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#1 Der Traum vom europäischen Haus von Philolaos 20.11.2016 12:32

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Ich hätte mir für Europa und die Welt ein friedliches Nebeneinander der Nationen gewünscht, nicht ein heilloses durcheinander. Die bunte Vielfalt der Kulturen gern, nicht aber eine Durchmischung, die in einer grauen oder gar braunen Suppe endet. Alles begann so hoffnungsvoll nach der Wende. Die schöne Vision von einem europäischen Haus öffnete aber leider auch Tür und Tor für das Freibeutertum der "Finanzmärkte", das Ergebnis sind die Armenhäuser in Europa: Griechenland, Portugal, Italien….

Parallel zu dieser Entwicklung wird von den selben Kräften auf nordafrikanischem Territorium ein intrigantes Spiel um Rohstoffressourcen und geostrategische Vormachtstellung gespielt. Die Folge sind Krieg, Elend, Terror, Flüchtlingsströme und ein Kulturschock in Europa.
Menschen mit ihren unterschiedlichen Religionen und Nationalitäten reiben sich gegenseitig auf, während die Globalplayer und ihre Lobbykratie mit Hilfe unseres Schuldgeldsystems ungehemmt an Macht gewinnen. Dass das irgendwann der Todesstoß für die Demokratie auch in solchen Ländern wie Deutschland sein muss, sollte klar sein.

Denn die AfD ist lediglich eine Reaktion, die Gegendruck aufbauen möchte, die aber selbst nicht merkt, dass gerade ihre antidemokratische Haltung geradezu dafür prädestiniert ist, von Lobbykratie durchsetzt und unterwandert zu werden.
Dazu kommt, dass der ungehemmte Kapitalismus unseren Planeten ruiniert. Klimagipfel und Abkommen sind Lippenbekenntnisse und Schönfärberei, in Wahrheit ändert sich rein gar nichts.
Doch wie sollen sich Menschen gegen die wirklichen Gefahren stellen, wenn sie sich allein schon wegen ihrer Nation, Rasse und Religion uneins sind?

Wer bringt Ordnung in dieses Chaos? Eine Lösung für das Überleben der Spezies Mensch wäre der Überwachungsstaat. Was dann noch von unserer derzeitigen Demokratie übrig bleibt, kann man sich denken.
Solange sich die Menschen nicht geschlossen gegen das Monopol des Finanzkapitals und gegen das Schuldgeldsystem stellen, wird sich diese Schlinge immer enger ziehen. Der bargeldlose Zahlungsverkehr mit all seinen Risiken steht bereits in den Startlöchern….

Was können wir dagegen tun?
Die Lösung scheint einfach: Benutzt nicht deren Geld und ihr seid frei!
Spaß beiseite. Natürlich können wir uns von diesen Strukturen nicht so einfach von heut auf morgen lösen. Realistisch und praktisch umsetzbar sind regionale Währungen auf Basis eines Tauschhandels. Das wird heute in einigen Ländern erfolgreich praktiziert, auch in den USA. Auf diese Weise ließe sich auch hier bei uns der Zusammenbruch des Euros abfedern.
Und oft kommt es anders als man denkt. Es bleibt spannend. Nur eines steht fest: die Erde wird sich weiter drehen.

#2 RE: Der Traum vom europäischen Haus von W.L. 20.11.2016 18:25

Europa ist kein "Haus", sondern eine Gemeinschaft von Nationalstaaten. Jeder Mensch orientiert sich stufenweise vom Naheliegenden zum Entfernten.
Ich will es an einem Beispiel klar machen. Wenn ich direkt vor meiner Haustüre einen Autobahnverteiler hätte, dann würde mich schaudern. Ebenso schaudert viele Menschen bei dem Gedanken, die eigene Nationalität zugunsten eines vereinten Europa aufzugeben. Da wir deutsch sprechen und schreiben, muss ich erläutern, was Nationalität bedeutet. Damit verbundenen sind Eigenheiten, wie die traditionellen Feiertage und Feste, die Sprache die typischen Lebensmittel, aber auch die Kultur, Literatur, Musik, etc.
Dass wir in Deutschland heute davon sprechen, die eigene Nationalität zugunsten eines "Hauses Europa" einzutauschen, ist eine typisch deutsche Krankheit, die ich wohl nicht weiter erläutern muss.
Europa kann es nur geben als föderales Dach über den Nationalstaaten.

Die aufkommenden Nationalismen in vielen Ländern der EU ist eine natürliche und normale Reaktion auf eine zu dominante europäische Union. Die EU regiert in Details wie erlaubte Apfelsorten, die Abgaswerte von Fahrzeugen, Fördergelder für landwirtschaftliche Großbetriebe in die europäischen Länder hinein. Dass wir uns in Deutschland ganz besonders vor aufkommendem Nationalismus fürchten, das liegt an unserer nationalen Vergangenheit.

Uns muss aber bewusst sein, dass viele Länder eine Furcht vor der Dominanz Deutschlands, aus selbigem Grund haben und das hat nicht zuletzt auch den Nationalismus in der EU befördert.

Hier ist insbesondere die Flüchtlingskrise zu nennen, welche die nationalen Alleingänge zusätzlich befeuert und etabliert hatte und welche die AfD in Deutschland von 5% auf 10% hochkommen ließ und vor der man sich meines Erachtens nicht fürchten, sondern auf sie hoffen muss.

Wir brauchen die AfD als Regulativ, ganz besonders in Deutschland. Was diese Partei bisher unter dem Zorn und Spott der Medien gefordert hatte ist samt und sonders eingetreten und heute in Teilen Regierungslinie.

Ich will einige Beispiele nennen:
Die AfD fordert: Abschiebung abgelehnter Asylbewerber rigorioser durchführen.
Die Regierung will 43.000 Afganen abschieben. Merkel sagt heute, wir müssen Abschiebungen effektiver durchführen.

Die AfD fordert: Zäune gegen einen unabsehbaren Flüchtlingsstrom, notfalls auch auf Flüchtlinge schießen
So geschehen bei der Schließung der Balkanroute und seit Jahrzehnten usus an der bulgarischen Grenze zur Türkei unter EU Mandat.

Die AfD fordert: Maßnahmen gegen den radikalen Islam
Heute, die Aushebung eines Netzwerks radikaler Islamisten

Die AfD ist nicht wegen ihres Parteiprogramms zur Bedrohung des Rechtsstaates hochstilisiert worden, das befindet sich nämlich auf rechtsstaatlichem Grund, sondern weil sie ein politischer Gegner aller etablierten Parteien darstellt. Die Art und Weise, wie man diese Partei abqualifiziert, zeigt die Verkommenheit der politischen Eliten und der Medien in diesem Lande.

