#1 Quanten als Träger globalen Bewusstseins von W.L. 13.06.2017 12:28

Im Zuge der immer besser werdenden Methoden der Chaostheorie wandte man diese auch auf die Quantenwelt an. Dabei betrachtet man die Elektronen als chaotisches System von Punktmassen und untersuchte deren Verhalten mit den neuen mathematischen Methoden.

Diese neue Technik ermöglichte es Rauschgeneratoren zu bauen, welche das Quantenrauschen der Elektronen in den Atomen verstärkten und geringste Abweichungen messen, konnte. Da nun die Quantenwelt erstmals so verstärkt werden konnte, dass sie hör- und sichtbar wurde, startete man eine Versuchsreihe, einer vollkommen neuen Art:

Einflüsse des Bewusstseins auf die Quantenwelt

An der Princeton-Universität in New Jersey USA, die als eine der angesehensten Universitäten der Welt gilt, wurde 1980 das PEAR Laboratorium (Princeton Engineering Anomalies Research) gegründet. Ziel der dortigen Forschungen ist der Einfluss des menschlichen Bewusstseins auf empfindliche, elektronische Geräte, wie etwa Rauschgeneratoren.

Erste Versuche wurden mit einzelnen Testpersonen, zur gezielten Beeinflussung eines Rauschgenerators durchgeführt. Dabei geht es z. B. um die Frage ob und wie das Quantenrauschen durch bloße Gedankentätigkeit der Testpersonen beeinflusst werden kann.

Weitere Versuche richten sich auf eine unbewusste Beeinflussung der Rauschgeneratoren. Dazu wurde ein Roboter an einen Rauschgenerator gekoppelt, der je nach Zustand des Rauschens zufällig seine Fahrtrichtung ändert. Anschließend wurden junge Küken darauf trainiert, diesen Roboter als ihre Mutter zu akzeptieren. Wenn die Küken in einem Käfig eingeschlossen wurden und der Roboter sich in diesem Bereich bewegte konnte festgestellt werden, dass er sich überwiegend in der Nähe der Küken aufhielt. Der Wunsch der Küken, ihre Mutter solle zu ihnen kommen hat das Rauschen im Zufallsgenerator des Roboters so stark beeinflusst, dass er sich letztlich wirklich in der Nähe der Küken aufhielt.

Ein ähnlicher Versuch wurde auch mit Testpersonen durchgeführt, die in dem Raum schlafen sollten, wo sich der doch recht laute Roboter bewegte. Durch den unbewussten Wunsch der Testperson, der Roboter solle sich von ihr weg bewegen, hielt sich der Roboter auch tatsächlich die meiste Zeit in großer Entfernung zur Testperson auf.

Das derzeit größte Projekt ist das GCP Projekt (Global Consciousness Project), bei dem Langzeitaufzeichnungen mit vielen, über den ganzen Erdball verteilten Rauschgeneratoren durchgeführt werden. In diesen Daten wird vor allem der Einfluss des globalen Bewusstseins sichtbar, wenn die Gedanken vieler Menschen auf die gleiche Sache ausgerichtet sind. Zu globalen Feierlichkeiten, wie etwas zu Silvester werden die Daten der Rauschgeneratoren gezielt ausgewertet. Dafür werden sie entsprechend den Zeitzonen versetzt übereinandergelegt. So konnte über mehrere Jahre hinweg immer am 31.12 um Mitternacht herum ein Abfall in der Varianz der Zufallsdaten festgestellt werden. Ebenso werden die Daten zu großen Naturkatastrophen oder Terroranschlägen analysiert. So konnte nach den Anschlägen vom 11. September ein Anstieg in der Varianz der Zufallszahlen beobachtet werden.

Quantenchaos Grundlage einer neuen Technologie
Dort unter Punkt 4.2, Einflüsse des Bewusstseins

The Global Consciousness Project

#2 RE: Quanten als Träger globalen Bewusstseins von W.L. 21.03.2018 16:11

Die Ergebnisse der Quantenphysik beeinflussen viele gesellschaftliche Diskussionen und fanden Eingang in beinahe alle esoterischen Zirkel.

