Seite 2 von 2
#16 RE: Psychologie der Verschwörungstheorien von Philolaos 12.04.2017 10:45

avatar

Mit NATO meine ich die westliche Staatengemeinschaft als ganzes, die NATO-Länder

#17 RE: Psychologie der Verschwörungstheorien von W.L. 12.04.2017 10:47

Das musst Du aber dann auseinanderhalten.
Die Frage ist aber nun, welche Regierungen und nach welchen Motiven. Die NATO-Länder, das ist z.B. auch Kanada, Norwegen, Letland, Litauen, Spanien, ...
https://www.laenderdaten.info/Staatenbue...rganization.php

#18 RE: Psychologie der Verschwörungstheorien von Philolaos 12.04.2017 10:50

avatar

Dazu hat sich Helmut Schmidt sehr dezent geäußert:

#19 RE: Psychologie der Verschwörungstheorien von W.L. 12.04.2017 10:53

Nun sind wir bei der Ukrainekrise.
Die Frage war ja, ob man die Ukraine in die NATO aufnimmt. Diese Idee kam von den USA.
Russland hätte das als Bedrohung aufgefasst. Der Vorschlag wurde nicht umgesetzt, weil die Europäer und auch Deutschland dagegen waren. Daran kann man sehen, dass die USA nicht so können wie sie gerne wollen. Das Interesse der USA, die EU und Europa zu schwächen ist gegeben.

Die NATO, das sind mehrere Staaten, die sich nicht immer einig sind. Das wird ja auch als Schwäsche angesehen, aber es ist ein Faktum und es wird sich auch nicht ändern.

Dass es in den USA starke Bestrebungen gibt, als Weltmacht aufzutreten ist nicht neu. Russland versucht es ja auch.


Verschwörungstheorien vereinfachen die genannten Begriffe wie "die NATO", "Die Regierungen", etc., um den Eindruck zu erwecken, es handle sich um eine verschworene Gemeinschaft. Sieht man sich diese Begriffe genauer an, so zerfallen sie in komplexe Gebilde und weisen komplexe Zusammenhänge auf.

#20 RE: Psychologie der Verschwörungstheorien von Philolaos 12.04.2017 11:08

avatar

Um den Syrienkonflikt richtig einzuordnen muss auch der Ukrainekonflikt mit in die Betrachtungen einbezogen werden. Bevor die grundsätzlichen Ursachen, also Bestrebungen und Interessen, so wie die entsprechenden Anstrengungen wie Geldströme und Waffenlieferungen die dafür unternommen werden, nicht benannt werden, kann man auch die Symptome (Kriege, Flüchtlingsströme) nicht interpretieren.
Siehe George Friedman.
Der IS kämpft zB. mit westlichen Waffen und die Deals mit Saudi Arabien und den NATO-Ländern sind bekannt.

#21 RE: Psychologie der Verschwörungstheorien von W.L. 12.04.2017 11:13

Hier weiter -> Der Syrienkonflikt

---Verschwörungstheorien--
Verschwörungstheorien legen nahe, vermuten. Der Halbsatz "... ist bekannt", taucht immer wieder auf.
Ist einmal akzeptiert, dass es so sein müsse, dann ist die nächste Frage, wer ist es, der die Welt lenkt und in den Abgrund stürzt.
Nun folgt die Schuldfrage. Ist es eine Gruppe oder einer Spezies von Schuldigen, oder ein einziger Mann oder Frau. Ich würde das als "Käpten Nemo Syndrom" bezeichnen.
Sehr oft sind das dann keine Menschen mehr, sondern Außerirdische. Die Grauen oder Reptiloiden, etc. Sie treten inconito auf oder in Verkleidung wie die Reptiloiden.
Ein schönes Beispiel: http://82391.forumromanum.com/member/for...des_lichts.html
Der Begriff Annunaki stamm aus den Büchern von Zecharia Stichin: Anunaki, Niburu und die Bücher von Zecharia Stichin
---

#22 RE: Psychologie der Verschwörungstheorien von Philolaos 12.04.2017 21:44

avatar

@W.L.: In diesem Deinen Thread "Psychologie der Verschwörungstheorien" wollte ich trennen zwischen all diesen abstrusen Theorien über Außerirdische, Graue und Reptiloiden auf der einen Seite und auf der andere Seite eben jene Sachverhalte, die als Verschwörungstheorien abgetan werden, bei genauer Betrachtung jedoch durchaus einen realen Kern haben.
Hier ein Video, wo Frau Gabriele Krone-Schmalz, die dieses Problem auch anspricht: "Viele bekommen das Etikett an die Backe, Verschwörungstheorien hinterherzulaufen..."

