#1 Die Germanen, Begründer des Zeitalters in dem wir leben von W.L. 10.03.2018 14:29

Nach dem Ende des Deutschen Reichs (800 - 1800) brach eine Zeit der Revolutionen an. In Frankreich wurde die französische Aufklärung zum Leitbild aller europäischen Demokratien. Im Schatten der großen französischen Aufklärer kam es zum Schlachtfest der Französischen Revolution.

Der deutsche Idealismus mit Kant, Fichte, Schelling, Hegel, Schopenhauer
In Deutschland wurde im 19. Jahrhundert eine Philosophie entwickelt, die das Potenzial besitzt, die ebenso in Deutschland entwickelte Quantenphysik mit dem erforderlichen philosophischen Unterbau zu versehen. Seit der Blüte der griechischen Philosophie Platons und Aristoteles gab es nicht Vergleichbares. Immanuel Kant entwickelte eine Philosophie, die sich einzig und allein auf den reinen Intellekt stützt und alleine damit in der Lage ist Welt und Mensch im Innersten zu erkennen. Kant hatte mit dem kategorischen Imperativ eine Ethik begründet, die sich ebenfalls nur auf das reine Denken stützt. Damit war der französischen Aufklärung ein philosophischer Unterbau gegeben. Die Aufklärung konnte nun eine eigene Ethik begründen ohne sich auf Religion und Glaube stützen zu müssen. Damit wurde der christlichen Religion die Reißzähne der Unterdrückung gezogen. Das Christentum durfte sich nun nur noch ausschließlich auf ihre etischen Grundsätze berufen, wenn sie überleben wollte. Damit waren die Grundlagen für alle modernen Demokratien gelegt. All das wurde in Frankreich und Deutschland geleistet.

Mystik in der Philosophie Artur Schopenhauers
Ludwig Feuerbach (Religionsformen als Marker einer Entwicklung des Bewusstseins)
G.W.F. Hegel
Martin Heidegger im Gespräch mit einem Buddhisten
Johann Gottlieb Fichte, Philosoph des Advaita

Max Planck, Begründer einer neuen Welt-Epoche
An der Wende von 19. zum 20. Jahrhundert wurde in Deutschland ein weiteres epochales Kapitel der Weltgeschichte eröffnet. Es ist das Zeitalter der Quantenphysik, das noch andauert und philosophische Antworten einfordert, die wir noch nicht im Blick haben. Begründet wurde diese neue Zeit durch Max Planck. Beteiligt waren Physiker aus ganz Europa, maßgeblich jedoch deutsche und österreichische, dänische Physiker wie etwa Werner Heisenberg, Arnold Sommerfeld, Wolfgang Pauli, Erwin Schrödinger(Österreicher), Niels Bohr(Dänemark) u. v. a. Albert Einstein begründete die moderne Kosmologie. Es waren die Nachfahren der Germanen, die wie vor ihnen Ägypten, Griechenland und Rom eine Hochkultur entwickelten. In dieser Entwicklung stehen wir noch heute.



Mit der Quantenphysik wurde die Philosophie Indiens, wie auch die Philosophie Platons und Pythagoras bestätigt. Deutsche Philosophen und Physiker haben Weltgeschichte geschrieben und den Blick in geistigen Sphären eröffnet in die jemals Menschen zu schauen imstande waren:
Harmonik und Quantenphysik, Zitate berühmter Physiker

Diese Leistungen werden in zweitausend Jahren noch immer in den Geschichtsbüchern stehen, wie übrigens auch die Leistungen deutscher Komponisten, Forscher, Biologen und Pioniere aller Gattungen. Zu erwähnen ist dies ausdrücklich angesichts einer Geschichtsbetrachtung, die in der Zeit zwischen 1933 - 1945 hängen geblieben ist.

Die Platonischen Zeitalter
Diese Geschichte wird auch von dem Historiker Christopher Clark in sechs TV-Folgen dargestellt :Deutschland Saga
Was ich hier jedoch versuchen werde, ist die Darstellung aus der Perspektive der Platonischen Zeitalter. Damit soll die Geschichte vor allem in der Mitte Europas, aber ebenso auf dem ganzen Kontinent skizziert werden.

#2 RE: Die Germanen, Begründer des Zeitalters in dem wir leben von W.L. 11.03.2018 19:05

Die ganze Geschichte ist natürlich etwas zu kurz gekommen. Ich werde das Zug um Zug nachholen. Die dazugehörige Theorie ist eine astrologische Theorie, die bereits bei Platon als platonisches Jahr bekannt war. Dieser Theorie zufolge entwickeln sich Kulturen und deren Werte aufgrund von himmlischen Einflüssen. Besungen wurde die Grundthese bereits im alten Testament.



Der Text zu dieser Komposition von Pete Seeger entstammt dem Alten Testament:
DER PREDIGER SALOMO (KOHELET).
Alles hat seine Zeit
1 Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde:

2 Geboren werden hat seine Zeit, sterben hat seine Zeit; pflanzen hat seine Zeit, ausreißen, was gepflanzt ist, hat seine Zeit;
3 töten hat seine Zeit, heilen hat seine Zeit; abbrechen hat seine Zeit, bauen hat seine Zeit;
4 weinen hat seine Zeit, lachen hat seine Zeit; klagen hat seine Zeit, tanzen hat seine Zeit;
5 Steine wegwerfen hat seine Zeit, Steine sammeln hat seine Zeit; herzen hat seine Zeit, aufhören zu herzen hat seine Zeit;
6 suchen hat seine Zeit, verlieren hat seine Zeit; behalten hat seine Zeit, wegwerfen hat seine Zeit;
7 zerreißen hat seine Zeit, zunähen hat seine Zeit; schweigen hat seine Zeit, reden hat seine Zeit;
8 lieben hat seine Zeit, hassen hat seine Zeit; Streit hat seine Zeit, Friede hat seine Zeit.

9 Man mühe sich ab, wie man will, so hat man keinen Gewinn davon.
10 Ich sah die Arbeit, die Gott den Menschen gegeben hat, dass sie sich damit plagen.
11 Er hat alles schön gemacht zu seiner Zeit, auch hat er die Ewigkeit in ihr Herz gelegt; nur dass der Mensch nicht ergründen kann das Werk, das Gott tut, weder Anfang noch Ende.
12 Da merkte ich, dass es nichts Besseres dabei gibt als fröhlich sein und sich gütlich tun in seinem Leben.
13 Denn ein Mensch, der da isst und trinkt und hat guten Mut bei all seinem Mühen, das ist eine Gabe Gottes.
14 Ich merkte, dass alles, was Gott tut, das besteht für ewig; man kann nichts dazutun noch wegtun. Das alles tut Gott, dass man sich vor ihm fürchten soll.
15 Was geschieht, das ist schon längst gewesen, und was sein wird, ist auch schon längst gewesen; und Gott holt wieder hervor, was vergangen ist.

Nach der Einführung in Vers 1 folgen 2 x 7 Verse.
Nicht zufällig sind es in jeder Zeile 4 Begriffe, die in den Versen 2 bis 8, also in sieben Versen genannt werden.
4 x 7 sind 28 Begriffe. Vier in jedem Vers.
Vers 9 bis 15 sind wieder sieben Verse.

Zusammen also 1 + 7 + 7 Verse.

Nicht zu leugnen also eine Struktur, die auf der Zahl Sieben fußt. Ein Hinweis auf die zentrale Bedeutung dieser Zahl, wie sie etwa in der Menorah der Juden kultisch zum Ausdruck kommt?
Der Hinweis auf einen Zyklus ist mit der Zahl 28 gegeben (Verse 2 - 8). "Die Zusammenfassung von sieben Tagen zu einer Einheit von einer Woche kann mit der Länge eines Monats (Mondes) erklärt werden, der etwas mehr als 28 Tage umfasst. Die vier Mondphasen (Neumond, zunehmender Halbmond, Vollmond, abnehmender Halbmond) erlauben dann eine naheliegende Einteilung der 28 Monatstage in vier Wochen zu je sieben Tagen."
Wikipedia/Woche

Der Umlauf des Mondes könnte der Versstruktur dieser Bibelstelle zugrunde liegen. Die Idee eines immerwährenden Umlaufes, wie der Tag und das Jahr. Die Juden haben eine komplexe Überlieferung, mit der sie Zahlenschlüssel in verschiedenen Texten und Worten codierten, die Kabbalah.

Das Platonische Jahr

Astronomisch, der Schnittpunkt zwischen Ekliptik und Äquatorebene. Um die Festlegung der Tierkreiszeichen, die dieser Punkt durchwandert gibt, es keine Einigkeit. Der historische Prozess zeigt, dass es diese Zeichenwirkungen gibt.

#3 RE: Die Germanen, Begründer des Zeitalters in dem wir leben von W.L. 12.03.2018 15:08

Es geht um einen kosmischen Zyklus,
der als Lehre von den
platonischen Zeitaltern bekannt wurde.




Obgleich eine historisch exakte Bestimmung unmöglich ist, muss der Theorie dennoch genüge getan werden.