Ich will noch ein Beispiel geben:
In der letzten Diskussionsrunde bei Illner meinte ein ex Manager der SPD:
"Mit der Abschiebung von Flüchtlingen löst man kein einziges Problem"
Damit hat der Mann das größte Problem dieses Landes glatt negiert, denn es gibt 241.000 abgelehnte Asylbewerber, die wir nicht mehr abschieben können, weil die SPD und die Grünen die Asylgesetzgebung verwässert haben. Sie weigern sich auch die maghreb Staaten als sichere Drittstaaten anzuerkennen. 241.000 Flüchtlinge kosten uns 25% der Gelder, die wir für Flüchtlinge aus unseren Sozialkassen finanzieren müssen.

Weiter meinte der begabte Wahlstratege der SPD bei Illner: "Zäune lösen keine Probleme".
Und auch hier wurde eines der Hauptprobleme unserer Zeit schlicht geleugnet. Wenn die Grenzen am Balkan und an der bulgarischen Grenze fallen, würde Europa überrannt werden. Das ist uns allen spätestens nach 2015 klar geworden. Der SPD ist das scheinbar nicht klar, zumindest einigen von ihnen nicht und das ist brandgefährlich.

Wir sollten uns eher vor der SPD, den Grünen und vor Allem vor dieser Kanzlerin fürchten, als vor der AfD. Angesichts diese Art von brandgefährlicher Argumentation, wie ich sie während der Flüchtlingskrise von allen Parteien gehört habe, muss es eine Stimme der Vernunft geben und das ist immer noch die AfD, solange diese Kanzlerin regiert.

Wer sich bei der Aufnahme von Flüchtlingen nicht an die vertretbaren Grenzen unseres Sozialstaates hält, der handelt nicht christlich, sondern antichristlich. Er trägt dazu bei den Sozialstaat durch Überlastung zu zerstören. Das ist während der Flüchtlingskrise geschehen. Wir haben dieses Jahr auf einen Schlag 340.000 anerkannte Asylbewerber bekommen, für die nun die Krankenkassen bezahlen sollten. Die Kassen wollten die Beiträge daher drastisch erhöhen. Der Finanzminister hat Milliarden nachgeschoben, um das zu verhindern. Das ist die Politik der Verschleierung von Kosten, die nur eine einzige Person mit einem einzigen lapidaren Satz zu vertreten hat: "Wir schaffen das". Und diese Frau tritt abermals als Kanzlerin an und maßt sich an, die Werte dieses Europa vertreten zu wollen? Sie ist für die Spaltung Europas und die Spaltung unserer Gesellschaft verantwortlich und hat diesem Lande nach 1945, den größten Schaden zugefügt, den ein Politiker je zu vertreten hatte.

Das ist meine Auffassung und ich kann sie mit zahlreichen Belegen begründen.

Globalisierung ist nur die Fortsetzung des Kolonialismus mit anderen Mitteln. TTIP ist ein Teil davon und hat die Aufgabe nationales Recht auszuhebeln, wenn es darum geht, den Verbraucher gegen Konzerninteressen zu verteidigen und zu schützen. Eine Ausgeburt des Größenwahns von US geprägtem Merkantilismus.

Derzeit versprechen nur die nationalkonservativ geprägten Parteien, dagegen vorzugehen. Eine Rückbesinnung auf nationalkonservative Werte ist meines Erachtens nötig, um in eine etwas andere Richtung weiter zu gehen. Dass sich ein Desaster wie 1933 nicht wiederholen wird, da bin ich mir vollkommen sicher. Dem Wunsch der Staaten, eine eigene nationale Identität auszuprägen, nicht zu entsprechen, würde in eine Katastrophe führen.

Dass uns das in Deutschland nervös macht ist eine speziell deutsche Krankheit, die wir endlich einmal ablegen sollten. Die Hysterie der Diskussionen in den deutschen Medien ist Zeichen einer Psychose.

#3 RE: Der Traum vom europäischen Haus von Philolaos 21.11.2016 01:06

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W.L.: Ich gebe Dir in fast allen Punkten Recht, und den Begriff "Europäisches Haus" habe nicht ich erfunden. Allerdings interpretiere ich diesen Begriff so, wie er am ehesten gedeutet werden kann: als ein Haus in dem es für jede Familie eine eigene Wohnung gibt, und nicht als chaotischen bunten Haufen in einer riesigen WG, so wie sich das gegenwärtig entwickelt.....

Nur in einem entscheidenden Punkt unterscheiden sich unsere Ansichten:
Du gibt den Parteien die Schuld, wogegen ich die Global Player der Finanzmärkte wie Black Rock und Goldman Sachs sowie die multinationalen Unternehmen als Problem sehe, die wirklich auch ein ureigenes Interesse daran haben, die Globalisierung voranzutreiben, und das mit allen Mitteln.

Und dass Politiker käuflich sind, sollte sich inzwischen allgemein herumgesprochen haben.
Dass es auch zwischen den Parteien Rangeleien gibt ist klar, die treibende Kraft aber ist das Anbiedern der Politik gegenüber den Global Playern. Politiker befinden sich immer in der Zwickmühle zwischen ihren Wahlversprechen und den Interessen derer, die wirklich auch die Puppen tanzen lassen.

https://www.globalisierung-fakten.de/glo...-global-player/
Die Macht der Global Player
Die Möglichkeit, über Grenzen hinweg auf freien Märkten zu agieren, hat es den multinationalen Unternehmen ermöglicht, fernab der Regelungen der Demokratie Entscheidungen zu treffen. Sie sind lediglich an die Vorgaben der Staaten, in denen sie agieren, gebunden. Natürlich versuchen die Staaten, die Interessen ihrer Bevölkerung zu wahren, allerdings stehen sie in Abhängigkeit zu den Unternehmen.
Die wirtschaftliche Kraft und Wettbewerbsfähigkeit eines Staates hängt direkt von den Unternehmen ab, die in seinen Grenzen produzieren und den Menschen Arbeit geben.
Seit Eintreten der Globalisierung stehen sie dabei in Konkurrenz mit den anderen Staaten. Setzt ein Staat nun besonders harte Vorschriften durch, so kann ein Unternehmen seinen Sitz einfach in einen anderen Staat verlegen, welcher wiederum von dem Unternehmen profitiert.


Zitat Ende.

Das hat also mit Verschwörung überhaupt nichts zu tun, sondern liegt einfach an unserem Schuldgeldsystem, welches die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer macht. Allein das Spekulieren an den Börsen ist mit der heutigen digitalen Technik derart effizient, dass diejenigen mit den größten Aktienanteilen zwangsläufig immer die Gewinner sein müssen. Mit solchen Mitteln wird die Umverteilung von Arm nach Reich zur unausweichlichen Folge.