Bitte wirklich auch mal anschauen:

https://www.facebook.com/gds.blog/videos/1693079050956884/

Habe auch schon dutzende andere dieser Videos hier gepostet, wo das Wort "Verschwörungstheorie" für sehr reale Vorgänge in Politik und Wirtschaft fällt....
Und darum geht es mir.

Hier der vollständige Text von der Pressekonferenz mit George Friedman,
den Frau Gabriele Krone-Schmalz meinte:


Kein Ort kann auf Dauer friedlich bleiben. Auch die USA nicht. Wir haben ständig Kriege Europa wird, wie ich vermute, zwar nicht zu den großen Kriegen zurückkehren, aber es wird wieder zum menschlichen Normalfall zurückkehren: es wird seine (ihre) Kriege haben, seine (ihre) Friedenszeiten, und sie (die Europäer) werden ihre Leben leben. Es wird keine 100 Millionen Tote geben, aber die Vorstellung Europa sei eine Ausnahmeerscheinung wird zuerst sterben.

Es wird Konflikte in Europa geben, es gab schon Konflikte, in Jugoslawien und jetzt auch in der Ukraine. Was Europas Beziehungen zu den Vereinigten Staaten betrifft – wir haben keine Beziehungen mehr mit „Europa“. Wir haben Beziehungen mit Rumänien, wir haben Beziehungen mit Frankreich, aber es gibt kein „Europa“, mit dem man Beziehungen haben kann.

Der islamistische Extremismus ist ein Problem für die Vereinigten Staaten, aber keine existenzielle Bedrohung. Man muss sich damit befassen, man muss sich damit angemessen befassen. Wir haben andere außenpolitische Interessen. Das Hauptinteresse der US-Außenpolitik während des letzten Jahrhunderts, im Ersten und Zweiten Weltkrieg und im Kalten Krieg waren die Beziehungen zwischen Deutschland und Russland. Vereint sind sie die einzige Macht, die uns bedrohen kann. Unser Hauptinteresse war sicherzustellen, dass dieser Fall nicht eintritt.

Wenn sie ein Ukrainer sind, werden sie Ausschau danach halten, wer Ihnen als einziger helfen kann – und das sind die Vereinigten Staaten. Letzte Woche, oder etwa vor 10 Tagen war der Oberbefehlshaber der „US-Army Europe“ General Ben Hodges zu Besuch in der Ukraine. Er kündigte dort an, dass US-Ausbilder in die Ukraine demnächst offiziell kommen sollen, nicht nur inoffiziell. Er hat dort tatsächlich Orden an die ukrainischen Kämpfer verteilt, obwohl es gegen militärisches Protokoll ist, dass Soldaten Orden von fremden Armeen annehmen. Doch er tat das, weil er damit zeigen wollte, dass die ukrainische Armee seine Armee ist. Dann ging er weg und verkündete in den Baltischen Staaten, dass die Vereinigten Staaten Panzer, Artillerie und andere Militärausrüstung in den baltischen Staaten, Rumänien, Polen und Bulgarien in Stellung bringen würden. Das ist ein sehr interessanter Punkt. Und gestern haben die Vereinigten Staaten angekündigt, dass sie vorhaben, Waffen in die Ukraine zu liefern, das wurde in der Nacht wieder dementiert, aber sie tun das, die Waffen werden geliefert. Und bei all diesen Handlungen agieren die Vereinigten Staaten außerhalb des Rahmens der NATO, weil NATO Entscheidungen von allen NATO Mitgliedern einstimmig getroffen werden müssen und jedes Land ein Veto einlegen kann. (Die Türken machen das schon aus Jux.) Der Punkt bei der ganzen Sache ist, dass die USA ein „Cordon Sanitaire“, einen Sicherheitsgürtel um Russland herum aufbauen. Und Russland weiß das.