Astronomisch handelt es sich um die sog. Präzession. Die Erde zieht ihre Bahn um die Sonne. Dabei liegt diese Bewegung einer Ebene, die Ekliptik genannt wird. Gleichzeitig dreht sich die Erde einmal alle 24 Stunden um ihre Achse und am Äquator beschreibt ein Punkt auf der Erde einen Kreis, der ebenfalls in einer Ebene, der Äquatorebene liegt. Beide Ebenen sind gegeneinander geneigt und die entsprechenden Kreise schneiden sich in zwei Punkten, den Äquinoktialpunkten. Einer dieser Punkte ist der Frühlingspunkt. Steht die Sonne dort, so wird am folgenden Sonntag Ostern gefeiert.
Die Präzession von Dr. Norbert Gasch

Der tropische Tierkreis beginnt stets am Frühlingspunkt. Die Astrologie arbeitet also nicht mit den Sternzeichen, die erst im 19. Jh. festgelegt und deren Grenzen willkürlich gezogen wurden. Die Astrologie arbeitet mit einer reinen Kreisteilung, die am Frühlingspunkt beginnt. Man könnte also die Tierkreiszeichen als harmonische Teilung des Vollkreises ansehen und die Tierkreiszeichen als Musik des Vollkreises. Der Grundton bildet immer der Frühlingspunkt.

Dieser Frühlingspunkt wandert in 72 Jahren im Tierkreis um ein Grad rückwärts. Gegenläufig zur Abfolge der Tierkreiszeichen.

Wir wollen nun wissen, wir lange dauert es, bis der Frühlingspunkt um ein Zeichen (=30°) wandert. Es sind 72 x 30 = 2160 Jahre. Vom Jahr 1900 ab betrachtet lag der Frühlingspunkt im Jahre 260 v. Chr. um ein Zeichen weiter zurück und wir sehen: "Im 3. Jahrhundert v. Chr. begannen die Römer ihre Macht über das italienische Festland hinaus auszuweiten." (Wikipedia/Römisches Reich)

Unserer Theorie zufolge ist in diesem Zusammenhang aussichtslos, den exakten Beginn des Römischen Reiches definieren zu wollen. Ebenso verwirrend und aussichtslos ist es, den Frühlingspunkt so legen zu wollen, dass er mit irgendeinem geschichtlichen Ereignis übereinstimmt. Was man tun kann, die großen Zusammenhänge im Überblick zu betrachten.

Ein Markstein der römischen Geschichte sind die Bürgerkriege nach dem Scheitern des Tiberius Sempronius Gracchus: "Tiberius Sempronius Gracchus (* 162 v. Chr.; † 133 v. Chr.) war ein Politiker der Römischen Republik. Er wollte als Volkstribun weitgehende Reformen durchsetzen, scheiterte jedoch am gewaltsamen Widerstand der Senatsmehrheit und wurde zusammen mit seinen Anhängern ermordet. Mit dem Scheitern der Gracchischen Reform begann das Zeitalter der Römischen Bürgerkriege. Nach seinem Tod wurde Tiberius Sempronius zur Symbolfigur für den Kampf gegen die Willkür der Oberschicht stilisiert."
Wikipedia/Tiberius Sempronius Gracchus

Gracchus leitete eine Sozialreform ein, weil reiche römische Potentaten die Landbevölkerung enteignet hatten. Wie bekannt scheiterte diese Reform, die erstmals Menschen und ihre Bedürfnisse in den Mittelpunkt des politischen Geschehens rückte. Das war in diesem Zusammenhang der Beginn des Unterganges des römischen Reiches. "Das kurze politische Wirken des Tiberius Gracchus, welches stets im Gesamtzusammenhang mit der Politik seines Bruders Gaius bewertet werden muss, ist von enormer Bedeutung für die weitere Entwicklung der römischen Republik, führte es doch, wie Cicero bemerkte, zur Spaltung der römischen Gesellschaft."
Wikipedia/Tiberius_Sempronius_Gracchus/Nachwirken_und_Bedeutung

Die Reformbemühungen um Gracchus werden von verschiedenen Historikern als epochal bezeichnet und so auch wir, denn der kommende Reformer würde das gesamte Römische Reich von innen her zerstören und vollständig umformen. Es war:

Jesus von Nazaret

Die ersten Christen haben die römische Denkweise über Bord geworfen.

Was war römische Denkweise? Die Helden dieses Zeitalters waren Feldherren wie Cäsar und Philosophen wie Cicero. Das Idol dieser Menschen war der Kampf. Im Kampf und in der Todesverachtung beweist sich der Philosoph. Der einzelne Mensch galt nur, insofern er diesem Ideal entsprach. Das Recht des Einzelnen resultierte aus der Macht, die er sich erkämpfte. Hatte er diesen Kampf verloren so war der als Mensch nicht mehr rechtsfähig, er wurde als Sklave gehandelt. Das ist astrologisch sehr gut nachvollziehbar. Es handelte sich um das Zeitalter des Widders. Da wir jedes Zeitalter in Dekanate unterteilen, herrschte Rom im letzten Drittel dieser Epoche. Die Zeit, die wir der römischen Epoche zuweisen liegt zwischen dem 8. Jh. v. Chr. und der Zeitenwende. Also etwa von 753 v. Chr. (Römische Königszeit) bis 33 v. Chr. In diesen Fall genau 720 Jahre.

Die Achsenzeit, 720 v. Chr. bis zum Jahre Null
(Die Angabe der Zeit darf nur als theoretischer Anhaltspunkt gesehen werden.)

Diese Epoche liegt im dritten Dekanat des Zeichens Widder (Wikipedia/Achsenzeit, 800 - 200 v. Chr.) Es ist das Schützendekanat. Schütze ist das Zeichen der Philosophie. Diese Zeit, die auch als Achsenzeit bekannt wurde, galt als Beginn einer intellektuellen analytischen Betrachtung der Welt. Es ist in diesem Zusammenhang die Epoche der Philosophie.
"Als Achsenzeit bezeichnet Karl Jaspers in seinen geschichtsphilosophischen Betrachtungen (Vom Ursprung und Ziel der Geschichte, 1949) die Zeitspanne von ca. 800 bis 200 v. Chr. In dieser Zeitspanne hätten die Gesellschaften von vier voneinander unabhängigen Kulturräumen gleichzeitig bedeutende philosophische und technische Fortschritte gemacht."
wikipedia/Achsenzeit

Gracchus war also ein Vorbote.

Nun dürfen wir nicht in die Falle einer exakten Datierung tappen. In der Zeit um das Jahr Null, Plusminus 200 Jahre, begann zweifelsohne eine völlig neue Epoche. Es war die Epoche der Germanen. Sie haben Rom erstmals im Jahre 9 n. Chr. (Schlacht im Teutoburger Wald) entscheidend geschlagen und der römischen Expansion Einhalt geboten. Die Germanen und das aus Rom herkommende Christentum verbanden sich zunächst nicht. Die ersten Missionare kamen aus Irland. In Rom vollzog sich das verfolgte Frühchristentum und erst mit der Ermächtigung durch Konstantin (wikipedia/Konstantinische Wende) war das Christentum politische Macht geworden und blieb es bis zur franz. Aufklärung.

#4 RE: Die Germanen, Begründer des Zeitalters in dem wir leben von W.L. 14.03.2018 09:46

Das Zeitalter der Fische
Die Lehre der platonischen Zeitalter



Das Zeitalter des Tierkreiszeichens Fische begann etwa mit Christi Geburt, wobei mal als Vorläufer Tiberius Sempronius Gracchus (* 162 v. Chr.; † 133 v. Chr.) sehen muss. Der Übergang ist also fließend. Es dauerte der Lehre der platonischen Zeitalter zufolge 2160 Jahre.

Das Christentum

Die dominierende Religion für die gesamte Epoche von 2160 Jahren war das Christentum, nicht die Person Jesu Christi. Das Neue Testament zeichnet sich dadurch aus, dass an keiner einzigen Stelle Jesus Christus als Person genannt wird. Es heißt stets: "ich" oder "ich sage euch". Das ist ein deutlicher Hinweis auf die allegorische und metaphorische Bedeutung dieses ganzen Texts. Zwar wurde die Geschichte in historische Gegebenheiten eingebettet, jedoch ist sich die wissenschaftliche Exegese einig, dass das NT kein historischer Text sei. Wohlwollend formuliert unterscheidet man zwischen dem Jesus des neuen Testaments und dem historischen Jesus:

Wenn wir also auch wissen, daß keines der vier Evangelien eine historische Biographie Jesu ist oder hat sein wollen, sondern daß sie das Bild von ihm so festgehalten haben, wie es sich auf Grund der apostolischen Verkündigung in den Herzen seiner gläubigen und liebenden Anhänger gebildet hatte, so können wir doch feststellen, daß nicht wenige Einzelheiten der Evangelien über ihn historisch überprüfbar sind: Unter dem “Christus des Glaubens”, wie er im Neuen Testament geschildert wird, ist der “historische Jesus” sicher greifbar; seine geschichtliche Existenz ist unbestreitbar.
Der historische Jesus und der Christus des Glaubens, Universität Hannover

Der Fisch als Akronym für Jesus.
Der Kirchenlehrer Tertullian (ca. 200 n. Chr.) spricht in seiner Schrift über die Taufe (De baptismo 1,3) von Christus als dem Ichthys, den Christen aber als „Fischlein“, die aus dem Ichthys geboren seien. Der Fisch kann archetypisch und tiefenpsychologisch als Symbol für die (unter Wasser) verborgene Wahrheit gedeutet werden, die es zu fangen, also ans Licht zu holen gilt. Sie schillert zunächst im Verborgenen, entgleitet dem Fischer leicht, verspricht aber Nahrung. In der Geschichte vom Fischzug des Petrus erweist sich Jesus damit auch als Wegweiser zur Wahrheit.Das Symbol bezieht sich auf den Satz aus dem Lukasevangelium (Lk 5,10 EU) „Jesus sagte zu Petrus: ‚Fürchte dich nicht! Du wirst jetzt keine Fische mehr fangen, sondern Menschen für mich gewinnen.‘“
wikipedia/Fisch_(Christentum)/Geschichter Hintergrund

Die tiefenpsychologische Interpretation ist eine Umschreibung für das Tierkreiszeichen Fische. Es war nicht die Person Jesu, sondern sein Mythos, der bis zur franz. Aufklärung ein ganzes Zeitalter geistig dominierte.