Die Durchmischung von Völkern verwässert nationale Interessen, und öffnet damit Tür und Tor für einen ungehemmten "Freihandel", Privatisierung von Volkseigentum, und massive Schwächung des Mittelstandes. Während sich Bürgerkriege im gespaltenen Land ausbreiten, das Volk quasi beschäftigt ist, wird der Ausverkauf des Landes vorangetrieben..... bis irgendwann nur noch eine chaotische multikulturelle Horde von Gruppierungen übrig bleibt, die sich gegenseitig aufreibt. Dann ist die Zeit reif für einen Staat jenseits der Demokratie. Ein Staat der für Ruhe und Ordnung sorgt.

#4 RE: Der Traum vom europäischen Haus von W.L. 21.11.2016 10:39

Ja, das ist der größere Rahmen einer globalen Krise, die sich nun deutlicher abzeichnet.
Radikale Politiker, rechte Parteien, gewinnen an Zustimmung. Der Unmut wächst.
Auch die EU hat hier einen großen Anteil mit der Troika: https://de.wikipedia.org/wiki/Troika_(EU-Politik)
Anstatt marode Volkswirtschaften mit Konjunkturprogrammen in die Höhe zu bringen und so Arbeitsplätze zu schaffen, werden in diesen Ländern Sparprogramme aufgelegt, sodass die Wirtschaft zusätzlich stranguliert wird. In Griechenland führte das zu einer Radikalisierung und Zersplitterung der Parteien.

Obama hatte übrigens in den USA eine ähnlich hohe Arbeitslosigkeit. Er konnte mit Konjunkturprogrammen eine Halbierung der Zahlen erreichen. Vielleicht war das noch nicht genug, aber es hat geholfen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_...amentswahl_2012
Wenn man sich die Ergebnisse der Parlamentswahlen in Griechenland ansieht, kann man sehen, dass 2004-2007 im Wesentlichen zwei Parteien dran waren, PASOK und ND
Ab dann begann die Zersplitterung der Parteien. 2012 waren es sieben Parteien, mit über 5% und keine über 20%
darunter waren rechtsradikale und linksradikale Parteien mit erheblichen Stimmengewinnen.

Die Instabilisierung in Deutschland begann am 5. September 2015, mit gleichem Effekt. Die Zersplitterung der Parteien. Drastische Umfragenverluste der etablierten Parteien.
Diese Grafik sieht aus, wie die seismographische Aufzeichnung eines Erdbebens. Die Kanzlerin weigert sich noch immer das zur Kenntnis zu nehmen.
Ich habe hier nur SPD(rot), CDU(blau) und AfD(orange) dargestellt. Die Grafik beruht auf wöchentliche Wahlumfragen der maßgeblichen Institute.


Es wurde zwei Mal bewusst versucht die Umfrageergebnisse durch Falschdarstellungen meinungsbildender Tageszeitungen zu manipulieren. Die AfD steht seit Monaten unter dem Trommelfeuer der Propaganda deutscher Medien. Anders kann man das kaum noch formulieren:
AfD verliert spürbar an Zustimmung, Regierung legt zu ?

Wenn Trump in einer Wahlrede über Angela Merkel sagt: "She is Crazy", so ist das keineswege Populismus. Ich Zitiere Hans-Joachim Maaz, bekannter Psychiater und Psychoanalytiker in einem Artikel im Focus:
Verhalten der Kanzlerin ist "irrational"Renommierter Psychiater warnt: Merkels "narzisstisches Problem" ist gefährlich für Deutschland
http://www.focus.de/politik/videos/verha...id_5235070.html

Die Demos "Flüchtlinge Willkommen", waren eine Gegenreaktion auf die Pegida Demos und ermutigten die Kanzlerin am 5.9.2016 zur Öffnung der Grenzen.
Sie hatte damit das Druckmittel auf Europa aus der Hand gegeben. Ab dann war das ein Alleingang, zunächst noch mit Unterstützung Österreichs. Als Österreich diesen historischen Fehler erkannte, wurde die Schließung der Balkanroute vorbereitet und umgesetzt. Merkel verhandelte erfolglos mit Erdogan, kritisierte den Alleingang Österreichs. Angela Merkels Selfies mit Flüchtlingen und die Weigerung die Grenzen zu schließen, sowie viele ermutigende Botschaften an Flüchtlinge führten zu einem Anschwellen der Flüchtlingsströme. Das Hatte Report München ebenfalls recherchiert. Dieses Verhalten führte zur eigentlichen Flüchtlingskrise, für die Angela Merkel die alleinige Schuld trägt. Wenn heute behauptet wird, es habe keine Alternative gegeben, so ist das eine Lüge der Regierung, die immer wieder in Diskussionen und in der Presse wiederholt wird. Das Zerfürfnis mit der CSU beweist dies ebenfalls.

Man kann nun fragen, wer steht hinter der Troika. Vor allem IWF und EU-Kommission.
https://de.wikipedia.org/wiki/Troika_(EU-Politik)#Kritik
Wenn man sich ansieht, wer sich in Griechenland an Billigverkäufen von Immobilien und Firmen bereichert hat, bekommt man ein Bild von den Organisationen, die für die aktuellen Krisen verantwortlich sind. Griechenland ist nur ein Aspekt einer weltweiten Schuldenkrise, an der vor allem Spekulanten verdienen.
http://www.wiwo.de/politik/europa/schuld.../9645084-2.html

Die Lage ist jedoch sehr komplex. Ich kann hier nicht einen oder einige ausmachen, die diese Krise treiben, es sind immer wieder unterschiedliche Seilschaften. Banken, Spekulanten, die Mafia, Konzerne, etc.
http://www.handelsblatt.com/finanzen/anl...in/8066272.html

Die Mafia in Italien betreibt derzeit den Ruin italienischer Banken, die dann demnächst evtl. vom europäischen Steuerzahler saniert werden müssen. Beteiligungen an diesen Banken hat u.a. die IWF-Chefin La Garde.
http://www.sueddeutsche.de/news/wirtscha...60712-99-651074

Eine Beteiligung der Steuerzahler verhindert wiederum Schäuble.
https://deutsche-wirtschafts-nachrichten...ern-in-italien/

Der aber betreibt wiederum die Privatisierung der Autobahnen in Deutschland, die auf Kosten der Steuerzahler ginge.

Die Lage ist unübersichtlich!

Verschwörungstheoretiker haben immer eine einfache Lösung, hinter der aber immer eine bestimmte Ideologie steht, die mit den simplen Erklärungen verkauft werden soll.