Russland glaubt, die USA beabsichtigen die Russische Förderation zu zerschlagen. Ich denke, wir wollen sie nicht töten, sondern ihnen nur ein wenig weh tun. Jedenfalls sind wir wieder beim alten Spiel. Und wenn sie einen Polen, Ungarn oder Rumänen fragen, die leben in einer ganz anderen Welt als die Deutschen, und diese in einer ganz anderen Welt als die Spanier. Es gibt keine Gemeinsamkeit in Europa. Aber wenn ich Ukrainer wäre, würde ich genau das tun, was diese tun: versuchen die Amerikaner hineinzuziehen.

Die Vereinigten Staaten haben ein fundamentales Interesse. Sie kontrollieren alle Ozeane der Welt. Keine andere Macht hat das jemals getan. Aus diesem Grund können wir in andere Länder eindringen, aber sie können das nicht bei uns. Das ist eine schöne Sache. Die Aufrechterhaltung der Kontrolle über die Ozeane und im Weltall ist die Grundlage unsere Macht. Der beste Weg eine feindliche Flotte zu besiegen ist zu verhindern, dass diese gebaut wird. Der Weg, den die Briten gegangen sind, um sicherzustellen, dass keine europäische Macht die Flotte bauen konnte, ist, dass die Europäer einander bekämpften. Die Politik, die ich empfehlen würde, ist die, die Ronald Reagan angewendet hat, im Iran und Irak (Iran-Irak-Krieg 1980-88). Er finanzierte beide Seiten, sodass sie gegeneinander kämpften und nicht gegen uns. Es war zynisch, bestimmt nicht moralisch, aber es funktionierte.

Und das ist der Punkt: die Vereinigten Staaten sind nicht in der Lage, ganz Eurasien zu okkupieren. In dem Moment, wo unsere Stiefel den Boden berühren, sind wir demographisch zahlenmäßig unterlegen. Wir können eine Armee besiegen, aber wir sind nicht in der Lage den Irak zu besetzen. Die Idee, dass 130 000 US Soldaten ein Land mit 25 Millionen Menschen okkupieren… Das Verhältnis zwischen der Anzahl der Polizisten und der Einwohner von New York ist größer, als das Verhältnis von US Soldaten und der irakischen Bevölkerung. Also sind wir nicht in der Lage, überall militärisch zu intervenieren, aber wir sind in der Lage, erstens, gegeneinander kämpfende Mächte zu unterstützen, damit sie sich auf sich selbst konzentrieren können. Sie zu unterstützen, politisch, finanziell, militärisch und mit Beratern. Im äußersten Fall können wir das tun was wir in Japan, nein, in Vietnam, im Irak und in Afghanistan taten mit „Störangriffen“ intervenieren.

„Störangriffe“ zielen nicht darauf den Feind zu besiegen, sondern den Feind aus dem Gleichgewicht zu bringen, was wir in jedem dieser Kriege taten. In Afghanistan z.B. brachten wir Al Qaida aus dem Gleichgewicht. Das Problem das wir haben, da wir so jung und dumm sind, ist, dass wir die Feinde aus dem Gleichgewicht brachten, und anstatt zu sagen, „wir haben den Job gut gemacht, lasst uns nach Hause gehen“, sagten wir: „Mann das war aber leicht, lasst uns hier noch eine Demokratie aufbauen“. Das war der Moment unserer Geistesschwäche.

Deshalb lautet die Antwort, die USA können nicht ständig und überall in Eurasien militärisch intervenieren. Sie müssen selektiv intervenieren und möglichst selten. Das ist der Extremfall. Wir können nicht als ersten Schritt US-Truppen aussenden. Aber wenn wir es tun, dann muss uns klar sein, was die Mission ist, sie darauf begrenzen und nicht alle möglichen irren Phantasien entwickeln.

