#1 EU von Akelei 24.06.2016 08:28

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Die Europäische Union...
dereinst wurde aus einem EWR die EU. - Als damals die Schweiz aus eigenen Beweggründen nicht beitreten wollte, hat man ihr Schreckliches prophezeit ...
passiert ist der armen Schweiz nix Wesentliches - oder übersehe ich Hungersnöte, den Einbruch des öffentlichen Lebens oder etwa einen Zusammenbruch des Systems..?
...
Die EU verabsäumt seit ihrer Entstehung auf die Bedürfnisse der in ihr lebenden Menschen zu achten!
Sie achtet permanent auf die Wirtschaft und ihre Entwicklung - das interessiert die Leute einen Schmarrn, wenn sie Gefahr laufen, moderne Sklaven zu werden.
...
Die EU muss lernen auf das Tempo und die Bedürfnisse der Menschen zu achten - und nicht statistische Berechnungen anzuhimmeln und strategische Vorgehensweisen in der Wirtschaft zu vergöttern, indem sie in ihrer Profitgier ständig einer Gewinnoptimierung hinterherläuft.... - das geht vorbei am Ziel einer GEMEINSCHAFT.

...
Nun will England raus....... - ob die Engländer nun komplett untergehen werden?

#2 RE: EU von Philolaos 24.06.2016 12:58

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@Akelei das sieht Sarah Wagenknecht ebenso. Hier ihr Statement in FB gerade eben zum Brexit:
Die Briten haben den Austritt aus der EU beschlossen. Für mich war dieses Ergebnis nicht wirklich überraschend, denn die EU-Konzern-Lobbykratie hat in den letzten Jahren europaweit immer mehr an Rückhalt in der Bevölkerung verloren. Wundern sollte sich darüber in den Führungsetagen in Brüssel und in Berlin niemand: Wer mit EU-weiten Kürzungsdiktaten einen Dumpingwettlauf bei sozialen Leistungen und Löhnen initiiert, wer die Demokratie mit Füßen tritt und Privatisierungen verordnet, der macht Politik gegen die große Mehrheit der Menschen. Die Lehre aus dem Brexit muss deshalb lauten: Schluss mit der EU-Politik für die oberen Zehntausend. Nötig ist ein Neustart der EU. Für ein soziales und demokratisches Europa der Menschen – nicht der Banken und Konzerne!

#3 RE: EU von Akelei 24.06.2016 17:32

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... ja!
Ich befürchte allerdings, dass im EU-Tempel zu viele Bürokraten sitzen, die keinen Zugang zu diesen Dingen haben. - Da zählen nur Zahlen.
Kein Zugang zu ideellen Werten... Gefühlsarmut...

#4 RE: EU von Akelei 25.06.2016 20:42

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Im Moment *bricht* es über Europa schon ganz schön heftig herein....
Was ist das Wesentliche? Worauf sollte man sich konzentrieren?
Immer wieder geht es darum, nicht Dingen/Situationen seine Energien zu "spenden", die sich später nur als heiße Luft herauskristallisieren oder einen Wolf nähren, den man letztendlich gar nicht nähren will...
An der EU wird gerüttelt - nicht zu unrecht...
Die Flüchtlingswelle rollt.. und rollt - wenn auch nicht mehr so laut wie im Vorjahr - kein Ende in Sicht...
Die USA wollen scheinbar diese neutrale Zone schaffen ...
Monsieur Erdogan macht auf egozentrisch,....
....
Eins alleine wäre schon ein Brocken - nun alles parallel....
Medien ausschalten?
Wäre das eine Lösung für den persönlichen inneren Frieden?

#5 RE: EU von Akelei 27.06.2016 16:36

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Sie werden es überleben...

Zitat
Brexit: "Österreichische Firmen gelassen"

"Nichts ist neu, alles vorhergesagt"

"Der Überraschungseffekt durch das Brexit-Votum ist gering", sagt der österreichische Handelsdelegierte in London Christian Kesberg. Die möglichen Folgen seien längst vorhergesagt worden. „Wie erwartet hat der Premier abgedankt, die Finanzmärkte reden offen über Abwanderung und die Schotten bereiten ein neuerliches Referendum vor. Nichts ist neu. Alles hat man schon prognostiziert.“
"Österreichische Firmen gelassen"

Auch was die österreichischen Firmen mit Aktivitäten in Großbritannien betrifft zeigt sich Kesberg demonstrativ unaufgeregt: „Die österreichischen Unternehmen reagieren überraschend gelassen“, sagt er im Ö1-Interview. „Ich habe mit einer Vielzahl an Leitern österreichischer Niederlassungen in Großbritannien in den letzten Tagen gesprochen. Die meisten sind der Auffassung, dass die Wechselkurs-Volatilität kurzfristig das größte Problem sein wird. Das verschreckt Kunden und macht die Planung schwierig.“
Profitieren vom niedrigen Pfund

Sicher werde es einen Nachfrageknick geben und der werde sich auf das Potential für österreichische Lieferungen auswirken. Aber es gebe auch österreichische Firmen, die in Großbritannien produzieren und in die EU zurückexportieren. „Also die könnten auch vom niedrigen Pfund profitieren“, meint der österreichische Handelsdelegierte. Es gebe ein sehr gemischtes Bild von möglichen Konsequenzen.
"Business as Usual"

Die meisten österreichischen Firmen mit Niederlassungen in Großbritannien setzen laut Kesberg auf „Business as Usual“, Abwarten was passiert, sich dann auf die Bedingungen einstellen. „Viele wissen, dass sie Nischen-Anbieter sind, die nicht wirklich ersetzt werden können. Also Angst vor der Zukunft gibt es hier nicht besonders viel“, sagt Kesberg.