#5 RE: Der Traum vom europäischen Haus von Philolaos 21.11.2016 21:53

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Zitat von W.L. im Beitrag #4
Die Lage ist jedoch sehr komplex. Ich kann hier nicht einen oder einige ausmachen, die diese Krise treiben, es sind immer wieder unterschiedliche Seilschaften. Banken, Spekulanten, die Mafia, Konzerne, etc.

Verschwörung hin oder her.
Das sehe ich anders. In spätestens 10 Jahren soll sich der bargeldlose Zahlungsverkehr durchgesetzt haben. Im Zuge dieser Umstrukturierung, wird es eine ungleich höhere Kontroll- und Regulierungsgewalt seitens der FED (Federal Reserve System) geben, als das bisher der Fall ist.
Damit werden es die von Dir genannten Strukturen deutlich schwerer haben, ihre gegenwärtigen Machtstrukturen aufrecht zu erhalten.

Für mich stellt sich das Ganze so dar, dass man es sogar von Seiten der FED begrüßt, dass es diese Strukturen derzeit auf die Spitze treiben. Denn auf diese Weise werden zukünftige Regulierungen vor allem von jenen Bevölkerungsschichten akzeptiert werden, die zu den gegenwärtigen Verlierern gehören.

Erst hat man während der "Finanzkrise" das große Ensemble der "Bankenrettung" statuiert und seitens der Regierung versprochen, dass nun allen Spekulationen Einhalt geboten werden soll. Das ist jetzt 8 Jahre her, und alles ist viel schlimmer geworden. Man darf gespannt darauf sein, welche Argumente für den bargeldlosen Zahlungsverkehr in Zukunft noch vorgebracht werden. Im Grund genommen geht es nicht wirklich um den bargeldosen Zahlungsverkehr, sondern um all die Kontrollmöglichkeiten, die sich daraus ergeben, ergeben müssen.

Die "Finanzkrise" gibt es, seit es unser Schuldgeldsystem gibt. Das Geschrei findet leider immer nur dann statt, wenn es größere Verwerfungen gibt. Wenn alle gut "verdienen" (auf Kosten der dritten Welt und auch der Umwelt), kümmert niemanden dieses zutiefst unsoziale, unmoralische und kranke Geldsystem.
Auch die Kriege im nahen Osten verfolgen u.a. das Ziel, den Petrodollar aufrecht zu erhalten, die Folge sind die Flüchtlingsströme nach Europa, damit werden gleich mindestens zwei Fliegen mit einer Klappe erschlagen.

Man sollte also schauen, welche Figuren hinter dem Federal Reserve System stecken. Und es braucht keine Verschwörung, denn das System ist ein Selbstläufer. Es wird befeuert durch die niederen Triebe der Menschen: Gier, Neid, Egoismus und Angst. Und auf diese Verbündeten kann man immer zählen.

Allerdings halte ich die historischen Figuren hinter der FED für so clever, dass sie schon vorher im Bilde darüber waren, wer am Ende des Monopolyspiels übrig bleiben wird. Das so zu formulieren fällt vielen Verschwörungstheoretikern schwer, aber das kommt der Wahrheit wohl am nächsten, wenn man denn unbedingt von einer Verschwörung reden möchte.

#6 RE: Der Traum vom europäischen Haus von W.L. 22.11.2016 11:35

Der Fokus auf die FED ist richtig,
http://www.faz.net/aktuell/finanzen/anle...3963264-p3.html
aber die Amerikaner sind nicht die einzigen Spieler.
Die Deutsche Bank spielt eine große Rolle, die EZB und der IWF.
Warum der IWF ein Interesse daran hat, die Deutsche Bank in den Krisenmodus zu katapultieren, ist mir nicht klar.
http://www.deutschlandfunk.de/deutsche-b...ticle_id=368127
Eine private Fede mit La Garde? Die hatte sich, einem Artikel der FAZ zufolge kritisch über die Geschäfte der Deutschen Bank geäußert.
Das ist so, als würde ein Feuerwehrmann, sein Feuerzeug an einen Heustadel halten, um zu sehen, ob er Feuer fängt, denn der IWF ist für die Stabilität der weltweiten Finanzen verantwortlich und soll eingreifen, wenn es zu Krisen kommt. Diese Institution darf keinesfalls die Märkte durch Kritik an einzelnen Banken verstören. La Garde halte ich für eine sehr fragwürdige Person.

Mit der europäischen Aktion, Spareinlagen bis zu 100.000€, vor allen anderen Gläubigern abzusichern, hat man verhindert, dass Sparer ihr Geld aus den Banken ziehen, wenn es kriselt. Das war ein wichtiger Schritt, einerseits die Sparer abzusichern, andererseits einen Börsenkrach, wie den von 2008 zu unterbinden. Börseneinbrüche und die anschließenden massenhaften Geldabhebungen waren bisher die Ursache für Katastrophen wie die von 1929.

Die US-Amerikaner regieren die Welt nicht mehr alleine, seit es die EU, die EZB, die Deutsche Bank gibt. Die Attacken durch die Vergabe schlechter Noten US amerikanischer Ratingagenturen an europäischer Länder konnten die EU nicht in die Knie zwingen. Das ist schlimm für Amerika. Die EU ist ein Gegengewicht gegen die Alleinherrschaft der FED.

Wo ich eine sichere Krise auf uns zukommen sehe, das ist die Schuldenpolitik und da sind die Amerikaner wirklich schlimm. So wie es zu einer Klimakatastrophe kommen wird, so sicher ist eine Währungsreform mit einer vorher galoppierenden Inflation. Die Einführung des Euro war aber schon eine verdeckte Währungsreform. Die D-Mark ist heute noch 50 Cent wert. Das war eine Währungsreform und könnte uns noch weitere Zeit verschaffen. Wer da wirklich was versteht, ist Mr. Dax, Dirk Müller
http://www.finanzen.net/nachricht/aktien...Mueller-5057222
Er äußert sich auch über die FED und Sorros.

Nun muss ich wieder die AfD als Regulativ ins Spiel bringen:

The European: Ihre Kritik weist große Schnittmengen mit der Alternative für Deutschland (AfD) auf. Wie beurteilen Sie die Chancen der neuen Partei bei der Bundestagswahl?
Müller: Schon durch ihre Existenz trägt die AfD zur offenen Diskussion über den Euro bei. Das ist ausgesprochen wichtig. Das große Problem in Deutschland ist immer noch, dass es kaum möglich ist, sich kritisch mit dem Euro auseinanderzusetzen.