Quantenheilung:
"Die sogenannte Quantenheilung wurde Ende der 1980er Jahre von dem US-amerikanischen Chiropraktiker Frank Kinslow erfunden und wird in Büchern und im Internet mit dem Werbeslogan Wirkt sofort – und jeder kann es lernen! propagiert. Die Quantenheilung folgt keinem stringenten wissenschaftlichen Ansatz, sondern bedient sich pseudowissenschaftlicher Elemente. Sie verspricht den Patienten „Harmonie in gesundheitlichen, finanziellen und partnerschaftlichen Angelegenheiten“. Dies soll nach Angaben der Anwender durch das Ordnen eines postulierten „Energiefeldes des Körpers“ auf Quantenebene erfolgen. Hierzu berührt der Behandler den Körper des Behandelten an zwei Punkten, um so sein vorgebliches Quantenfeld einzugrenzen. Ein bekannter „Quantenheiler“ ist Deepak Chopra.
...
Vertreter der Quantenheilung behaupten, die Methode sei so alt wie die Menschheit selbst, „jedem Einzelnen von uns wurde die Gabe der Heilung in die Wiege gelegt“ und auch die Hawaiianer würden sie schon seit Jahrhunderten praktizieren, „und sicherlich auch andere Völker auf die eine oder andere Art und Weise“. So soll die Methode, grundsätzlich etwa dem Handauflegen entsprechend, bereits vor 3000 Jahren von Urvölkern praktiziert worden sein."

Wikipedia/Quantenheilung

Im Wesentlichen ist Quantenheilung eine Art positiven Denkens verbunden mit der aus Indien und China kommenden Überlieferung feinstofflicher Körper und Energieflüsse. Aus Indien kam die Lehre von den Chakren und der unterschiedlichen feinstofflichen Körper und Energieebenen, aus China die Akupunktur. Eines der ersten Bücher über positives Denken kam von Joseph-Murphy Die Macht Ihres Unterbewusstseins. Es folgten viele Nachahmer, bis hin zu The Secret

"Pseudowissenschaftliche Elemente", wie im Wikipediaartikel erwähnt, lassen sich in zwei Kategorien einteilen.
Die erste Kategorie sind diejenigen, die in Verschwörungstheorien münden und den Nachsucher von aktuellen gesellschaftlichen Diskussionen abkapseln.
Die zweite Kategorie sind diejenigen, die man selbst ausprobiert um zu sehen, ob sie dienlich sind oder etwa fruchtbare Anregungen zu aktuellen wissenschaftlichen Problemstellungen bergen. Dazu gehören alle Arten der Sammlung, von Yoga bis Zen. Aber ebenso positives Denken, etc. Die damit verknüpften Philosophien sind i. d. R. aus Indien oder China und uralt.

Quantenbewusstsein: "Stuart Hameroff schlug in den 90'er Jahren vor, dass Elemente des Zytoskeletts, die sogenannten Mikrotubuli zur Informationsverarbeitung von Zellen genutzt werden. Er argumentierte dass insbesondere im Nervensystem die Mikrotubuli die Basiseinheit der Informationsverarbeitung sind und nicht die Nervenzellen selbst. Diese Idee konkretisierte er in den Folgejahren zusehends unter Einbeziehung der Arbeiten von Roger Penrose.
Roger Penrose vertritt die Hypothese, dass das Gehirn Funktionen durchführt, die kein finiter Algorithmus durchführen kann und dass manche Denkprozesse fundamental nicht-algorithmisch sind. Das bedeutet, dass solche Funktionen nicht auf einer Turingmaschine modelliert werden können. Die fehlende Zutat um diese nicht-algorithmischen Rechnungen physikalisch zu realisieren sei im Wesentlichen ein derzeit im Einzelnen noch unbekannter quantenmechanischer Effekt, insbesondere eine Form des deterministischen Kollaps der Wellenfunktion, die er Objective Reduction (OR) nennt, und die auf der von ihm entwickelten Interpretation der Quantengravitation beruht. Diese Ideen entwickelte Roger Penrose ohne eine konkreten Vorschlag, wo diese hypothetischen Prozesse verortet sind. Stuart Hameroff ergänzte diese Theorien dahingehend, dass Mikrotubuli die Orte im Gehirn sein könnten, wo Quantenmechanismen wirken. Beide zusammen formalisierten ihre Idee als das Orchestrated Objective Reduction Model des Bewusstseins."