Hoffentlich haben wir das für dieses Mal verstanden. Kinder brauchen immer etwas Zeit um Lektionen zu lernen. Aber Sie haben absolut recht, wir als ein Imperium können das (überall intervenieren) nicht tun. Die Briten haben damals Indien nicht besetzt, sie haben einfach die einzelnen Staaten Indiens genommen und ließen sie gegeneinander kämpfen. Die Briten haben britische Offiziere bei der indischen Armee installiert. Die alten Römer haben auch keine riesigen Armeen in entlegene Regionen entsandt, sondern sie haben pro-römische Könige dort eingesetzt. Und diese Könige waren verantwortlich für die Aufrechterhaltung des Friedens, z. B. Pontius Pilatus. Also Imperien, die versuchen das ganze Imperium selbst zu regieren scheitern, wie es mit dem Nazi Imperium der Fall war. Niemand hat soviel Macht. Da muss man schon klug vorgehen.

Wie auch immer, das ist noch nicht unser Problem, sondern dass wir zugeben, dass wir ein Imperium haben. Wir haben den Punkt noch nicht erreicht, wo wir nicht glauben, wir könnten nach Hause gehen und alles wäre vorbei. Wir sind noch nicht einmal bereit für das dritte Kapitel des Buches.

Die Frage, die sich jetzt für die Russen stellt: Werden sie die Ukraine wenigstens als eine neutrale Pufferzone erhalten, oder wird der Westen soweit in die Ukraine vordringen, dass er nur noch 100 km von Stalingrad und 500 Km von Moskau entfernt ist. Für Russland ist der Status der Ukraine eine existenzielle Bedrohung. Und die Russen können das nicht ignorieren. Und wie weit werden die USA gehen, falls Russland sich weiterhin an die Ukraine klammert?

Es ist kein Zufall, dass General Hodges, der ernannt wurde, um für all dies gerade zu stehen, davon spricht Truppen in Rumänien, Bulgarien, Polen und den baltischen Staaten in Stellung zu bringen, dem Intermarum, demTerritorium zwischen dem Schwarzen Meer und der Ostsee, wie Pilsudski es erträumte. Für die USA ist das die Lösung.

Die Frage, auf die wir keine Antwort haben, ist, wie wird Deutschland sich verhalten. Die unbekannte Variable in Europa sind die Deutschen. Während die USA diesen Sicherheitsgürtel aufbauen, nicht in der Ukraine, sondern westlich davon und die Russen einen Weg suchen, den westlichen Einfluss in der Ukraine zu zurückzudrängen – wissen wir nicht wie die deutsche Haltung ausfallen wird.

Deutschland befindet sich in einer sehr eigenartigen Lage. Der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder sitzt im Aufsichtsrat von Gazprom. Die Deutschen haben eine sehr komplexe Beziehung zu den Russen. Die Deutschen wissen selbst nicht was sie tun sollen. Sie müssen ihre Waren exportieren, die Russen können ihnen ihre Waren abnehmen. Andererseits, wenn sie die Freihandelszone verlieren, dann müssen sie etwas anderes aufbauen. Die Urangst der USA ist, dass deutsches Kapital und deutsche Technologien sich mit russischen Rohstoffen und russischer Arbeitskraft verbinden – eine einzigartige Kombination, vor der die USA seit Jahrhunderten eine Höllenangst haben.

Wie wird sich das also abspielen? Die USA haben ihre Karten bereits auf den Tisch gelegt: die Linie zwischen dem Baltikum und dem Schwarzen Meer. Die russischen Karten lagen schon immer auf dem Tisch: Das Mindeste was sie brauchen ist eine neutrale Ukraine, keine pro-westliche. Weißrussland ist eine andere Frage.

Wer mir nun sagen kann, was die Deutschen tun werden, der kann mir auch sagen, wie die Geschichte der nächsten zwanzig Jahre aussehen wird. Aber leider haben sich die Deutschen noch nicht entschieden. Und das ist immer das Problem Deutschlands. Wirtschaftlich sehr mächtig, geopolitisch sehr fragil. Und es weiß nie wie es beides versöhnen kann. Seit 1871 ist das die deutsche Frage, die Frage Europas. Denken Sie über die deutsche Frage nach, denn sie kommt jetzt wieder auf uns zu. Ihr müssen wir uns jetzt stellen und wir wissen nicht wie. Wir wissen nicht was die Deutschen tun werden.



Das also ist das große Problem, welches die USA mit Deutschland und Russland hat.

Und deshalb darf man die Vorgänge in der Ukraine und in Syrien durchaus im Zusammenhang betrachten.