Sagte Dirk Müller, 2013: http://www.theeuropean.de/dirk-mueller/7...politik-und-afd

Ich sage, die AfD war damals schon ein wichtiges Reglativ und diese Partei ist es noch heute. Das ist der Grund, weshalb man sämtliche Kettenhunde auf diese Partei hetzt.

Das Bargeld haben wir doch längst aufgegeben und bezahlen nur noch kleine Beträge in bar. Wer hätte gedacht, dass Menschen ihr Privatleben freiwillig in die Öffentlichkeit stellen. Facebook hat uns gezeigt, wie der Mensch freiwillig alles preisgibt, was privat ist. Ebenso werden wir, oder haben es schon, Bargeld freiwillig aufgegeben. Die Erfahrung, dass der Kontostand stimmt, schafft Vertrauen. Banken schieben nur noch Zahlen hin und her. Da rollt doch kaum noch Geld. Wer hat ein Interesse daran, Bargeld abzuschaffen, wenn es das für die Bankwirtschaft längst nicht mehr gibt?

#7 RE: Der Traum vom europäischen Haus von Philolaos 30.11.2016 17:22

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Es geht doch nicht um den bargeldlosen Zahlungsverkehr an sich, sondern um die Konsequenzen, die sich daraus ergeben, die totale Kontrolle über den Bürger, und das Ende einer Demokratie, wie wir sie derzeit noch haben. Die Umverteilung von arm nach reich wird auf Grund dessen rasant Fahrt aufnehmen. Hier ein Auszug aus dem folgenden Artikel:
http://www.focus.de/finanzen/experten/th...id_6270981.html

2009 begann Indien mit seinem Programm namens Aadhaar, bei dem allen Bürgern eine eindeutige Identifikationsnummer zugeordnet wird. Neben Namen, Geburtsdatum und Geburtsort werden dabei biometrische Merkmale gespeichert. Alle zehn Fingerabdrücke gehören dazu wie der Scan der Iris beider Augen. Für Hochtechnologieunternehmen wird Indien zu einer Spielwiese. Samsung hat mit dem Galaxy Tab Iris bereits ein Tablet entwickelt, welches mit einer biometrischen Iris-Erkennung ausgestattet den Zugriff auf die Bank-, Gesundheits- und Steuer-Dienstleistungen erleichtern soll. Dabei ist auch ein Zugriff auf die Datenbank Aadhar möglich. Geschäftsabschlüsse per Iris-Scan oder per Fingerabdruck werden dank Aadhaar erst umfassend möglich.
Alles sollte zunächst freiwillig erfolgen. Die „Times of India“ berichtete im September 2016 darüber, dass inzwischen 98 Prozent aller Erwachsenen in Indien von Aadhaar erfasst seien. Im Frühjahr 2016 wurde dann ein Gesetz ohne Beteiligung an der ersten Parlamentskammer vorbeigeschleust, in der die Opposition die Mehrheit hat. Dieses Gesetz sorgt dafür, dass die Inder einen Aadhaar-Account besitzen müssen, wenn sie auf staatliche Transferzahlungen oder Dienstleistungen angewiesen sind.

Das bedeutet im Klartext, dass Regimegegnern der Geldhahn zugedreht wird, Demonstranten auf der Straße sofort identifiziert werden können usw.... Da geht die Reise hin.

Das galt vor 5 Jahren noch als Verschwörungstheorie!

#8 RE: Der Traum vom europäischen Haus von W.L. 01.12.2016 09:56

Der Artikel ist aktuell. Ehrlich gesagt fehlen mir die Worte. Muss mich erst mal neu sortieren.
http://www.focus.de/finanzen/experten/th...id_6270981.html
Ein ähnliches Entsetzen empfand ich letztmals am 5. September 2015, als Deutschland die Grenzen für Flüchtlingen öffnete.
Problematisch ist erst mal nicht, dass Indien mit diesem Schritt zu einer Diktatur mutiert, denn das könnte man rückgängig machen. Diesen Schritt kann man jedoch nicht mehr rückgängig machen, es sei denn ... man stürmt die Banken und jagt die Regierung aus dem Parlament ...
Dieser Blick in die Zukunft ist wirklich zappenduster. Bedenklich auch, dass die komplexe Infrastruktur für diesen Schritt offenbar vorbereitet war, sowie die Verbindungen zu Goldman Sachs.

Die Taz hat das gleiche Thema: http://www.taz.de/!5355930/

Goldman Sachs(https://de.wikipedia.org/wiki/Goldman_Sachs) ist Hauptfinanzier von CFR(https://de.wikipedia.org/wiki/Council_on_Foreign_Relations)
Dem Council wird seit seiner Entstehung eine herausragende Funktion im Formulierungsprozess außenpolitischer Strategien zugesprochen

Ehemalige Goldman-Sachs-Mitarbeiter sind der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) Mario Draghi, der ehemalige italienische Ministerpräsident Mario Monti, der Vorsitzende des Financial Stability Board zur Überwachung des globalen Finanzsystems Mark Carney sowie die wirtschaftspolitischen Berater des US-Finanzministeriums Robert Rubin und Henry Paulson.
https://de.wikipedia.org/wiki/Goldman_Sachs

Dennoch, Henry Kissinger stand dem CFR auch nahe und hatte dennoch eine gute Außenpolitik gemacht. Was da derzeit abgeht verstehe ich nicht.
http://www.deutschlandfunk.de/trumps-aus...ticle_id=371938
Trump und Goldman Sachs
http://www.deutschlandfunk.de/usa-unter-...ticle_id=372808

#9 RE: Der Traum vom europäischen Haus von Philolaos 02.12.2016 01:13

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Zitat von W.L. im Beitrag #8
Dieser Blick in die Zukunft ist wirklich zappenduster. Bedenklich auch, dass die komplexe Infrastruktur für diesen Schritt offenbar vorbereitet war, sowie die Verbindungen zu Goldman Sachs.

Goldman Sachs hat Verbindungen überall hin.

https://www.youtube.com/watch?v=p362X_RHzn0

John Cryan, Co-Chef der Deutschen Bank sagte in Davos am 20. Januar 2016: "In zehn Jahren wird Bargeld wahrscheinlich nicht mehr existieren ... Es ist einfach schrecklich ineffizient".