Wikipedia/Stuart_Hameroff

Der Weg den Hameroff und Penrose vorgeben könnte in Zukunft zu einer wissenschaftlichen Untermauerung uralter Vorstellungen führen. Die Vorstellung von der Einheit der Welt, wie sie in Indien im Advaita Vedanta bereits ausformuliert wurde. Im 19. Jh. kam es zu einer Neuauflage im deutschen Idealismus. Philosophen wie Kant, Fichte, Hegel und Schopenhauer sind die Zentralfiguren dieser Epoche. Ebenso gab es diese Vorstellung aber auch bei vielen Philosophen wie Platon, Pythagoras von den Vorsokratikern bis zu den Neupythagoreern. Auch im Mittelalter gab es Mystiker, die eine Philosophie der Einheit verkündeten:

"Darum sage ich: wenn sich der Mensch von sich selbst und von allen geschaffenen Dingen abkehrt, so weit du das tust, so weit wirst du geeint und beseligt in dem Fünklein der Seele, das nie Zeit oder Raum berührt hat."
Meister Eckhard

Jakob Böhme, kurze Vita, seine Wirkungsstätte, seine Erleuchtung

Mystik in der Philosophie Artur Schopenhauers
G.W.F. Hegel, Lichtwesen
Johann Gottlieb Fichte, Philosoph des Advaita

#3 RE: Quanten als Träger globalen Bewusstseins von W.L. 22.03.2018 12:03

Letztlich ist "Quantenbewusstsein" eine etwas plumpe Zuspitzung von philosophischen Forderungen, die sich aus dieser neuen Physik ergeben. Der erste Autor der zweiten Hälfte des 20. Jh., der sich dieser Frage angenommen hatte, war Fritjof Capra in Das Tao der Physik und Carl Friedrich von Weizsäcker in Yoga und die Evolution des Bewusstseins - Die wissenschaftliche Grundlage der spirituellen Erfahrung sowie Die Einheit der Natur, gesammelte Vorträge von Carl_Friedrich_von_Weizsäcker

Nicht zu vergessen Hans-Peter Dürr, langähriger Weggefährte Werner Heisenbergs.



Dürr, Hans-Peter: Materie, Bewusstsein und Wirklichkeit

Mystiker der Moderne:
"Hohe Gleichrangigkeit", ein Erlebnisbericht von Franklin Merrel-Wolff
Elisabet Haich
Gopi Krishna

#4 RE: Quanten als Träger globalen Bewusstseins von W.L. 22.03.2018 15:23

Sir John Carew Eccles (1903 - 1997)

Eine weitere Theorie der gegenseitigen Einflussnahme des Bewusstseins und der Quantenwelt stammt von Sir John Carew Eccles (1903 - 1997), Nobelpreis Eccles, Hodgkin und Huxley im Jahre 1963.

"Eccles beschäftigte sich auch philosophisch mit dem Problem des Bewusstseins. Für ihn stand fest, dass nur der Mensch ein „Ich-Bewusstsein“ besitzt. Dieses sei von Zeugung an im Menschen angelegt und entwickle sich durch die Beziehung zur Außenwelt in den ersten Lebensjahren. Eccles lehnte einen strikten Materialismus, also die Position, das Bewusstsein lasse sich auf rein physikalische und chemische Prozesse zurückführen, ab. Er verglich etwa das Gehirn mit einem Computer und das „Ich“ mit dessen Programmierer. Seine Vorstellung von der Interaktion zwischen Gehirn und immateriellem Bewusstsein stellte Eccles in den 1970er Jahren zusammen mit dem Philosophen Karl Popper in dem Buch The Self and its Brain vor (deutsch: Das Ich und sein Gehirn). Er griff dabei auf Poppers Drei-Welten-Lehre zurück und behauptete, dass es bestimmte Regionen in der linken Gehirnhälfte gebe, die eine Interaktion der materiellen „Welt 1“ mit der mentalen „Welt 2“ ermöglichten.

Vermutungen, wie diese Interaktion ablaufen könnte, stellte Eccles erst in hohem Alter an, angeregt von Ideen des deutschen Physikers und Philosophen Henry Margenau. Er postulierte, dass kleinste Prozesse auf Ebene der Quantenphysik hinreichend seien, um die Ausschüttung von Neurotransmittern zu beeinflussen und schloss, dass die Wirkung eines energie- und masselosen Geistes auf das Gehirn somit durch eine Beeinflussung der quantenmechanischen Wahrscheinlichkeitsfelder erklärbar werde. Kritiker weisen darauf hin, dass dieser Vorschlag das Erklärungsproblem des Interaktionismus nur verlagere, da nunmehr die Art der Interaktion zwischen Geist und Wahrscheinlichkeitsfeld ungeklärt sei. Trotz eines enormen Respekts vor seinem wissenschaftlichen Lebenswerk wird Eccles’ Position zum Leib-Seele-Problem, aus der er auch Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod schöpfte, heute zumeist als unplausibel betrachtet und als Beispiel dafür gesehen, wie stark das Denken vieler Hirnforscher von religiösen Überzeugungen und von einem interaktionistischen Dualismus im Sinne René Descartes geprägt sei."

