einen Menschen, der so schlecht, dumm und verkommen ist, wie der US-Präsident? Wohl kaum. Die Berichterstattung sagt viel über die Berichterstatter, wenig über Trump. Dieser Präsident wird nicht nur beschimpft, er wird auch gelegentlich belehrt.

APPELL VOR REISE IN USA
SPD: Merkel muss bei Trump Menschenrechte verteidigen


Wir erfuhren u.a., dass Trump geheime Verbindungen zu Russland habe und die Wahl von den Russen entscheidend beeinflusst wurde. Trump eine Marionette Putins?

Trump, in Wahrheit Opfer, nicht Täter! Das kommt nun sukzessive ans Licht. Die Obama-Administration stellte dem neuen Präsidenten eine Falle, in die er tappen sollte. Es wurden Politiker, das FBI und Richter bestochen, um diesen Präsidenten zu Fall zu bringen. Der Hass war schon vor seiner Amtseinführung derart groß, dass es zu einem Skandal kam, der seines Gleichen sucht.

Niemand hätte geglaubt, was tatsächlich geschehen war. Lion Media berichtete seit Langem darüber, aber die Kampagne gegen Trump war so weit gediehen, dass niemand glauben würde, was Lion Media da seit Langem berichtete. Nun ergriff das erste deutsche Medium das Wort. Die unverdächtigen Deutschen Wirtschaftsnachrichten, Zitat:

"Große Verwirrung in Washington: Russland-Dossier gegen Trump war eine Lüge"
"Der Justizausschuss des US-Senats hat festgestellt, dass das Dossier über eine angebliche russische Wahleinmischung und Trumps Verbindungen nach Russland erlogen war. Der damalige FBI-Chef James Comey habe die Öffentlichkeit bewusst getäuscht und in die Irre geführt. „Dafür muss jemand ins Gefängnis“, so ein US-Senator."
Deutsche Wirtschaftsnachrichten vom 10.08.2020

Nun wird klar, warum der US-Präsident immer mal wieder Leute aus seinem engsten Kreis gefeuert hatte. Das war keine Laune. Sie waren entweder von den Clintons oder von den Obamaleuten bestochen worden, um gegen den Präsidenten zu arbeiten.

Der Bösewicht steht plötzlich als Opfer da. Wer hätte das gedacht?

"Wie das FBI US-Präsident Donald Trump mit Lügen stürzen wollte"
Der ehemalige FBI-Chef Jamey Comey wollte Trump mit einer fingierten „Trump-Russland-Affäre“ stürzen. Um dieses Ziel zu erreichen, hat er den US-Senat und den US-Generalstaatsanwalt belogen.
Deutsche Wirtschaftsnachrichten vom 15.8.2020

Das Brisanteste aus dem Artikel:

"Die Gerüchte über Trumps angebliche sexuelle Aktivitäten sollen im Freundeskreis bei einer lustigen Bierrunde entstanden sein. Sie seien im „Scherz“ gefallen."
Deutsche Wirtschaftsnachrichten vom 10.08.2020

Nicht Trump hegte illegale Kontakte zu Russland, sondern der Trump-Herausforderer Joe Biden in die Ukraine, wie die Zeit bereits titelte: "In der Ukraine sind offenbar brisante Telefonmitschnitte des demokratischen US-Präsidentschaftsbewerbers Joe Biden aufgetaucht. Bei den Tonspuren handelt es sich angeblich um Gespräche aus der Zeit, als Biden noch Vizepräsident war. Darin soll Biden unter anderem mit dem ehemaligen ukrainischen Staatschef Petro Poroschenko über Personalfragen in der Staatsanwaltschaft der Ukraine diskutiert haben. Die USA sollten auch die Finanzierung einer Parlamentspartei einstellen, hieß es darin."
Gesprächsmitschnitte belasten Joe Biden, Die Zeit vom 19.5.2020

Der ehemalige britische Agent Christopher Steele sollte Beweise für die Einflussnahme Russlands herbeischaffen. Aber er hatte gelogen: Mittlerweile ist auch der Verfasser des Steele-Dossiers, der ehemalige britische Agent Christopher Steele, vorsichtiger geworden mit seinen Behauptungen. Steele hat bereits vor einem Londoner Gericht ausgesagt, dass er beauftragt wurde, Hillary Clinton eine Grundlage zu schaffen, um die Ergebnisse der Präsidentschaftswahl 2016 für den Fall, dass Trump gewinnt, in Frage zu stellen.
Deutsche Wirtschaftsnachrichten vom 10.08.2020

Also ist auch die Clinton-Gattin mit von der Partie.

Man sagt, er lügt wie gedruckt. Das darf man bei FBI-Chef Comey wörtlich nehmen. Seine Buchveröffentlichung war eine einzige Lüge: "Im Jahr 2018 veröffentlichte der ehemalige FBI-Chef Comey ein Buch mit dem Titel „Größer als das Amt: Auf der Suche nach der Wahrheit - der Ex-FBI-Direktor klagt an“. In dem Buch erhebt er schwere Vorwürfe gegen Trump, während er Barack Obama lobt.
Deutsche Wirtschaftsnachrichten vom 10.08.2020



Es wird nun klarer, warum die Amtsenthebungsverfahren allesamt scheiterten. Diesen Präsidenten nun als Heiligen hochzustilisieren, wäre ebenso falsch, wie ihm als dumm und unfähig abzuqualifizieren. In der deutschen Presselandschaft ist jedoch leider jegliches Maß und jeglicher Verstand abhanden gekommen.

#8 RE: Donald Trump ist der 45. Präsident der USA von W.L. 02.09.2020 11:25

Falschinfo (Fake) bei der Tagessau

Es heißt dort: "... Aber dass Trump die Nationalgarde entsandt hat, um das Plündern und Randalieren zu stoppen, begrüßen viele." ( Die Tagesschau vom 2.9.2020). Trump hat sie nicht entsandt, das kann er nämlich nur im Kriegsfall tun, siehe dort: (Im Kriegsfall kann der Präsident dann die Gardisten als normale Soldaten einsetzen). Die Nationalgarde wurde vom Gouverneur angefordert, wie der Independent titelt: "Trump to send National Guard to Kenosha today after request from state governor", (Independent, Justin Vallejo, New York, 6 days ago)





Die Falschinfo bei der Tagesschau soll den Eindruck erwecken, Trump setze sich über alle Regeln hinweg. Es ist eines der Puzzlestückchen, mit dem dieser Präsident seit seiner Amtseinführung diskreditiert wird. Und dies gegen jedes journalistische Ethos. Objektivität wurde längst über Bord geworfen. Die Berichterstattung über diesen Präsidenten kann man als hysterisch bezeichnen.



Das muss man langsam auf der Zunge zergehen lassen:
Trump und Biden liegen in den aktuellen Umfragen (26.8.2020) nur noch um einen Prozentpunkt auseinander.

Xobor Einfach ein eigenes Xobor Forum erstellen
Datenschutz