Schweden macht ernst: Bald gibt es kein Bargeld mehr
http://www.focus.de/finanzen/experten/th...id_5434648.html
Der angeblich "wahre Grund" für den Kampf gegen das Bargeld
25 Prozent der Weltwirtschaft weisen derzeit bereits negative Leitzinsen der Notenbanken oder Strafzinsen für die Banken auf, wenn sie ihr Geld bei der Zentralbank parken. Einige Beispiele:
- in Schweden ist der Leitzins negativ mit -0,5 Prozent,
- die Europäische Zentralbank stellt den Banken -0,4 Prozent für Einlagen über Nacht in Rechnung
- in der Schweiz liegt der Leitzins bei -0,75 Prozent

http://www.focus.de/finanzen/experten/th...id_5434818.html

Hier ein paar nachdenkenswerte Auszüge:

Die hohen Schuldenberge schreien nach Negativzinsen
Schwedens und Eurolands Gemeinsamkeit liegt in enormen Schulden. Schweden braucht die für alle Sparer erschreckenden Negativzinsen, damit das beispiellose Schuldenkartenhaus nicht zusammenfällt.


Bargeld ist in Gefahr
In dieser Welt wird das Bargeld immer mehr zum Feind der Notenbanken und Regierungen. Es ist eine Gefahr für die Politik negativer Zinsen. Die offiziellen Gründe der Bargeldgegner wie Bekämpfung von Terror, Schwarzarbeit und Geldwäsche sind nur vorgeschoben. Eine Welt ohne Bargeld liefert die Sparer der Zentralbank und den Banken wehrlos aus. Stirbt das Bargeld, stirbt somit die Freiheit.
Schweden ist ein warnendes Beispiel für all diejenigen, die eine bargeldlose Gesellschaft für unbegründete Panikmache halten. Seit 2008 hat sich dort der Bargeldumlauf bereits halbiert, mehr als die Hälfte der Bankfilialen mit stark steigender Tendenz zahlt gar kein Bargeld mehr aus und nicht nur in der Stockholmer U-Bahn ist ein Ticketkauf mit Bargeld überhaupt nicht mehr möglich.


Hier ein guter Leserkommentar:
Michael Meister, " Schäubles Mann fürs Grobe " ist der Meinung, dass Deutschland etwas dagegen tun muss, damit D nicht ein Hort für Kriminelle wird. Das bedeutet schlicht und einfach, alle Banker und Finanzhaie, vor allem aber sämtliche Politiker entweder in den Knast oder aber, weil billiger, zum Teufel jagen. Ein Schmarotzerfreies Deutschland, welch himmlischer Gedanke.

Und deshalb sage ich: Die Flüchtlingskrise ist nur ein Ablenkungsmanöver um die Bevölkerung zu spalten und Europa zu destabilisieren. Das Land zerfällt in ethnische, religiöse und politische Gruppierungen die sich auf sich selbst konzentrieren, und dabei die wirkliche Gefahr nicht erkennen. Merkel ist nur eine Schachfigur. Die einzige Möglichkeit dagegen anzugehen oder wenigstens die Gefahren zu mindern, sind regionale Währungen und Handel auf Tauschbasis.

#10 RE: Der Traum vom europäischen Haus von W.L. 07.12.2016 16:18

Dazu müsste es jemanden geben, der die Flüchtlingskrise gezielt ausgelöst hat. Wenn man die Idee verfolgt, dann kämen im Prinzip nur die Geberländer des UNHCR in Frage. Doch es gibt hier eine viel einfachere und verblüffende Antwort: Die Türkei unter Erdogan! Das liegt auf der Hand. Die Frage ist nur, welche Maßnahmen haben dazu geführt, dass er Europa nicht weiter mit Flüchtlingen überschwemmt. Wer bezahlt ihn, wer beliefert ihn und womit wird er beliefert, damit der still hält ...

Ein wichtiger Schritt, um den Erpressungen Erdogans zu entgehen, war die Schließung der Balkanroute, das meint auch die Süddeutsche.
http://www.sueddeutsche.de/news/politik/...61130-99-366333
Soviel zum "Deal" der Kanzlerin mir Erdogan. Dennoch muss man feststellen, Kanzlerin Angela Merkel hat im Herbst 2015 die Grenzen geöffnet. Es war nicht Erdogan. Sie tat, das auch nicht aus einer Notsituation heraus, denn die deutschen Grenzen sind weiterhin offen. Bosbach sagt richtig: "Angela Merkel sagt einerseits, es war richtig, die Grenzen zu öffnen, andererseits sagt sie, soetwas dürfe sich nicht wiederholen." Das spricht für sich.

Diese Frau an der Spitze Europas ist der primäre destabilisierende Faktor, nicht Erdogan und nicht die "Bilderberger". Aber es sind auch diejenigen, die glauben, unsere Sozialkassen reichen für 60 Millionen Flüchtlinge: „All Refugees Welcome“, während der Rest Europas entsetzt auf Deutschland blickt und sich radikale Kräfte aus Zorn und Furcht vor diesem Deutschland etablieren.

„All Refugees Welcome“ außer christliche Flüchtlinge? und das in einem christlichen Blatt? Dieser Artikel sagt vieles über die Deutschen und über den Integrationswillen von Flüchtlingen die, kaum angekommen, Homosexuelle und Christen jagen: http://www.katholisches.info/2016/02/02/...e-fluechtlinge/

Die Verzückung vieler Deutscher, angesichts exotisch erscheinender Menschen aus Afghanistan, Syrien, Somalia, teile ich nicht. Für mich sind alle Bedürftigen zunächst gleich. Das christliche Solidarprinzip gebietet es, denjenigen den Vorzug zu geben, die Teil unsers Solidarsystems sind.

Äußerungen wie die des Daimler-Cheffs auf der IAA: Flüchtlinge könnten Wirtschaftswunder bringen (Artikel der FAZ, vom 15.09.2015)
Quelle: http://www.faz.net/aktuell/technik-motor...n-13803671.html
hatten ganz sicher mit dazu beigetragen, dass Angela Merkel sich entschied, die Grenzen am 5. September 2015 zu öffnen und dann offen zu halten.

Ein Jahr danach, 04.07.2016, heißt es in derselben FAZ: Dax-Konzerne stellen nur 54 Flüchtlinge ein
Quelle: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/un...n-14322168.html

Wusste Daimlerchef Zetsche nicht, dass Flüchtlinge aus arabischen Ländern nur arabisch sprechen? Oder rechnet er nach dem Gesetz von Angebot und Nachfrage, mit dem Sinken der Löhne, bei einem Überangebot von Arbeitskräften?