Das erste Dekanat des Zeitalters der Fische steht unter demselben Einfluss der FISCHE (formal vom Jahre 0 bis 720 n. Chr.)



Das erste Dekanat dieser Epoche dauert formal 720 Jahre. Es untersteht der reinen astrologischen Bedeutungsausprägung des Zeichens Fische. Das umherwandern, die innere Haltlosigkeit ist eine psychologische Ausprägung dieses Zeichens. Dieser tiefenpsychologische Einfluss verursachte die Zeit der Völkerwanderung. Auch der Einfall der Hunnen kann so gesehen werden. Es gibt bis heute keine einheitliche Theorie, welche die Völkerwanderung erklärt. Die Wanderungsbewegung setzte im Übrigen schon vor den Hunneneinfällen ein. (Wikipedia/Germanische Wanderungsbewegungen vor dem Einfall der Hunnen).
Als Ursache wurde auch der Zerfall des Römischen Reiches und die Teilung in ein weströmisches und ein oströmisches Reich angesehen. All dies bestätigt die astrologische Epochenlehre. Rom war Ausdruck einer zu Ende gehenden und zu Ende gegangenen Epoche, die Epoche des letzten Dekanats des Widderzeitalters. Die unterschiedlichen historischen Gründe sind vielfältig. Der Trend ist klar.

Das Christentum war eine völlig neue Religionsform. Die römische Götterverehrung war eine Furchtreligion. Die Götter mussten durch stete Opfer besänftigt werden. Geschah dies nicht oder nicht ausreichend, so wandten sich die Götter gegen Mensch und Staat:

Die Römer glaubten, dass sie den Göttern größere Ehren erwiesen als andere Völker. Als Belohnung für ihr Pflichtbewusstsein den Göttern gegenüber (pietas) hätten die Götter sie zu Herren der Welt gemacht. Die pietas der Menschen zeigte sich vor allem darin, dass sie ihre Pflichten gegenüber den Göttern regelmäßig und korrekt erfüllten. Dazu gehörten Opfer, Feste und Gebete. Es kam vor allem darauf an, feste Regeln und formale Abläufe gewissenhaft einzuhalten und an alten Gebetstexten nichts zu verändern – nicht einmal an uralten Gebeten, die kaum noch jemand verstand. (Klett Schulbuchverlag, Mythos und Frühgeschichte Roms)

Die gleiche Haltung nahmen im übrigen auch die Germanen gegenüber ihren Göttern ein. Die "Furchtreligion"(Einstein) war der allgemeine Entwicklungsstand des Durchschnittsmenschen dieser Zeit.
-> Ludwig Feuerbach (Religionsformen als Marker einer Entwicklung des Bewusstseins)

Das Christentum war zur damaligen Zeit ein epochaler Schritt von der Furchtreligion (Einstein) zur Vaterreligion (Einstein). Der einzelne Mensch hatte nun unveräußerliche und gottgegebene Rechte und er hatte Anspruch auf den Lohn seiner Taten im Jenseits. Im Frühmittelalter entstanden aufgrund dieses neuen Denkens soziale Einrichtungen wie Krankenhäuser und Armenheime. Sie wurden durch die Klöster betrieben. Es dauerte schließlich eine ganze Epoche, rund zweitausend Jahre, bis sich diese Idee mit der französischen Aufklärung in die Verfassungen der sich bildenden Demokratien durchsetzte. Bis dahin kam es zu zahllosen Entartungen, Verfehlungen und Fehlentwicklungen. Das Christentum entwickelte sich gleichzeitig zu einem Instrument repressiver Unterdrückung. Es waren Rückfälle in die Verhältnisse der "Furchtreligion", die das ganze Mittelalter prägte. Der Wandel dauerte viele Jahrhunderte.

#5 RE: Die Germanen, Begründer des Zeitalters in dem wir leben von W.L. 19.03.2018 11:25

Das zweite Dekanat KREBS des Zeitalters der Fische (formal die Zeit von 720 n. Chr. - 1440 n. Chr.)
Das Mittelalter




Mittelalter bezeichnet in der europäischen Geschichte die Epoche zwischen dem Ende der Antike und dem Beginn der Neuzeit, also etwa die Zeit zwischen dem 6. und 15. Jahrhundert. Sowohl der Beginn als auch das Ende des Mittelalters sind Gegenstand der wissenschaftlichen Diskussion und werden recht unterschiedlich angesetzt.
...
Die Bezeichnung „Mittelalter“ bezieht sich in erster Linie auf die Geschichte des christlichen Abendlands vor der Reformation, denn der Begriff wird kaum im Zusammenhang mit außereuropäischen Kulturen verwendet. Er bezieht sich also in erster Linie auf den europäischen Kontinent und die Britischen Inseln. Im Groben ordnet man das Mittelalter in die Zeit von 500 bzw. 600 n. Chr. bis etwa 1500 ein.

Wikipedia/Mittelalter

Man spricht sogar von einem Indischen Mittelalter, einem Chinesischen Mittelalter und einem Japanischen Mittelalter. Ein starker Hinweis auf die globale astrologische Wirksamkeit.

Die historische Einstufung fügt sich zeitlich und Inhaltlich gut in die Theorie von den platonischen Zeitaltern. Die Epoche begann mit der Bildung der Großreiche in der Mitte Europas. Markstein ist das Reich Karl des Großen.

Die Kunst des Hohen und Späten Mittelalters wurde im Lauf der letzten drei Jahrhunderte unter Romanik und Gotik eingeordnet. Die römische Antike lässt sich räumlich und zeitlich mit dem Römischen Reich in Einklang bringen, die Romanik mit den mittelalterlichen Reichen Europas. Waren die Kunst der Antike und der Romanik aufgrund einer ausreichenden Zahl an Objekten noch relativ gut anhand gemeinsamer Stilmerkmale und zeitlicher und regionaler Zusammenhänge zu fassen, blieb der Zeitraum dazwischen doch relativ schlecht dokumentiert. In ihn fallen die Leistungen christlicher Nachfolgereiche, insbesondere des stabilen byzantinischen Reichs, aber auch die der Langobarden (lombardischer Stil), Goten und Vandalen. In deren Anschluss bildet sich in Westeuropa das Fränkische Reich heraus. Für dessen kulturelle Leistungen werden häufig analog zu den Herrschaftsdynastien die Stilbezeichnungen merowingisch und karolingisch und im Anschluss daran im deutschen Raum ottonisch verwendet. Diese Zeitabschnitte fasst man aufgrund der geringen Zahl der erhaltenen Bauten unter dem Überbegriff der Vorromanik zusammen.

Vorromanische Bauten greifen antike Vorbilder auf, transformieren sie und bereiten die Formen der Romanik vor. Besonders im Kirchenbau werden neue Formen entwickelt, die in der Romanik und Gotik zum Standard-Repertoire gehören, darunter z. B. Kreuzgang, ‚echte‘ und ‚ausgeschiedene‘ Vierung, Westwerk, Kirchtürme.

wikipedia/Vorromanik

Das Phänomen der Gotik bildet die Blüte dieser Epoche. Das naive Bild von der harten Schale, in die sich der empfindsame Krebs zurückzieht, ist eine Metapher von der Kirche, der Kathedrale, in die sich die Gläubigen zur Ehre Gottes versammeln. Der Ritter mit seiner Rüstung ist eine kriegerische Verkörperung der selben Idee. Das Haus als Schutzschale der Krebsbeeinflussten Menschen fügt sich in diese Epoche:

"Als mich einmal aus Liebe zu Schmuck des Gotteshauses die vielfarbige Schönheit der Steine von der äußeren Sorge ablenkte, glaubte ich mich zu sehen, wie ich in irgendeiner Region außerhalb des Erdkreises zu jener höheren in hinaufführender Weise hinübergetragen werden könne"
Abt Suger, Erbauer des ersten gotischen Chors in St. Denise


Kathedrale von Reims, Wikimedia

-> Rosslyn Chappel

Das Amt des Hausmeiers (oder Majordomus bzw. maior domus, aus lateinisch maior „der Verwalter“ und domus „das Haus“, also des „Verwalters des Hauses“) zählte zu den Ämtern des frühmittelalterlichen Hofes. Im Merowingerreich gewannen die Hausmeier großen Einfluss und bestimmten maßgeblich die Politik des Reiches.

wikipedia/Hausmeier

Die Klöster und die Mönche repräsentieren das Zeichen Krebs par excellence. Hildegard von Bingen war eine der mächtigsten und bekanntesten Vertreterinnen ihrer Epoche. Sie wirkt bis in die heutige Zeit hinein. Aus den Klöstern heraus kamen die geistigen Impulse dieser Zeit. Im Mittelalter waren Klöster bedeutsam für die Ausbildung der abendländischen Kultur und Zentren der Bildung. (wikipedia/Kloster/Geschichte und kulturelle Bedeutung). Die Baukunst der Gotik wurde anfangs von Mönchen entwickelt. Es kam zu Arbeitsteiligkeit und es entfalteten sich die Gilden der Steinmetze und der Baumeister der Gotik. Sie waren die Helden ihrer Zeit.


