#1 Was ist ein Einwanderungsland von W.L. 17.12.2017 11:12

Kanada

Die Besiedlung durch Indianer (First Nations) begann spätestens vor 12.000 Jahren, die Inuit folgten vor rund 5000 Jahren. Ab dem späten 15. Jahrhundert landeten Europäer an der Ostküste und begannen um 1600 mit der Kolonisierung.
wiki/Kanada/Kolonialisierung

Die Vertreibung und Missachtung der indigenen Bevölkerung wird bei Wikipedia kaum thematisiert.

Die Interessen der indigenen Bevölkerung werden staatlicherseits vom „Department of Indian Affairs and Northern Development“/„Affaires indiennes et du Nord“ vertreten, dem das Indianergesetz von 1876 zugrunde liegt. Sie selbst sehen sich allerdings eher in eigenen Organisationen, wie der Versammlung der First Nations oder anderen Organisationen vertreten. Sie berufen sich auf die Verträge, die mit Kanada und Großbritannien geschlossen worden sind, wie die Numbered Treaties, auf allgemeine Menschenrechte und auf Entscheidungen der oberen Gerichtshöfe in Großbritannien und Kanada.

Die Indianer besitzen erst seit 1960 das volle Wahlrecht. Den Inuit steht seit 1999 ein eigenes Territorium namens Nunavut zur Verfügung.


Die Kolonialisierung und die darauffolgende Besiedelung Kanadas wurden durch die Vertreibung und Missachtung der in der Minderzahl befindlichen Indianer erst möglich. Erkennbar ist dies einfach dadurch, dass die Kultur der Einwanderer durch jene der indigenen Bevölkerung überhaupt nicht beeinflusst wurde. Die Einwanderer brachten eine völlig andere Kultur mit und ignorierten und missachteten die Kultur der vorhandenen Bevölkerung.

USA

In den USA gibt es zwar einige Holocaust Gedenkstätten und das United States Holocaust Memorial Museum, aber keine Gedenkstätten die an die Vernichtung der Indianer und die Versklavung der Schwarzen erinnern.

Zur Vernichtung der Indianer vertreten einige Historiker die Auffassung, dass wir es mit einem Völkermord zutun haben.
Völkermord in Amerika
Zahlen und Fakten über die Ausrottung der Indianer
Von Marianne von Matuschka, Mai 1971


Das letzte Kapitel:
Der Trail of Tears war die Umsiedlung von 5 Indianerstämmen aus dem fruchtbaren Südosten der USA in den eher kargen Westen in ein Indian Territory auf dem heutigen Gebiet von Oklahoma. Betroffen waren die Cherokee, Chickasaw, Choctaw, die Seminolen und die Muskogee (auch Creek), insgesamt wurden über 15.000 Menschen umgesiedelt.
Der ca. 1.200 km lange Marsch wurde von US-Soldaten begleitet, dabei kamen etwa ein Viertel der Indianer durch Krankheit und Erschöpfung ums Leben. Per Gesetz wurde die Vertreibung vom Kongress im Frühjar 1830 verabschiedet, was als Indian Removal Act in die Geschichte einging. Dieses Landabtretungs- und Umsiedlungsgesetz stand im krassen Gegensatz zu der Verfassung der Vereinigten Staaten von 1787 und der Bill of Rights von 1791


Auch hier gilt: Die Kolonialisierung und die darauffolgende Besiedelung der USA wurden durch die Vertreibung und Missachtung der in der Minderzahl befindlichen Indianer erst möglich. Erkennbar ist dies einfach dadurch, dass die Kultur der Einwanderer durch jene der indigenen Bevölkerung überhaupt nicht beeinflusst wurde. Die Einwanderer brachten eine völlig andere Kultur mit und ignorierten und missachteten die Kultur der vorhandenen Bevölkerung.

Australien, Südamerika

Analog geschah dies in Australien und in den Ländern Südamerikas, die erst durch die Kolonisierung entstanden. So handelten etwa Spanien und Portugal untereinander aus, dass Portugal die Länder nördlich des Äquators, Spanien die Länder südlich davon bekommen sollten. Dadurch vermied man Streitigkeiten.

In allen Fällen dieser als Einwanderungsländer bezeichneten Staaten gab es zwei Phasen der Einwanderung:

Die Pionierphase: Pioniere erkämpften die ersten Territorien, ermordeten die indigene Bevölkerung. Plünderten deren Siedlungen und Städte. Damit einher ging die Auslöschung der Kultur der indigenen Bevölkerung durch Ermordung ihrer Führer und geistiger Oberhäupter.