Man darf trotz der Beteuerungen der Kanzlerin auf dem letzten Parteitag: "Ja, ich weiß, dass ich Euch viel zugemutet habe", nicht vergessen, dass Angela Merkel sich bis heute weigert, Grenzkontrollen so zu durchführen zu lassen, dass wir wissen, wer ins Land kommt. Zudem kritisierte sie die einzig wirksame Maßnahme, die Schließung der Balkanroute. Kaum sind die Beteuerungen der Kanzlerrede und die Bitte um Unterstützung verklungen, lesen wir: "Doppelte Staatsbürgerschaft, Merkel stellt sich gegen die CDU"
http://www.rp-online.de/politik/doppelte...u-aid-1.6448802
Das ist Angela Merkel, wie sie leibt und lebt. Politisches Kontrastprogramm gegen alle Länder der EU betreibt sie Politik nach Gutsherrenart und ist ein permanentes Ärgernis für die eigene Partei. "die Christliche Demokratische Union Deutschlands wird eine Parteichefin in ihrem Amt bestätigen, die alle Werte und Ideale, für die diese Partei einmal stand, ad absurdum geführt hat." http://cicero.de/berliner-republik/die-cdu-immer-gruener

Es gibt ganz sicher Kräfte im Hintergrund, die wir schwer einschätzen können. Wir werden z. B. speziell durch die TV-Medien zum Teil desinformiert, siehe auch:
Obergrenze, ja oder nein

Gefallen und Gefälligkeiten, eine Kurzstudie:
https://netzwerkrecherche.org/files/nr-k...gkeiten-web.pdf

Ein Artikel zu Voodu-Puppen an Abgeordnete:
http://www.faz.net/aktuell/politik/inlan...n-13724291.html

Es sind immer viele einzelne Kräfte und Personen. Aber es ist ein einziges geistiges Prinzip. Die Gier nach Geld und Macht. Dieses Prinzip beherrscht die Eliten und für manchen mag es so aussehen, als sei eine Verschwörung im Gange. Obwohl diese Konferenz, in dem Zusammenhang durchaus interessant ist:
http://www.zeit.de/wirtschaft/2016-06/bi...oerungstheorien
Vielleicht ist dieses Buch auch interessant:
https://www.amazon.de/Machteliten-Eliten...g/dp/3836413329
Und das: http://www.spiegel.de/thema/italienische_mafia/
Präsidentenclans in den USA,
http://www.anabell.de/listen_aller_art/u...enten-clans.php
oder die russische Mafia, die mit Putin in Russland regiert.
https://de.wikipedia.org/wiki/Russische_Mafia
China: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/pa...s-14165069.html
Afrika: http://www.econoafrica.com/kolumnen/nige...-dem-vormarsch/
Usw., usw., usw.

#11 RE: Der Traum vom europäischen Haus von Akelei 12.12.2016 21:56

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Zitat
Dazu müsste es jemanden geben, der die Flüchtlingskrise gezielt ausgelöst hat. Wenn man die Idee verfolgt, dann kämen im Prinzip nur die Geberländer des UNHCR in Frage. Doch es gibt hier eine viel einfachere und verblüffende Antwort: Die Türkei unter Erdogan! Das liegt auf der Hand. Die Frage ist nur, welche Maßnahmen haben dazu geführt, dass er Europa nicht weiter mit Flüchtlingen überschwemmt. Wer bezahlt ihn, wer beliefert ihn und womit wird er beliefert, damit der still hält ...


... ich denke, es waren die USA...

#12 RE: Der Traum vom europäischen Haus von Philolaos 13.12.2016 11:32

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.....und vor allem: Was wird der Auslöser sein, dass er seine drei Millionen Flüchtlinge zum passenden Zeitpunkt mit der passenden Begründung dann doch auf Europa loslässt? Dass es so kommen wird, liegt ja fast schon auf der Hand. Oder sollen alle in der Türkei bleiben bzw. zurückgeschickt werden?

Und wenn es passiert, wird man seitens unserer Regierung mit den Achseln zucken, vielleicht noch mit dem Kommentar: "das ist aber doof, aufnehmen und gleichmäßig in Europa verteilen ist aber humanitäre Pflicht". Letzteres trifft sicher für viele dieser Menschen zu.

Jedenfalls werden die Beziehungen zur Türkei ja nicht besser...

#13 RE: Der Traum vom europäischen Haus von Akelei 13.12.2016 12:57

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so etwas schafft die Egozentrik....
Alle für Einen, Einer für Alle...
...
wisst ihr die aktuellen Flüchtlingszahlen 2016 von Italien?

#14 RE: Der Traum vom europäischen Haus von Philolaos 13.12.2016 17:19

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Fakt ist, dass der so genannte "Flüchtingsdeal" eine tickende Zeitbombe ist. Wer das ignoriert, ist einfach nur naiv.
Und wenn dann diese drei Millionen Flüchtlinge in Europa verteilt sind, plus die Flüchtlinge der letzten zwei Jahre und des kommenden Jahres 2017, was insgesamt ca. 6 Millionen Flüchtlinge europaweit mindestens ausmacht, dann wird irgendwann der Euro endgültig gegen die Wand gefahren sein. Dann wird aber der bargeldlose Zahlungsverkehr nicht sofort greifen. Und da frage ich mich, wie 6 Millionen Menschen, bzw. weit mehr als 6 Millionen, die komplett auf Zahlungen des Staates angewiesen sind, bei Laune gehalten werden sollen. Und wenn sie nicht bei Laune zu halten sind, was sich dann auf europäischen Straßen abspielt. Denn von irgendwas müssen die ja auch leben.

Wenn man recherchiert, wer ein Interesse an den Flüchtlingsströmen nach Europa hat, dann stößt man u.a. auf solchen Artikel:

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán hat den US-Milliardär und Philanthropen George Soros für die gegenwärtigen Flüchtlingsbewegungen in Europa mit verantwortlich gemacht. "Diese Invasion (von Migranten) wird einerseits vom Schlepper-Business gelenkt, andererseits von jenen (Menschenrechts-)Aktivisten, die alles unterstützen, was die Nationalstaaten schwächt", sagte der rechtskonservative Politiker im staatlichen Rundfunk.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/fl...-a-1060384.html

https://de.wikipedia.org/wiki/George_Soros
Ob da was dran ist, keine Ahnung, wundern würde es mich jedenfalls nicht.

Flüchtlingszahlen in Italien von 2016? Hmmm..., kann man das nicht rausfinden?

#15 RE: Der Traum vom europäischen Haus von W.L. 14.12.2016 09:55

6. Oktober 2016, Wochenzeitung Junge Freiheit
BERLIN. Kanzleramtsminister Peter Altmaier (CDU) hat Italien versprochen, Asylsuchende abzunehmen. „Ich darf Ihnen eines versichern: Wir werden mit Italien solidarisch sein. Wir haben in dieser Woche beschlossen, daß wir in jedem Monat 500 Flüchtlinge aus Italien nach Deutschland umsiedeln, auch als Beispiel für andere Länder in Europa“, sagte Altmaier laut Nachrichtenagentur dpa auf einem Empfang der deutschen Botschaft zum Tag der Deutschen Einheit in Rom.