Überhaupt meint der Handelsdelegierte in London, dass die realwirtschaftlichen Folgen des Brexit laut übereinstimmenden Aussagen von Ökonomen nicht so gravierend ausfallen würden. Es gebe seit langem Modellrechnungen: „Ein Wachstumsknick in Großbritannien, eine kurzfristige Rezession, dann „anämisches Wachstum“ bis 2020 und von da an wieder abgeflachtes aber durchaus vorhandenes Wachstum." ORF/Ö1

#6 RE: EU von W.L. 15.03.2018 11:45

Interview mit den Autor des Buchs "Draghi-Crashs" bei Money online.
"In zwei Jahren fliegt uns das Bankensystem um die Ohren"

"Der Chef der Bankenaufsicht ist beklagenswert überfordert

MONEY: Was läuft dann schief? Schauen die Aufseher weg, oder sind sie einfach inkompetent?

Krall: Ich glaube nicht an Verschwörungstheorien, ich glaube an die Inkompetenz. Den Chef der EBA, die als EU-Aufsichtsbehörde die Federführung bei der Stresstestmethodik hatte, Andrea Enria, muss man leider als beklagenswert überfordert ansehen. Man will die unbequeme Wahrheit aber auch ausblenden, nämlich dass die Zinspolitik das ganze System massiv destabilisiert. In Wahrheit werden nur die Staaten im Süden gestützt, der Kollateralschaden im Bankensystem ignoriert.
MONEY: Sie sprechen von der Geldpipeline von Frankfurt nach Sizilien. Geht die Rechnung wirklich so einfach?

Krall: Italien wäre pleite ohne die Zinspolitik von Herrn Draghi. Am Anfang wurde die Angst vor einer Deflation als Grund vorgeschoben. Aber darum ging es nie. Es sollte Zeit dafür gekauft werden, um alles in den Griff zu kriegen. Aber Italien & Co. haben keine Anreize zu sparen.

MONEY: Weil Geld so billig ist ...

Krall: Das ist ja der Witz an der Sache. Es war noch nie so billig, verantwortungslos zu sein."


Quelle: Interview mit Autor des "Draghi-Crashs"Insider warnt: "In zwei Jahren fliegt uns das Bankensystem um die Ohren"

Ob es in zwei oder zehn Jahren sein wird, da sind sich viele nicht sicher, dass der Crash kommen wird, wird von keinem Fachmann angezweifelt. In Tichys Einblick wurde das Thema ebenfalls aufgegriffen:
3.000 Milliarden Euro an deutschem Volksvermögen stehen auf dem Spiel. Markus Krall ist aus guten Gründen überzeugt: Der Crash wird so sicher kommen wie das Amen in der Kirche!

Treiber in diesem Spiel ist auch die merkelsche Umverteilung deutscher Gelder an die EU und damit an die nicht mehr wettbewerbsfähigen südlichen Länder Europas. Die von Merkel initiierte Griechenlandrettung verschlang Unsummen und brachte dafür die AfD auf den politischen Plan. Mit der Grenzöffnung hat Merkel der AfD zweistellige Umfragewerte beschert und sicherte dieser Partei den Einzug ins Parlament. Als der Innenminister verkündete, dass die EU Länder die keine Flüchtlinge aufnehmen mit Strafen belegen würde, war der Wahlkampf in Polen in vollem Gange. Daraufhin kletterten die Umfragewerte der PiS Partei nach oben. Schließlich gewann sie den Wahlkampf und stellte die Regierung (Die Getriebenen). Hans Werner Sinn sagte in einem Vortrag, dass das ausschlaggebende Quäntchen für den Brexit, Umfragen zufolge, die Merkels Flüchtlingspolitik war. Die Bundeskanzlerin darf für sich in Anspruch nehmen nicht nur die deutsche, sondern auch die europäische Politik in den Ruin getrieben zu haben.

#7 RE: EU von W.L. 09.09.2018 18:10

Das merkelsche Glaubensbekenntnis, Griechenland müsse im Euro bleiben und das sei alternativlos,
erweist sich als politischer Irrsinn,
bestätigt von Hans Werner Sinn (Ex Ifo-Chef), abgenickt von Christian Lindner (FDP).



Getragen wird Merkel von 30% der deutschen Wähler, die noch immer nicht glauben können, dass diese Politikerin untragbar ist.

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