Illustration aus dem zweiten Visionswerk liber divinorum operum von Hildegard von Bingen, Wikimedia

Siehe auch:
Die vollkommene Zahl des Mikrokosmos, Eine Kulturbetrachtung zur Zahl 5

Auch im Buddhismus entwickelte sich nach dem Wandermönchstum eine klösterliche Lebensweise. Ebenso im Hinduismus. In späterer Zeit (nach 800 n. Chr.) kamen zu den Aschrams die häufig mit einem Tempel verbunden Klöster (Matha) hinzu, die bis in die Gegenwart Zentren geistigen Lebens, Gelehrsamkeit und religiöser Aktivität waren. Einige Klöster besitzen und unterhalten Tempel, Schulen, Hospitäler, Waisenanstalten etc. Der Gelehrte Shankara (788–820 n. Chr.) stiftete einen Mönchsorden und viele Klöster, auch um das Zusammengehörigkeitsgefühl der hinduistischen Strömungen zu fördern. Diese Klöster und deren Vorsteher (Mahant) gelten bis heute noch bei vielen Indern als höchste religiöse Autoritäten, obwohl sie niemals die Stellung einer höchsten Instanz in Religionsangelegenheiten erlangt haben. (wikipedia/Kloster/Hinduistische Tradition)

Eine erste Blüte der Mystik in den Klöstern:
Während bei Wikipedia für den Zeitraum der Spätantike nur fünf Namen auflistet, sind es für das Mittelalter vierundzwanzig. Darunter Namen, die noch heute bekannt sind,
Hildegard von Bingen (1098–1179),
Franz von Assisi (1182–1226),
Thomas von Aquin (1225–1274),
Meister Eckhart (1260–1328)
Die religiöse Hinwendung zu Christus als innere Leitfigur ist die zentrale Idee, die in dieser Zeit ihre Dynamik entfaltet, und trotzt vieler Verfehlungen in den Klöstern, da und dort zu einer Blüte der Mystik führt. Die oben genannten christlichen Heiligen gingen den Weg liebender Hingabe zu einem religiösen Ideal, der in dieser Zeit offen stand. Die Wege sind verschieden, das Ziel ist das Selbe.

#6 RE: Die Germanen, Begründer des Zeitalters in dem wir leben von W.L. 01.07.2018 11:04

Das dritte Dekanat SKORPION des Zeitalters der Fische (formal die Zeit von 1440 n. Chr. - 2160 n. Chr.)
Die Neuzeit




Die Neuzeit
Beginnend mit der Renaissance

Skorpion ist der Untereinfluss der Zeit von ca. 1400 bis zum Ende des Fischezeitalters 2100.
Der Untereinfluss des Dekanats Skorpion mit dem Haupteinfluss des Zeitalters der Fische bewirkt, dass der Mensch die engen Grenzen der mittelalterlichen Welt sprengt. Die Zeit wird intensiver wahrgenommen. Taschenuhr macht die Zeitmessung mobil. Das wiederum ermöglicht die Hochseenavigation. Die Seefahrer sprengen die Grenzen der alten Welt und entdecken die Welt jenseits Europas. Anschließend beginnt der Fernhandel.


Wikipedia/Magellan

Ebenso richtet sich das Fesseln sprengende Forschen gegen das leibliche des Menschen. Der menschliche Leib wird anatomisch untersucht. Der Mensch ist nicht mehr Sünder, sondern Einzelwesen, das aufbegehrt. Es ist die Zeit, in welcher Künstler erstmals Bilder signieren. Das Bild, die Figur, das Gebäude werden nicht mehr zur Ehre Gottes erbaut. Sie sind das Werk eines genialen Meisters. Der Personenkult um die großen Entdecker und Künstler entsteht. Auch dies ist dem Untereinfluss Skorpion geschuldet. Dem Menschen werden unveräußerliche Rechte als Einzelwesen zugebilligt. Der Humanismus entsteht. Die griechische Philosophie lebt von eigenständigem Denken und verlangt nicht mehr an etwas zu glauben. Daher rücken Philosophen wie Platon und Pythagoras, überhaupt die griechische Philosophie in den Mittelpunkt des Interesses.
Die Stars unter den frühen Personen der Renaissance sind da Vinci, Michel Angelo aber auch Albrecht Dürer.

Michelangelos Bild schildert das Wesen der Renaissance. Der Mensch entdeckt die Nacktheit und wird wie Gott ihn schuf mit dem Funken der Vernunft und des Göttlichen begabt. Der Mensch als edles Geschöpf Gottes.

Erschaffung Adams (Sixtinische Kapelle), Wikipedia

Die Genies dieser Zeit erwerben Wissen und lernen durch Beobachtung, Entwickeln Wissen immer weiter, finden Neues. Zentral-Perspektive wird entdeckt. Die Zentralperspektive ist Ausdruck des individuellen Standpunkts von dem aus die Welt gesehen wird.

Die Kirche beherrscht jedoch weiterhin die Christenheit. Ihr Einfluss auf die Masse der Menschen bleibt erhalten. Das ist dem dominierenden Einfluss des Zeichens Fische zuzuschreiben.

Das eigenständige Denken eines Jan Hus begehrt gegen die Kirche und den Ablasshandel auf.
Luther spaltet die Kirche, schafft mit der Übersetzung der Bibel die Grundlage der deutschen Sprache. Gutenbergs Buchdruck sorgt für eine rasante Verbreitung des Protestantismus.

Dr. Martin Luther - Der Reformator Wittenbergs

Der Dreißigjährige Krieg entbrennt und zeigt die Fratze des Untereinflusses Skorpion. Auch im Heimatland der Renaissance Italien wurden ständig Kleinkriege geführt.



Ebenso ist die Hexenverfolgung, obgleich lange vor der Renaissance beginnend ein Ausfluss des Zeichens Skorpion. Die letzten Hexenprozesse finden im Verlauf des 18. Jahrhunderts statt.

Der Ausbruch der Pest in Europa im Jahre 1347 gehört ebenso in den Wirkungskreis des Untereinflusses Skorpion.

Immanuel Kant vollendete die Aufklärung auf philosophischem Terrain: „Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit.“
Er leitete die kopernikanische Wende der Philosophie ein.

Die Blüte des Zeitalters der Fische
Das Zeitalter der Fische hatte im 18. und 19. Jahrhundert eine letzte Blüte. Im 18. Jahrhundert erreichte die Philosophie eine geistige Höhe und setzte mit Kant, Fichte, Schopenhauer und Hegel (deutscher Idealismus) einen Schlussstein in einer zweitausendjährigen Entwicklungsgeschichte. Die Musik und die bildenden Künste erreichten eine kulturelle Höhe, wie sie über Tausende von Jahren nicht mehr erreicht werden wird.

#7 RE: Die Germanen, Begründer des Zeitalters in dem wir leben von W.L. 01.07.2018 11:36



Das Zeichen Wassermann sendet Wellen über die Erde. Die Entdeckungen von Wellen ist das Wesen dieses Zeichens. Rundfunk, Internet, ebenso alle Flugtechniken und auf Wellen basierende Techniken sind Wirkungen dieser Kräfte. Der Tänzerin, die Tänzer sind die Verkörperungen dieses Zeichens.

Der Beginn des Zeitalters des Wassermann um das 20. Jahrhundert

Bedenkt man den fließenden Übergang, mit dem die Zeitalter aufeinanderfolgen, so kann man die Vorläufer des Zeitalters der Fische bereits mit Sempronius Gracchus (* 162 v. Chr.; † 133 v. Chr.) sehen.
"Das Zeitalter des Tierkreiszeichens Fische begann etwa mit Christi Geburt, wobei mal als Vorläufer Tiberius Sempronius Gracchus (* 162 v. Chr.; † 133 v. Chr.) sehen muss. Der Übergang ist also fließend. Es dauerte der Lehre der platonischen Zeitalter zufolge 2160 Jahre."
Die Germanen, Begründer des Zeitalters in dem wir leben

Das auf das Zeitalter der Fische folgende Zeitalter des Wassermanns setzt also bereits ca. ein bis zweihundert Jahre früher ein. Wir sehen mit der Französischen Revolution die Vorläufer des Zeitalters des Wassermanns, das von Revolutionen geprägt sein wird. Revolution gegen die Herrschaft des Adels in Frankreich, gegen die Herrschaft des Kapitalismus in Russland und das Ende der Adelsherrschaft setzen mit den beiden Weltkriegen ein und fegten das Alte hinweg. Religion und Kunst waren nicht mehr. Wissenschaftler sind die Helden unseres Zeitalters.