Die Besiedelungsphase: Erst als die indigene Bevölkerung keinen nennenswerten Widerstand mehr leistete und deren Kultur als rückständig und primitiv deklariert war, konnten reguläre Siedler ihre Kultur ins Land bringen und dort einwandern.

Deutschland ein Einwanderungsland?

Man mag den Grad der Verwirrung in der aktuellen politischen und gesellschaftlichen Diskussion ermessen, wenn etwa behauptet wird, Deutschland sei ein Einwanderungsland. Ja, vielleicht ist es das aus der Perspektive derer die Einwandern, wenn man da und dort Stimmen hört, die behaupten: "Deutschland wird im Jahre 2050 muslimisch sein"

Der Faktenfinder zum Thema: Wird Deutschland 2050 ein islamischer Staat? zeigt deutlich, dass wir es bei den Einwanderern mit einer Kultur zutun haben deren Etablierung in Europa offenbar unerwünscht ist, oder zumindest Unbehagen auslöst. Wäre es anders, gäbe es den Faktenfinder zu diesem Thema nicht. Vor Italienern, Spaniern, Polen und anderen Einwanderern, die unsere Demografielücke und den Fachkräftebedarf decken, müssen wir uns nicht fürchten, wir brauchen sie. Diese letzteren Aussagen sind nicht rassistisch, auch ein Begriff der missbräuchlich Verwendung findet, sie klären lediglich den Unterschied zwischen Allochthon (Kulturfremd) und Autochthon (Kulturverträglich)

Um nur ein Schlaglicht zu setzen. Horst Seehofer sagte auf dem gestrigen CSU Parteitag Folgendes: "Wir wollen keine Scharia sondern wir halten uns an das Grundgesetz". Das impliziert, dass die Scharia nicht grundgesetzkonform ist, das ist korrekt. Ob Seehofer aber weiß, dass die Scharia und der Islam nicht zu trennen sind, was bedeutet, dass der Islam und die ihn begleitende Scharia nicht grundgesetzkonform sind. Ebendies sagte ein AfD Politiker im deutschen Bundestag und erntete wütende Proteste. Der Grad an begrifflicher Verwirrung spiegelt sich in der Instabilität der politischen Situation. Die Medien tagen daran eine erhebliche Schuld.

Unter den in Deutschland lebenden Menschen mit türkischen Wurzeln findet fast jeder Zweite die islamischen Gebote wichtiger als die deutschen Gesetze. Bei einer repräsentativen Umfrage durch das Meinungsforschungsinstitut Emnid stimmten 47 Prozent der befragten Muslime mit türkischen Wurzeln dem Satz zu "Die Befolgung der Gebote meiner Religion ist für mich wichtiger als die Gesetze des Staates, in dem ich lebe".
Umfrage, Viele Türken finden Koran wichtiger als Grundgesetz, 17. Juni 2016

Die Scharia ist jene Gesetzgebung, die für die Mehrheit der Muslime (Sunniten und Schiiten) bindend ist.

Da etwa zwei Drittel aller Türken Sunniten sind ist bei einem Drittel anzunehmen, dass sie in der dritten Generation integriert sind. Für die Hälfte ist die Scharia der Umfrage zufolge bindend. Man darf also hoffen, dass für ein Sechstel der religiös orientierten, die Scharia nicht als bindend erachtet wird. Es ist die Hoffnung der Einwanderungsbefürworter, dass sich die muslimische Gesellschaft irgendwann vollständig integrieren wird. Dass sie ihren Islam nicht mehr politisch, sondern spirituell verstehen werden.

Was der politische Islam bedeutet, versteht man schnell, wenn an den sensiblen Punkten gerührt wird, wie etwa die Anerkennung Jerusalems als israelische Hauptstadt durch Trump. Plötzlich demonstrieren Muslime von Oslo bis zu den Philipinen und Judenhass (Der Focus) wird öffentlich:
-> Jerusalem Gründungsmythos dreier Religionen

Man darf auch fragen, was wäre, wenn während eine NPD-Demo unter heil Hitler Rufen eine israelische Flagge vor dem Brandenburger Tor verbrannt worden wäre? Das ist inzwischen sogar der Bild aufgefallen: Warum demonstriert niemand gegen muslimischen Antisemitismus?

Es gibt ernst zu nehmende Meinungen und auch viele gehirnerweichende TV Diskussionen vermitteln den Eindruck, wir wären tatsächlich ein Einwanderungsland geworden. Unsere Werte und unsere Kultur werden nur noch von wenigen Aborigines verteidigt und ernst genommen, die aber letztlich zum Aussterben verurteilt seien.

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