Zumal es Beweise dafür gibt, dass zum Beispiel der Ukrainekonflikt schon viele Jahre vorher von langer Hand geplant war, siehe Dirk Müller dazu,
und auch da fällt wieder das Wort "Verschwörungstheorie":

https://www.facebook.com/gds.blog/videos...hc_ref=NEWSFEED

Merkel und die Flüchtlingskrise, die Deutschland massiv schwächen wird, stehen ganz am Ende der Kausalkette…

Die Flüchtlingskrise ist in Wahrheit eine Migrantenkrise. Syrien ist nur ein Vorwand, um mit den Emotionen der Europäer zu spielen, denn der überwiegende Teil der Migranten sind keine Syrer. Ganz davon abgesehen was noch aus Afrika nachkommen wird.

#23 RE: Psychologie der Verschwörungstheorien von W.L. 16.04.2017 13:48

Die US Politik hat ganz klare globale und imperialistische Interessen und das Seit den zweiten Weltkrieg.
Das will niemand bestreiten.
Zu einer Verschwörungstheorie wird dieser Antiamerikanismus, wenn man Amerika als den einzig erfolgreichen Akteur der Weltpolitik ansieht.

Ich kann beim besten Willen nicht sehen, was die Ukrainekrise mit den USA zutun hat. Die USA haben erfolglos versucht diese Krise zu steuern, da sie ein Interesse daran haben, einen neuen Ost-Welt Konflikt zu generieren, um Europa damit zu schwächen. Das ist nicht gelungen. Es ist doch klar, dass die USA ihre eigenen Interessen verfolgen. Sie errichten Diktaturen, erzeugen überall dort, wo sie ihre Interessen gefährdet sehen, Unruhe. Die USA ist das gefährlichste Land der Erde, aber nicht das Einzige.

#24 RE: Psychologie der Verschwörungstheorien von Philolaos 16.04.2017 15:16

avatar

W.L.:
1. Noch einmal:
In diesem Deinen Thread "Psychologie der Verschwörungstheorien" wollte ich trennen zwischen all diesen abstrusen Theorien über Außerirdische, Graue und Reptiloiden auf der einen Seite und auf der andere Seite eben jene Sachverhalte, die als Verschwörungstheorien abgetan werden, bei genauer Betrachtung jedoch durchaus einen realen Kern haben.

Es wird also das Wort "Verschwörungstheorie" als Totschlag-Argument bei einigen politischen Ereignissen verwendet, die durchaus real sind, siehe die oben verlinkten Videos von Gabriele Krone-Schmalz und Dirk Müller, die sich genau dazu klar äußern. Und das musst Du gedanklich trennen, wenn Du dieses Thema ansprichst.

2. Und nein, die USA hat eben nicht erst seit dem 2. Weltkrieg "klare globale imperialistische Interessen", sondern seit mindestens 100 Jahren, wenn man den Gedanken und Ausführungen von George Friedman zum Thema Russland und Deutschland folgt. Und vor diesem Hintergrund darf man sowohl den 1. und 2. Weltkrieg, als auch alle nachfolgenden Kriege bis in die heutige politische Situation betrachten. Denn fast alle Kriege wurden von den USA mit jenen perfiden Methoden beeinflusst, wie sie George Friedman schildert.

3. Wenn die USA der einzig erfolgreiche Akteur der Weltpolitik wäre, bräuchte sie auch nicht jene Teile-und-Herrsche-Strategien, die ein wichtiges Merkmal einer Verschwörung sind, da sie verdeckt erfolgen, eigene Interessen hinter vordergründiger Interessen anderer stehen, so wie es George Friedman es beschreibt. Eine Verschwörung beinhaltet verdeckte Absichten, indem man andere Gruppierungen beeinflusst und "vorschickt". So kann man mit Kriegen Probleme erzeugen, und am Ende gleichzeitig als Problemlöser (Weltpolizei) auftreten.
https://de.wikipedia.org/wiki/Verdeckte_Operation

https://de.wikipedia.org/wiki/Verdeckte_...#Charakteristik
Eine typische verdeckte Operation ist die finanzielle oder logistische Unterstützung einer politischen Bewegung oder Gruppierung im Zielland, um darüber die eigenen Ziele durchzusetzen. Dies reicht von legaler Einflussnahme (beispielsweise Unterstützung für demokratische Oppositions-Gruppen) über die Diffamierung politisch missliebiger Personen oder Gruppen durch Desinformation und „Operative Informationen“ bis hin zur Unterstützung von paramilitärischen oder Guerilla-Truppen und Terroristen.