Das Zeitalter selbst beginnt etwa mit dem 20. Jahrhundert. Das Fanal dieses Zeitalters war die Entdeckung der Quantenphysik durch Max Planck. Die Helden dieses Zeitalters sind nicht mehr Heilige wie Hildegard von Bingen und Theresa von Avila, es sind nicht mehr Künstler wie Leonardo da Vinci, es sind nicht mehr Musiker, sondern es sind Wissenschaftler wie Albert Einstein oder Werner Heisenberg.

Die bildende Kunst erlebt mit dem Kubismus eine Geometrisierung, ahmt mit dem Pointillismus die Fotografie nach, löst sich mit zunehmender Abstraktion selbst auf und findet ihr Ende in völliger Regellosigkeit und Absurditäten. Mit dem Ende des Fischezeitalters findet auch die Kunst, die das Markenzeichen dieser Zeit gewesen ist ihr Ende in der Bedeutungslosigkeit. Sie wird abgelöst durch die auf Technik beruhenden Kunstformen wie die Fotografie und den Film.

Mit dem Internet, das bereits auf dem neuen Kontinent durch eine neue Nation, die USA, entwickelt wurde, setzt das erste Dekant des Wassermannzeitalters ein. Die letzten 700 Jahre übernahm Österreich-Ungarn die führende Rolle des letzten Dekanats des Fischezeitalters. Die USA löst die Donaumonarchie durch die Erschütterungen zweier Weltkriege ab. Auch das tausendjährige Deutsche Reich findet ein vorläufiges Ende.

Wenn wir heute sehen, dass die Zeit des Karnevals, in welcher die Sonne im Wassermann steht, nun auf das ganze Jahr über ausgedehnt zu sein scheint, so ist dies der weltweiten Wirksamkeit dieses Zeichens zuzuschreiben. Die Kleiderordnung, die Regeln des Umganges, die gesellschaftlichen Konventionen scheine nicht mehr zu gelten. Die Kräfte dieses Zeichens lösen diese Regeln auf. Das führt in negativem Sinn zu einer Relativierung von allem, zu einer scheinbar irrsinnigen und aberwitzigen Abschaffung aller Werte, zu Irrsinn und Wahnsinn. Amokläufe und Wahnsinn grassieren und werden zunehmen. Das sind die negativen Auswirkungen dieser Kräfte.

Die Entwicklungen auf dem europäischen Kontinent, insbesondere in der Mitte Europas haben den Globus entscheidend geprägt. Alle wesentlichen Entwicklungen sind von Europa ausgegangen. Es ist davon auszugehen, dass Europa mit der Weltmacht USA auch weiterhin treibende globale Mächte bleiben werden. Dass wir heute nicht mehr von Europa oder Deutschland sprechen, sondern von internationalen Vereinigungen ist dem Zeichen Wassermann geschuldet, das in seinem Wesen eine weltweite Verbrüderung aller Menschen birgt.

Die Theosophische Gesellschaft spricht in diesem Zusammenhang von der "fünften Wurzelrasse". Damit sind keine nationalen oder rassistischen Ideologien gemeint, die es zur Zeit der Formulierung dieser Thesen noch nicht gab. Gemeint ist das, was oben formuliert wurde. Nämlich, dass alle Impulse und Entwicklungen in der mehr als zweitausend Jahre andauernden Geschichte vom europäischen Kontinent ausgegangen sind. Diese Entwicklung setzte nicht erst mit der Geburt Christi ein, sondern dauerte Zehntausende von Jahren.

Weiterführende Hinweise:
The Theosophical Society
Was ist Theosophie

#8 RE: Die Germanen, Begründer des Zeitalters in dem wir leben von W.L. 01.07.2018 13:14

Der Anstoß für die oben gezeigte Darstellung war der Text aus dem Weltbestseller Einweihung, den ich hier im Originaltext wiedergeben möchte:

Interessant ist, dass es die Zahlen 25920 (Dauer eines Platonischen Jahres) und 2160 (Dauer eines Platonischen Monats) in der Literatur nicht gab, bevor das Buch Einweihung erschien. Nun findet man diese Zahlen in der Blume des Lebens und in zahlreichen weiteren Werken, ohne dass zitiert wird. Es wurde gelesen und plagiatiert. Das Buch ist einmalig in der Literatur, wie alle Bücher von E. Haich. Sie haben einen esoterischen Boom ausgelöst.


"D I E WELTEPOCHEN
«Die Erde und ihre Bewohner sind sich
noch der Kräfte, die die Erde aus dem Kosmos erhält, nicht bewußt, folglich
können sie diese auch nicht beherrschen und nach ihrem Belieben umwandeln.
Die Erde empfängt die Ausstrahlungen des Kosmos, sie badet
und schwimmt ständig in diesen Energiewellen. Alles Geschehen auf Erden
ist unmittelbare Reaktion und Resonanz dieser Schwingungen.
Die Sonne erhöht gewaltig verstärkend die Schwingungen jenes Sternbildes,
in welchem sie momentan steht und mit welchem sie gemeinsam auf
die Erde strahlt! Die Entstehung der vier Jahreszeiten hängt damit zusammen.
Die Bewegungen der Erde rufen den Eindruck hervor, daß das Sternengewölbe
sich nicht nur um uns drehe, sondern noch andere Bewegungen
mache. Eine der wichtigsten Bewegungen der Erde ist diese, daß ihre Achse
die Oberfläche eines Kegels beschreibt. Der eine Endpunkt ihrer Achse
bleibt verhältnismäßig am selben Ort, während der andere einen Kreis beschreibt.
Durch diese Bewegung der Erde schiebt sich der Frühlingspunkt
im kosmischen Rad langsam weiter, von der Erde aus gesehen rückläufig.
Die Zeitspanne, während deren die Erdachse diese kegelförmige Bahn
einmal vollendet, folglich auch der Frühlingspunkt im Kreis des Zodiakus
rundum geht, entspricht 25 920 Erdenjahren. Wir nennen dies ein Weltjahr.
Diese Zahl durch zwölf geteilt gibt einen Weltmonat — 2160 Erdenjahre
— die Zeit, während deren der Frühlingspunkt durch ein Sternbild hindurchzieht.
Die Schwingungen aus dem Kosmos üben eine solche Wirkung auf die
Erde aus, daß sie auch die Weltgeschichte beeinflussen; die leitenden Ideen
der Religion, der Wissenschaft und der Kunst bewirken die Ausstrahlung
jenes Sternbildes, in welches während eines Weltmonates der Frühlingspunkt
fällt. Die verkörperten Geister auf Erden — die Menscheit — müssen
stets die neue Epoche verwirklichen und sich in deren Ideen bewähren.
Ein Volk ist eine Geistesschar, die Verkörperung bestimmter Energiekonzentrationen.
Jede Epoche bringt eine andere Geistesschar, eine andere
Rasse, auf die Erde, und wenn sie die Aufgabe: die neuen Ideen zu verwirklichen
und eine neue Kultur während eines Weltmonates zur Entfaltung
zu bringen, vollbracht hat, so verläßt sie die Erde, um auf einem
Einweihung S. 304

anderen Planeten sich weiterzuentwickeln. In einem Volke gibt es aber
immer Individuen, welche die Prüfung bis zum Ende der Epoche nicht
bestehen. Diese bleiben zurück, wie ausgeworfene Schlacke, und müssen
sich auf Erden weiterentwickeln. Das ist der Grund, warum eine Nation
nach einer großen Kulturblüte dann plötzlich zurückfällt. Den hochentwickelten
Ahnen folgen plötzlich degenerierte und charakterschwache
Nachkömmlinge, und das einmal hochgeschätzte Volk wird allmählich verachtet
und machtlos. Diese Nachkommen sind die Schlacke der Nation, die
den höchsten irdischen Entwicklungsgrad erreicht, sich vergeistigt und die
Erde verlassen hat.
Die materielle Welt ist entstanden, weil in den göttlich-schöpferischen
Ausstrahlungen, die den Weltraum durchqueren, Interferenzen auftraten,
somit Verdichtungen, Materialisationen. Wenn die Weltkörper in reine,
untransformierte Schwingungen der göttlich-schöpferischen Kraft gerieten,
so würde dies eine augenblickliche Vernichtung alles Materiellen zur Folge
haben. Die Fixsterne — die Sonnen — sind die großen Transformatoren, die
für alle Weltkörper die schöpferischen Strahlen transformieren und sie in
einer transformierten und der Erde ertragbaren Spannung weiterstrahlen.
Die transformierten Strahlen erreichen uns von den Fixsternen, welche die
Sternbilder des Zodiakus bilden. Wenn wir also die höchste, göttliche
Energiestrahlung darstellen wollen, wählen wir die symbolische Form jenes
Sternbildes, welches am stärksten auf die Erde einwirkt — und dies ist
immer jenes epochenbildende Sternbild, in welchem zur Zeit der Frühlingspunkt
steht.
Wir stehen jetzt in der Epoche, in welcher der Frühlingspunkt im Anfang
des Sternbildes Stier steht. Gott (Ptah) offenbart sich uns also in der
Ausstrahlung dieses Sternbildes, und deshalb wird auch die sich in der
irdischen Atmosphäre offenbarende Gottheit in der Gestalt eines Stieres
— in der Gestalt des göttlichen Stieres Apis — dargestellt. Das ergänzende
Sternbild: Skorpion-Adler entweder als die Versucherin — als auf der Erde
kriechende Schlange — oder in der Gestalt des göttlichen Vogels Horus.
Denn du weißt, solange diese Energie erdgebunden ist und sich auf der
niedrigen, den Geist in die Materie bindenden Ebene äußert, ist sie die
Schlange, die den Menschen in weiteren Verkörperungen lockt. Wenn dagegen
diese Kraft vergeistigt ist, verhilft sie dem Menschen dazu, den
höchsten geistigen Grad schon im Körper zu erleben. Wir gebrauchen die
aufrechtstehende Schlange als das Zeichen der Einweihung, als die Herrin
des Baumes der Erkenntnis und des Wissens. Der Eingeweihte ist ein hochfliegender
Adler, der die Schlange — die Triebkraft — vergeistigt und als
geistige Kraft durch seinen Verstand offenbart. Der Eingeweihte ist also
das ergänzende Werkzeug der sich durch das Tierkreiszeichen Stier offen-
Einweihung S. 305