wikipedia/John_Carew_Eccles/Philosophische_Position

Siehe auch: Beeinflussen Quanten unser Bewusstsein? Focus, 29.08.2008

Die letzte Passage: "Kritiker weisen darauf hin, dass dieser Vorschlag das Erklärungsproblem des Interaktionismus nur verlagere, da nunmehr die Art der Interaktion zwischen Geist und Wahrscheinlichkeitsfeld ungeklärt sei. Trotz eines enormen Respekts vor seinem wissenschaftlichen Lebenswerk wird Eccles’ Position zum Leib-Seele-Problem, aus der er auch Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod schöpfte, heute zumeist als unplausibel betrachtet und als Beispiel dafür gesehen, wie stark das Denken vieler Hirnforscher von religiösen Überzeugungen und von einem interaktionistischen Dualismus im Sinne René Descartes geprägt sei."

Die Hybris der Kritiker in ihrer Pose der Überlegenheit schöpft und stützt sich letztendlich aus dem Mainstream völlig absurder populärwissenschaftlicher Darstellungen. Der Seher nimmt es z.B. hin, wenn etwa gesagt wird, die Rekombination bei der Verschmelzung des Spermiums mit der mütterlichen Eizelle innerhalb weniger Sekunden sei so etwas wie ein Zelt, das sich von selbst aufbaue, nur eine Milliarde mal komplexer.

Da bei der Befruchtung zwei Geschlechtszellen miteinander verschmelzen, ergeben sich für die Nachkommenschaft eines Menschenpaares theoretisch 223 · 223 = 246 (≈ 70 Billionen) Möglichkeiten bezüglich der Neukombination von Chromosomen ...
wikipedia/Rekombination_(Genetik)/Interchromosomale_Rekombination

Wir lernen: Unter Befruchtung versteht man das Eindringen des männlichen Gameten (Spermium) in den weiblichen Ga- meten (Ei) und die anschließende Fusion der beiden Zell- kerne. ... Eies wird innerhalb von wenigen Sekunden
Lehrbuch Zoologie, 3.4 Befruchtung

Verschwörung der Schwachsinnigen
Binnen weniger Sekunden also sind Millionen von Gensequenzen mit 70 Billionen möglichen Kombinationen genau an der richtigen Stelle und bilden einmal den Menschen aus, der Mutter und Vater ähnelt. Uns wird nun gesagt, das ginge von selbst. Das zu glauben ist nicht nur 70 Billionen mal bornierter als zu glauben die Erde sei eine Scheibe, sondern zeugt von einer völligen Blockade jeglicher Vernunft im gesamten Apparat der lehrenden Institutionen. Wenn man so will, eine Verschwörung der Schwachsinnigen. Ich jedenfalls glaube nicht an selbstaufbauende Zelte und schon gar nicht, wenn sie eine Milliarde Mal komplexer sind als ein Zelt. Wer um alles in der Welt hat sich diesen Schwachsinn ausgedacht? Alternativ zum Verschweigen eigner Unkenntnis müsste man zugeben, dass wir nicht einmal eine blasse Ahnung haben, wie das vor sich geht. Das Schweigekartell zu dieser Situation befindet sich mental nicht im Mittelalter, sondern in der Steinzeit.

Siehe auch: Sigfried Scherer über Evolution
Für Ungeduldige: https://youtu.be/k44hdQrIg6M?t=1985
Außer der christlichen Sicht gibt es auch die Sicht der Buddhisten und die aus dem Hinduismus entwickelte Philosophie Advaita Vedanta. Sowie die deutschen Idealisten: G.W.F. Hegel, Lichtwesen und auch Einstein über Theosophie

"Die Natur zu betrachten bringt zum Staunen, wirklich. Wenn sie Vögel oder Wildblumen betrachten und nicht ein gewisses Staunen empfinden, dann stimmt etwas nicht."
J. Maynard-Smith, Evolutionsbiologe, 1997

"Das funktionelle Design von Organismen und ihre Eigenschaften scheinen für die Existenz eines Designers zu sprechen."
Francisco Alaya Evolutionsbiologe

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