Es sind zahlreiche Fälle bekannt, in denen politische Bewegungen und Parteien, Unternehmen, Gewerkschaften, Radiosender oder Verlage von ausländischen Geheimdiensten gegründet, finanziert oder maßgeblich kontrolliert wurden, um auf diese Weise Einfluss auf das Zielland zu nehmen...



4. Ukrainekonflikt, da schreibst Du: "Ich kann beim besten Willen nicht sehen, was die Ukrainekrise mit den USA zutun hat. Die USA haben erfolglos versucht diese Krise zu steuern, da sie ein Interesse daran haben, einen neuen Ost-Welt Konflikt zu generieren, um Europa damit zu schwächen. Das ist nicht gelungen.

Dazu habe ich Dir den Link von Dirk Müller gegeben und auch da fällt wieder das Wort "Verschwörungstheorie":

https://www.facebook.com/gds.blog/videos...hc_ref=NEWSFEED

Die Welt ist nicht schwarz und weiß.
Es gibt abstruse Verschwörungstheorien und es gibt tatsächliche Verschwörungen.


5. Der Begriff "Verschwörung" ist möglicherweise differenzierter zu betrachten:
https://de.wikipedia.org/wiki/Verschw%C3%B6rung

Hier wird noch der Begriff "Komplott" erläutert:
....Während die geheime Konspiration die „Zusammenarbeit mehrerer Personen unter einheitlicher Zielsetzung und bewusster Ausschaltung fremden oder öffentlichen Einblicks“ ist[3], beispielsweise Agententätigkeit oder geheimdienstliche Tätigkeiten. Die Verbindung von Verschwörung und Konspiration (sowie die Gesamtheit der beteiligten Personen) wird dann als Komplott bezeichnet.[4]

.....Verschwörungen hat es immer gegeben, sie gelten als anthropologische Konstante.[6] Beispiele politischer Verschwörungen reichen etwa von der antiken Catilinarischen Verschwörung 63 v. Chr. und dem Komplott einiger Senatoren, das 44 v. Chr. in die Ermordung Gaius Iulius Caesars mündeten, über die Pazzi-Verschwörung gegen die Medici im spätmittelalterlichen Florenz bis hin zur Watergate-Affäre 1972, als Mitglieder der amerikanischen Regierung unter Missbrauch ihrer Vollmachten die Opposition mit illegalen Mitteln bekämpften und dieses im Anschluss vertuschten.

Also, Verschwörungen hat es immer gegeben.

#25 RE: Psychologie der Verschwörungstheorien von W.L. 16.04.2017 16:15

Michael Lüders Sicht auf die Ursachen der Konflikte des Orients

Wenn man sich die Ausführungen zu Gemüte führt, so waren die Engländer ebenso "unterwegs" wie die USA, nur dass England nach der Suezkrise keine Rolle mehr spielten.

#26 RE: Psychologie der Verschwörungstheorien von Philolaos 16.04.2017 17:50

avatar

Genau deshalb ist es ja sowieso schwierig von "den USA" als die "Verschwörer" zu sprechen. Wer ist "die USA"? In erster Linie doch die Bürger dieses Landes in ihrer Gesamtheit. Die Hälfte aller US-Bürger glaubt aber nicht an der offiziellen Version des 11. September. In den USA gibt es außerdem eine große Friedensbewegung. In den USA gibt es eine Bevölkerung, einen demokratisch gewählten Präsidenten und ein Konglomerat von Hochfinanz und internationalen Konzernen. Und es gibt "Finanzdienstleister" wie Black Rock und Goldman Sachs. Und da darf man jetzt mal schauen wer Politik beeinflusst:

https://www.youtube.com/watch?v=ycAbjWov...onsbündnis

Xobor Einfach ein eigenes Xobor Forum erstellen
Datenschutz