barenden Gottheit. Deshalb sind diese Tiere in dieser Epoche auf der
ganzen Erde die ,heiligen Tiere'. Du verstehst jetzt, warum die Eingeweihten
die Darstellungen Gottes je nach den Sternbildern ändern, in welche der
Frühlingspunkt gerade fällt. Hinter allen diesen Symbolen steht aber,
über allen Formen, der ungeoffenbarte Ursprung, die in-sich-ruhende
Gottheit.
Das Sternbild Stier gehört zu derjenigen dreifachen Offenbarung, deren
Gesicht Gottes, das irdisch-materiell, zusammenziehend und verhärtend
wirkt. Folglich sind gegenwärtig hauptsächlich diejenigen Kräfte, welche
die Materie aufbauen und in der Materie wirken, für die Bewohner der
Erde am leichtesten verwendbar und stehen offen zu ihrer Verfügung.
Unsere Aufgabe besteht darin, die Materie mit der Materie, das heißt mit
den das Wesen der Materie bildenden Energien, zu besiegen. Wir gebrauchen
die Frequenzen der Materie, diese verborgen wirkenden unermeßlichen
Kräfte, deren Erscheinung die Materie ist, also den Geist der Materie,
um die Materie selbst zu besiegen: wir laden die Materie der Bundeslade
mit der ganzen Oktave dieser Energien auf und beherrschen damit die
Gesetze der Materie, also die aufbauenden wie abbauenden, die materialisierenden
und dematerialisierenden Kräfte, damit aber auch das Gewicht
der Materie, das wir aufheben oder vermehren können.
Mit der Zeit werden unsere Wahrheiten zu vollkommener Entfaltung
und Blüte kommen. Dann aber, infolge ununterbrochener Weiterbewegungen
und Änderungen, verläßt die Erde allmählich diese Regionen des
Kosmos, wo jene Energien zusammenwirkten, um die gegenwärtige Epoche
zu schaffen. Nach und nach werden bestimmte Energien ausbleiben, manch
neue dazukommen, und das Zusammenwirken der auf Erden wirkenden
Energien wird sich allmählich verändern. Das bedeutet aber auch, daß
immer verschiedenere Wesen geboren werden. Die Menschheit verändert
sich allmählich. Sie wird unsere Wahrheiten nicht mehr verstehen; die
Symbole und Worte, durch welche wir die Geheimnisse der Gesetze der
Schöpfung ausdrücken, werden ihren Inhalt verlieren und auf Jahrtausende
nur eine leere Hülle bleiben. Die Menschheit wird durch neues Lehrmaterial
zu neuen Prüfungen aufgerufen.
Du weißt, daß der letzte Hohepriester, nachdem er den letzten Anwärter,
der unseres Wissens würdig sein wird, eingeweiht hat, diesem die
Bundeslade und einen Lebensstab übergibt, dann schließt er sich mit seinem
Mitarbeiter in die große Pyramide ein, blockiert den Eingang von innen
mit dem in die Öffnung passenden Felsen, dann werden die beiden sich
und alle unsere Einrichtungen und Apparate dematerialisieren, um unsere
Geheimnisse vor uneingeweihten Händen zu retten. Unterdessen wird der
letzte Eingeweihte, der aus dem Volke stammen wird, das berufen sein wird,
die neue Epoche zu verwirklichen, die Bundeslade und seinen Lebensstab
aus diesem Lande retten und weitertragen lassen. Er wird seinem
Volke die Ideen der neuen Epoche verkünden, in welcher der Frühlingspunkt
durch das Sternbild Widder wandert, das mit seiner Ergänzung, dem
Sternbild Waage, zusammen in jener Epoche die stärkste Wirkung ausüben
wird.
Komm, meine kleine Tochter», sagt jetzt Ptahhotep, «ich lege meine
Hand auf deinen Kopf, und du wirst Bilder aus der Zukunft sehen.»
Ptahhotep führt mich zum Ruhebett, auf dem die Neophyten unter seiner
Leitung die Fähigkeit üben, das Bewußtsein in der Zeit frei zu bewegen,
das heißt, Vergangenheit und Zukunft bewußt aufzusuchen und als Gegenwart
zu erleben.
Ptahhotep heißt mich niederliegen, und als er seine Hand mir auf die
Stirne legt, fühle ich schon das bekannte Summen und Prickeln im Kopf.
Im nächsten Augenblick entstehen Bilder, die mir in der symbolischen
Sprache der Träume den Sinn der Geschehnisse in ferner Zukunft zeigen.
Ich sehe den Empfangsraum des Pharao — ein fremder Saal und ein unbekannter
Pharao, der kein Eingeweihter ist wie mein Vater, sondern eine
Ausstrahlung von sehr niedrigem Grad hat — und sehe zwei würdig-schöne
Gestalten vor ihm stehen. Zwei Brüder, prachtvolle Menschen mit edlen
Gesichtszügen. An ihrer Ausstrahlung erkenne ich, daß der eine ein Eingeweihter,
der andere aber nur ein scharfsinniger und geschickter Redner
ist. Der Eingeweihte schweigt, sein Bruder aber versucht mit seiner Redekunst
den Pharao zu überzeugen, daß er ihr Volk, das im Dienste des
Pharao versklavt arbeitet, unter der Führung der beiden aus dem Lande
ziehen lasse. Der Pharao ist hart und will es nicht erlauben, er verlangt
Wunder. Da nimmt der Redner seinen Stock, den er in der Hand hält und
wirft ihn vor dem Pharao zu Boden. Der Stock verwandelt sich im Augenblick
in eine Schlange, die weiterkriecht. Der Pharao ruft seine Magier,
um eine Antwort zu erteilen. Auch sie werfen ihre Stöcke auf die Erde,
und auch diese verwandeln sich in Schlangen. Aber die erste Schlange frißt
alle Schlangen der Magier auf.
Ich deute mir das Bild: Der Stock ist der Verstand, der eine mächtige
Hilfe ist. Wenn aber der Verstand erdgebunden nur materiellen Zwecken
dient, wird aus ihm eine auf der Erde kriechende Schlange, die Versucherin
zur Selbstsucht, die Schlauheit. Die beiden edlen Menschen kämpfen
selbstlos für ihr Volk, in ihren Händen wird aus Schlauheit Weisheit, die
alle die selbstsüchtigen Argumente der feigen Magier vernichtet.
Jetzt ändert sich das Bild: Die Gottlosigkeit und Selbstsucht der Ägypter
zieht immer schwerere Schicksalsschläge nach sich. Dennoch gibt der Pharao
nicht nach, er will das versklavte Volk nicht freilassen. Schließlich
Einweihung S. 307