Bis Ende September hat Italien in diesem Jahr rund 132.000 Asylsuchende aufgenommen, die über das Mittelmeer eingewandert sind. Allein in den ersten Tagen des Oktobers kamen nochmals etwa 12.000 hinzu.

Quelle: https://jungefreiheit.de/politik/deutsch...land-umsiedeln/

Ob Altmeier das umsetzt, weiß ich nicht. Wir werden da mal Lösungen finden müssen, denn unsere Sozialkassen werden das nicht mehr mitmachen und die Wähler auch nicht.

Wir nehmen mal an bis 15. Oktober 132.000+12.000 Das sind 144.000 in 9 1/2 Monaten. Das sind pro Jahr ca. 180.000.

Thilo Sarazin hat hier einen schönen Vergleich angestellt. "Da Holland unter dem Meeresspiegel liegt, gibt es nur zwei Möglichkeiten, das Land zu erhalten. Den Meeresspiegel absenken, oder Deiche zu errichten. Letzteres war in den letzten Jahrhunderten sehr erfolgreich"
Eine Alternative haben wir nicht. Wenn das unsere deutschen Gutmenschen (SPD und Grüne) nicht einsehen wollen, wird sich dieses Land weiterhin spalten und destabilisieren.

Derzeit kocht auch das Thema "Vorfälle von Köln" wieder hoch. 1500 Polizeibeamte werden in der Silvesternacht 2016 in Köln präsent sein.
https://www.welt.de/politik/deutschland/...de-gewesen.html
Das wird keine kölner Silvesterfeier, das wird ein Polizeiaufmarsch werden.

Ich habe damit gerechnet. Die Attacken auf Frauen hatten eine enorme Wirkung und diese war meiner Meinung nach auch beabsichtigt. Es ist der erste Sieg der radikalen Muslime in Deutschland. Sie haben angekündigt, dieses Land zu übernehmen und das war der erste Schritt. Das Sicherheitsgefühl der Mehrzahl deutscher Frauen ist dahin und das wird auch so bleiben. Es ist die erste nachhaltige Veränderung aufgrund der Flüchtlingskrise. Da kann ich nur fragen: "All refugees are welcome"?


Wir haben seither viel gelernt. Ich wünsche den Deutschen weiterhin einen erfolgreichen Lernprozess.

In Afrika warten noch 10 Millionen Menschen, um nach Deutschland zu kommen, denn andere Länder wollen sie nicht und Italien wird sie auf Dauer durchreichen. Flüchtlinge wollen auch nicht in den Elendslagern in Italien bleiben, denn in Italien gibt es kein soziales Netz um sie zu versorgen. Das gibt es nur in Deutschland und da wünsche ich auch weiterhin eine gute Weiterreise.

Die Forderung, in den afrikanischen Staaten Auffanglager zu errichten, stammte vom Chef der AfD in Niedersachsen, Armin-Paul Hampel:
https://www.alternativefuer.de/hampel-au...e-eu-errichten/
Dann äußerte sich der österreichische Außenminister Sebastian Kurz in gleicher Weise und nun auch der bayrische Innenminister Hermann
http://www.br.de/nachrichten/herrmann-fl...ehrung-100.html

Sag ich immer, die AfD ist Meinungsführer in Deutschland. Ihr Parteiprogramm sickert langsam in die etablierten Parteien. Die AfD ist jedoch aufgrund der zahllosen Diffamierung so anrüchig geworden, dass man sich kaum noch dazu bekennen kann. Gleiches gilt für Thilo Sarazin:

Die neue Völkerwanderrung: Rede von Thilo Sarrazin - YouTube



Hat man sich das einmal angehört, fragt man sich, was ist daran eigentlich falsch?
Auch Helut Schmidt gab Sarazin in einem Interview bei Maischberger recht. Er lehrnte lediglich die Vererbungsthese Sarazins ab und verwies auf Samuel Huntington:
https://de.wikipedia.org/wiki/Kampf_der_Kulturen

Deutschland hat nur ein einziges Problem und das ist die Erbschuld, die seit 1945 auf diesem Land lastet. Inzwischen in der dritten Generation.

Was wir aber grade mühsam lernen und einsehen müssen, das ist genau das, was Huntington den "Kampf der Kulturen" nannte. Es gibt ihn, auch wenn wir das in unserer grenzenlosen Naivität nicht wahr haben wollen.

Wir müssen lernen die Dinge auseinander zu halten:
- Schutz der Außengrenzen vor einer Wirtschaftsmigration
- Überlastung der Sozialsysteme durch zu viel Zuwanderung
- Einflüsse unverträglicher Kulturen auf die Unsere durch Parallelgesellschaften, Selbstjustiz, No-Go Areas
- Verhindern der Bildung von Parallelgesellschaften
Es gilt in Deutschland als rassistisch diese Probleme zu benennen. Unter den Deckmantel der "Toleranz" haben diese Phänomene überhandgenommen und das wird noch sehr gefährlich für uns werden. Mit dem Slogan "Kampf gegen Rassismus", wird jede Offenlegung der tatsächlichen Situation unterbunden.

Ich habe bisher nur erlebt, dass die tatsächlichen Zahlen, die o. a. Problemfelder offenlegen würden, in den öffentlich rechtlichen Medien tabuisiert werden.
Siehe dort: Rechtsextremes -, linksextremes - ,islamistisches Gewaltpotential im Vergleich
und: Ifo Chef Hans Werner Sinn zur Flüchtlingskrise
sowie: Professor Wolfgang Merkel: Muslime und Integration

Wir haben daher heute eine deutliche Bedrohung aus der etablierten Politik einer linksliberalen Gesellschaft, die massiv verhindert die benannten Probleme wirksam zu bekämpfen.
Wir haben keine Bedrohung von rechtsradikalen Parteien und schon gar nicht von rechten Parteien. Ganz im Gegenteil, wir brauchen sie, weil sie die Einzigen sind, die willens sind diese Probleme zu benennen und anzugehen.

Aus dem "Traum von europäischen Haus" sind die EU Länder nicht zuletzt, wegen der Uneinigkeit in der Flüchtlingskrise aufgewacht und auch hier trägt Fr. Merkel den Löwenanteil. Zu fordern, alle Länder der EU sollten Flüchtlinge im Stile von Fr. Merkel aufnehmen, würde die EU als Kontinent, binnen fünfeinhalb Jahren vor die gleiche Wahl stellen, wie Deutschland vor der Schließung der Flüchtlingskrise. Die schiere Zahl an Flüchtlingen ist selbst für den Kontinent Europa zu groß. Das sind deutsche Allmachtsfantasien. Dafür ist Deutschland ja bekannt.

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