folgt die aller schwerste Plage: Alle Erstgeborenen — aus der Familie des
Pharao oder des Volkes oder die Erstgeborenen der Tiere — werden von den
Engeln Gottes in einer Nacht getötet. Nur diejenigen, die vom Fleisch eines
Lammes gegessen haben und ihren Namen mit dem Blute des Lammes auf
den Türpfosten geschrieben hatten, werden von den Engeln nicht getötet.
Was sagt das Symbol? Im neuen Zeitalter werden das Tierkreiszeichen
Widder und seine Ergänzung, die Waage, wirken. In der Zeit, wo diese
Wirkung sich noch nicht in voller Kraft entfaltet, wirkt zunächst der
Widder in der Form eines Widderkindes, also wie ein Lamm. Um den Eingeweihten
schart sich ein Volk, das in seinem Blut dieselben Kräfte hat,
wie sie der Ausstrahlung des Sternbildes Widder entsprechen. Sie sind die
Vorläufer der neuen Epoche, das «auserwählte Volk», das der Menschheit
die alten Wahrheiten in neuer Form zu verkünden vermag.
Wer die alte Epoche verwirklicht hat, muß nunmehr gehen. Die Aufgabe
ist beendet. Die Engel Gottes holen sie heim.
Ein neues Bild: Ich sehe den mächtigen Eingeweihten sein Volk aus
Ägypten hinausführen. Und da Widder ein feuriges Zeichen ist, schwebt,
um ihm den Weg zu zeigen, vor ihm eine Feuerwolke. Er führt sein Volk
aus der geistigen Finsternis, die am Ende dieser Epoche in Ägypten herrscht.
Aber das Herz des Pharao verhärtet sich wieder, er bereut, daß er das versklavte
Volk ziehen ließ, und stürzt sich mit seinem ganzen Heer den
Flüchtlingen nach. Um sein Volk zu verteidigen, verwendet der Eingeweihte
seinen Lebensstab. Er richtet die Frequenzen der Ultramaterie, die die
Anziehungskraft der Erde gewaltig erhöht, gegen das Heer des Pharao.
Plötzlich werden der Pharao und alle seine Kämpfer, Kriegswagen und
Tiere so schwer, daß sie, wie wenn sie Wurzel gefaßt hätten, durch ihr
ungeheuer verstärktes Gewicht unwiderstehlich in die Erde versinken; und
da dies am Ufer des Meeres geschieht, wälzt es schließlich über den ganzen
Heerhaufen seine riesigen Wellen.
Ich bin sehr erstaunt! Nicht über die Wirkung des Stabes, aber welche
Tiere! Ich sah im Heer des Pharao ganz merkwürdige Tiere, die Kampfwagen
zogen und auf denen auch viele Kämpfer ritten. Eines zebraähnlich,
aber größer und in der Farbe verschieden, braun, weiß, grau und auch
schwarz! Nie habe ich solche Tiere gesehen! Wären das diejenigen Vierbeiner,
von welchen Vater einmal sprach? Prachtvolle Tiere!
Aber die Bilder wechseln: Der Eingeweihte weilt mit seinem Volk in der
«Wüste», in der immer schweren Übergangszeit zwischen zwei Zeitaltern.
Denn zwei Epochen sind nie scharf voneinander getrennt, sondern sie
fließen verschwommen ineinander. So entsteht eine Übergangszeit, in welcher
die Wirkungen der zwei Sternbilder, des vergangenen wie des kommenden,
im Gegeneinander abgeschwächt erscheinen. Die erstarrten Ideen
Einweihung S. 308

befriedigen die neue Generation nicht mehr, dagegen können sich die älteren
Generationen die neuen Ideen noch nicht aneignen und sie verdauen.
Der größte Teil des Volkes kehrt zu seinen verknöcherten Auffassungen,
also zu den Ideen des Sternbildes Stier, zurück, das aber auch nicht mehr
mit der Kraft eines entfalteten Stieres, sondern, stark geschwächt, nur noch
mit der Kraft eines kleinen Stieres: eines Kalbes, wirkt. Und ich sehe in
meiner Zukunftsvision, da, in der symbolischen Bildersprache der Träume
ausgedrückt, Geist immer Gold ist, daß das Volk des Eingeweihten um ein
goldenes Kalb tanzt und es anbetet.
Der große Eingeweihte ist unterdessen «auf dem Berg» und spricht von
Angesicht zu Angesicht mit Gott». Er ist im allerhöchsten Bewußtseinszustand,
mit Gott identisch. Er ist Träger des Willens Gottes, daß er die
neuen Ideen durch zwei religiöse Symbole: Opferlamm, Symbol des Sternbildes
Widder, und die zwei Gesetzestafeln mit den zehn Geboten Gottes,
Symbol des ergänzenden Sternbildes Waage, seinem Volke vermitteln soll.
Das Opferlamm ist das göttliche Selbst, das, in Materie gekleidet, sich
auf zwei großen Balken der dreidimensionalen Welt: Zeit und Raum,
kreuzigen läßt, also sein eigenes Leben hingibt, um die Erde zu vergeistigen
und zu erlösen.
Die zwei Gesetzestafeln, in unserem Tempel auf dem Kopf des heiligen
Falken «Horus», der das Symbol des den Raum durchquerenden schöpferischen
Prinzips, des göttlichen Selbst ist, stehen als Symbole für die innere
Struktur des Selbst, die sich in der Seele als moralische Gesetze manifestieren.
Diese göttlichen Wahrheiten werden länger als zweitausend Jahre die
leitenden Ideen, die religiösen Symbole sein. Durch sie vollzieht sich die
Prüfung der neuen Epoche.
Als der Eingeweihte die fertigen Gesetzestafeln bringt und sehen muß,
daß sein Volk das goldene Kalb anbetet, schlägt er die zwei Tafeln mit
solcher Wut auf die Erde, daß sie in Stücke zerbrechen, und bittet Gott,
das unfolgsame Volk zu bestrafen.
Da kommen kleine giftige Schlangen — Symbole der Versucherin, der
Schlange, der Triebkraft aus dem Sternbild Skorpion — vom Himmel
herab und beißen die Leute, die das goldene Kalb angebetet haben. Und sie
leiden schwer an den giftigen Bissen. Der Eingeweihte erbarmt sich des
unglücklichen Volkes. Er richtet in der Mitte des Lagers, wo das Volk sich
befindet, zwei Balken in der Form eines T auf und stellt senkrecht dazu,
mit dem Kopf nach oben, eine Messingschlange daran. Dies ist die symbolische
Darstellung des Baumes der Erkenntnis und des Wissens, des Schlangenbaumes.
Die Schlange — nicht mehr nach unten, sondern nach oben gerichtet
— ist nicht länger die große Versucherin, die den Menschen in den
Einweihung S. 309

Körper lockt, sondern wird zum Symbol der höchsten Weisheit, die den
Menschen zurück in die Einheit führt, zu Gott. Alle Kranken, die diese
Messingschlange anschauen, werden plötzlich wieder gesund.
Ich verstehe: Die Menschen, die die Ideen des neuen Zeitalters nicht annehmen
können oder wollen, werden seelisch krank. Sie finden ihren Platz
zwischen den Menschen nicht mehr, sie kommen in schwere seelische Konflikte.
Dies kann man nur heilen, wenn man sie in den Mittelpunkt ihres
eigenen Wesens führt, wo der Schlangenbaum steht. Wenn sie auf diesen
Baum blicken — ohne von seinen Früchten zu essen —, dann werden sie die
göttlichen Wahrheiten erkennen, ohne sie für sich auszunützen, sie werden
geheilt. Denn Weisheit und selbstloses Allwissen heilt jede Krankheit der
Seele.
Die Bilder der Zukunft laufen weiter: Der große Eingeweihte führt sein
Volk bis zur Schwelle der neuen Epoche — bis zum gelohten Land —, dann
geht er auf einen Berg und verschwindet; man findet seinen Körper nie.
Ich weiß, er dematerialisiert sich genau so, wie die letzten eingeweihten
Hohepriester sich mit allen ihren geheimen Instrumenten in der Pyramide
dematerialisiert haben.
Das auserwählte Volk, das die Ideen der neuen Epoche zu verwirklichen
berufen ist, schreitet weiter und hütet, jedem Buchstaben getreu, die Weisheit
und die geheime Lehre seines großen Meisters. Nur die Bundeslade
verliert allmählich ihre magische Kraft; und es gibt keinen Eingeweihten
mehr, der sie mit seinem Lebensstab wieder aufladen könnte . . .
Ein Weltmonat vergeht, und die Achse der Erde hat sich wieder um
einen Zwölftel ihrer kegelförmigen Bahn weitergeschoben. Der Frühlingspunkt
gleitet langsam in das Tierkreiszeichen Fische. Wieder befinden sich
die Menschen in Unruhe, sie finden die Wahrheit in den verbrauchten und
erstarrten Ideen nicht mehr. Sie sind wie eine Schafherde ohne Hirt. Und
in dieser Übergangszeit wird ein Avatar — ein Sohn Gottes — der große
Lehrer der kommenden Epoche geboren, um die höchste Aufgabe zu erfüllen,
das größte Geheimnis der Schöpfung: Gott in einem Körper auf Erden
wandeln zu lassen.
Dieser Sohn Gottes ist das irdische Ebenbild des himmlischen Opferlammes,
denn wie das göttliche Weltselbst sich aufopfert und die Materie der
dreidimensionalen Welt auf sich nimmt und die ewige Kreuzigung auf den
zwei großen Balken der Zeit und des Raumes erleidet, so muß dieser Sohn
Gottes, der in seinem menschlichen Körper das göttliche Selbst völlig offenbart,
die Rache des Geistes der Materie erleiden und den Tod durch unwissende
Menschen hinnehmen.
Ein Mensch, der in seinem Bewußtsein sich seinem Körper identisch
macht, lebt in innerer Finsternis und gleicht einem Stall, wo verschiedene
Einweihung S. 310

Tiere — die tierisch-körperlichen Triebe — wohnen. In diesem Stall und in
dieser Finsternis wie in einer Nacht wird das göttliche Kind: das Selbstbewußtsein,
geboren. Zweierlei Menschen erkennen das göttliche Kind und
beugen sich vor ihm: die Einfältigen, die vollkommen Ungebildeten und
Ungelehrten, die das Zweifeln des Verstandes noch nicht kennen und mit
der Natur in einer Einheit leben, wie zum Beispiel Hirten, und die Wissenden
und Eingeweihten, die den langen Weg des Verstandes schon hinter sich
haben und nicht mehr mit dem Verstand klügeln, sondern die Dinge aus
innerer Schau betrachten wie die Weisen und Magier des Ostens!
Die religiösen Symbole der neuen Epoche sind Fische und Jungfrau, die
zwei einander ergänzenden Sternbilder. Der Gottessohn wählt seine Mitarbeiter
aus «Fischern». Er bezahlt seine Steuer, die er der Erde schuldig
ist, mit einem Goldstück, das er aus dem Munde eines «Fisches» nimmt.
Er schöpft der Menschheit die Nahrung seiner Lehre aus diesen zwei einander
ergänzenden Sternbildern. Seine Lehren hören aber Menschen von verschiedenem
Entwicklungsgrade. Denen, die schon im Geiste erwacht sind,
also die fünfte, die geistige Ebene erreicht haben — die «fünftausend»
Menschen —, denen gibt er alle seine Lehren, die zwei Fische und die fünf
Brote, die fünf Weizenkörner, die sich in der symbolischen Darstellung der
Jungfrau auf der Ähre in ihrer Hand befinden. Aber auch diese «fünftausend
» Menschen, die im Geiste schon erwacht sind, können seine allerhöchsten
Ideen nicht ganz aufnehmen, nicht einmal in einer ganzen Epoche!
Es bleiben von der Nahrung, die er gegeben hat, zwölf Körbe voll Resten.
Das bedeutet, daß die Menschheit die Geheimnisse des Selbst in jeder
Offenbarung der zwölf Tierkreiszeichen kennenlernen muß. Diese hohen
Wahrheiten zu verstehen und zu verwirklichen, braucht die Menschheit
zwölf Epochen, zwölf Zeitalter, also ein ganzes Weltjahr — fünfundzwanzigtausend
Erdjahre!
All denen, die sich im Bewußtsein nur bis zur vierten Ebene erheben
können — den «viertausend» Menschen —, teilt der Gottessohn nicht alle
Wahrheiten der zwei Tierkreiszeichen als Nahrung aus, sondern nur
«etwas» Fische und fünf Brote. Auch dieses «Etwas» aus seinen Ideen
können sie nicht essen, und es bleiben sieben Körbe voll Resten. Die materiell
eingestellten Menschen müssen zuerst die Geheimnisse der sieben
Ebenen kennenlernen. Erst dann sind sie für die kosmischen Wahrheiten
des Selbst reif.
Das Sternbild Fische gehört zum wässerigen Dreieck. Folglich muß die
Menschheit in dieser Epoche die Prüfung durch das Wasser bestehen: das
Wasser mit dem Wasser besiegen. Und vor meinen erstaunten Augen sehe
ich eine Maschine, mit welcher die Menschen die Kraft des in Dampf verwandelten
Wassers in ihren Dienst stellen. Und ich sehe große Schiffe —
Einweihung S. 311

wie eine ganze Stadt! — mit enormer Geschwindigkeit den Ozean durchqueren;
auch sie sind durch die Kraft des Wassers — des Dampfes — getrieben.
Die Menschheit besteht die Prüfung: sie besiegt das Wasser mit
Wasser.
Auch in der ärztlichen Wissenschaft dominiert das Wasser als Heilmittel.
Ich sehe überall Badeanstalten, Kurorte und verschiedene Kurarten mit
Wasser: Meerbäder, Moorbäder, heiße und kalte Bäder, Kompressen und
andere Methoden von Wasserkuren. Sogar die Heilkraft des Taus wollen
die Menschen ausnützen, indem sie barfuß im nassen Gras herumgehen.
Aber gegen das Ende dieses Zeitalters, wenn der Frühlingspunkt sich
schon dem nächsten Sternbild — Wassermann — nähert, entdecken die
Menschen auf Wasser begründete technische Einrichtungen. Dies ist schon
die vorausgreifende Wirkung des Wassermann-Zeitalters, Epoche der technischen
Errungenschaften. Die Ausstrahlung des Sternbildes Wassermann,
die keine Grenzen kennt und alle Hindernisse aus dem Wege fegt, zeigt
sich in den Ideen und sozialen Auffassungen der Menschheit. Am Ende des
Zeitalters Fische verursachen diese neuen Energien dort, wo die Menschen
auf diese Schwingungen am stärksten reagieren und mitschwingen, große
Revolutionen. Ich sehe Tausende von Menschen aus der herrschenden
Klasse im Gefängnis sitzen und einen Geist, der schon die Züge der neuen,
kommenden Epoche trägt, der unzähligen Menschen aus der höheren Klasse
den Kopf abschlägt oder sie auf andere Art tötet.

Das Zeitalter des Wassermann

[Das Zeitalter des Steinbock]

Die ewigen Räder kreisen weiter, und die Erde gelangt in eine neue
Epoche, in das Wirkungsfeld des Sternbildes Steinbock und seines ergänzenden
Sternbildes Krebs.
Die Aufmerksamkeit der Menschen richtet sich wieder auf die Erde. Sie
bemerken, daß sie zwar sehr viel wissen, aber über ihre eigene große Mutter,
die Mutter Erde, wissen sie noch sehr wenig. Und sie lösen in dieser
Epoche die Aufgabe, die Erde durch Erde zu besiegen, da das Sternbild
Steinbock zum irdischen Gesicht Gottes gehört. Sie konstruieren eine Maschine,
die nach demselben Prinzip aufgebaut ist wie unsere Bundeslade.
Mit ihr beherrschen sie das Gewicht der Materie, das heißt, sie können die
Einweihung S. 313

Anziehungskraft der Erde mit entgegengesetzten Energien aufheben oder
durch ultramaterielle Ausstrahlungen vermehren. Die Menschen verkehren
mitten durch die Erdmasse — in der Tiefe der Berge — in verkürzter,
gerader Linie miteinander, anstatt den langen Weg um die Erde zu nehmen.
Diese Maschine strahlt eine Energie aus, die alles vor sich dematerialisiert,
also daß sie hindernislos vorwärtskommt, dann strahlt sie nach rückwärts
verdichtende Energien aus, und die Kontinuität der Erdmassen ist wiederhergestellt.
Die Menschen haben die Materie mit der Materie — mit der
Energie der Ultramaterie — besiegt. Das bedeutet aber, daß sie in die Tiefe
der Erde dringen können und die noch unausgenützten gewaltigen Kräfte
und Energien, die im Erdinnern noch in ihren Urformen wüten — also
auch die Kräfte der Vulkane —, in den Dienst der Menschheit stellen.
Die Ergänzung des Tierkreiszeichens Steinbock, Krebs, übt sehr tiefen
Einfluß auf das seelische Leben der Menschen aus. Der große Lehrer dieses
Zeitalters enthüllt den Menschen das Geheimnis der verborgenen, unermeßlichen
Kraftquellen in der Tiefe der menschlichen Seele, die dem, der den
Schlüssel zu diesen Kraftquellen besitzt, jene geistige Fähigkeit verleihen,
die Unwissende «überirdische» Kapazitäten nennen. Auf der ganzen Erde
sehe ich überall öffentliche Schulen, wo schon die Kinder diese höheren
Fähigkeiten durch Übungen, wie sie bei uns nur den Priesterkandidaten im
Tempel erlaubt waren, beherrschen lernen. Das Wissen verbreitet sich in
immer größeren Kreisen und dringt in die weitesten Schichten.
Die Bilder verblassen plötzlich, ich besinne mich wieder auf mich. Ich
liege noch auf dem Übungslager, vollkommen betäubt von den gewaltigen
Erlebnissen der Zukunft. Ptahhotep steht vor mir, und als ich mich erholt
habe, hilft er mir aufzustehen. Er schließt seine Belehrungen für heute ab.
«Wie du siehst, mein Kind, empfangen die Bewohner der Erde die Einweihung
in kleineren, größeren und noch größeren Kreisen, die ineinander
wirken. Ein Mensch kann die Einweihung persönlich im Rahmen eines
einzigen Lebens empfangen. Auch ein Volk kann die Einweihung bekommen,
insofern ein ganzes Volk sich auf die höchste Stufe der Entwicklung
hinaufringt und seine Aufgabe auf der Erde erfüllt. Und schließlich erlangt
die ganze Erde die Einweihung, indem sie den Kreis der vier Gesichter
Gottes durchläuft und in einer gesetzmäßigen Entwicklung alle Stufen der
Einweihung erlebt, um schließlich ihre vollkommene Vergeistigung — die
Erlösung aus der Materie — zu erlangen. In der Zeitrechnung der Erde
dauert das noch Äonen. Noch unzählige mal in irdischen und auch in Weltjahren
wird die Erde den Kreis des Zodiakus durchlaufen. Ich habe dir von
diesem unendlich langen Weg nur einen winzigen Teil gezeigt. Die
Geschichte der Menschheit auf der Erde ist nicht dem Zufall unterworfen.
Du solltest erkennen, daß jeder Schritt der Entwicklung nach göttlicher
Einweihung S. 314

Vorsehung, nach einem göttlichen Lehrstoff erfolgt. Ein Mensch kann diesen
unendlich langen Weg in einem einzigen Menschenleben durchlaufen,
wenn er seinen Willen restlos auf dieses Ziel konzentriert.»
Ptahhotep segnet mich und sagt zum Abschied: «Komme morgen wieder,
ich habe dir Wichtiges zu sagen.»
Einweihung S. 315

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