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#1 Demokratie oder Mediendiktatur? von W.L. 05.07.2018 10:15

Der Fall Eva Hermann, Nachrichtensprecherin, die es gewagt hatte, sich wie folgt zu äußern:
(Der Radiomitschnitt wird eingespielt.) „Wir müssen den Familien Entlastung und nicht Belastung zumuten und müssen auch eine Gerechtigkeit schaffen zwischen kinderlosen und kinderreichen Familien. Und wir müssen vor allem das Bild der Mutter in Deutschland auch wieder wertschätzen lernen, das leider ja mit dem Nationalsozialismus und der darauf folgenden 68er-Bewegung abgeschafft wurde. Mit den 68ern wurde damals praktisch alles das, alles, was wir an Werten hatten, es war eine grausame Zeit, das war ein völlig durchgeknallter, hochgefährlicher Politiker, der das deutsche Volk ins Verderben geführt hat, das wissen wir alle, es ist damals eben auch das, was gut war, und das sind Werte, das sind Kinder, das sind Mütter, das sind Familien, das ist Zusammenhalt - das wurde abgeschafft.“

Dieses Zitat wurden dann in der Presse so eingekürzt: „In diesem Zusammenhang machte die Autorin einen Schlenker zum Dritten Reich, da sei vieles sehr schlecht gewesen, z. B. Adolf Hitler, aber einiges eben auch sehr gut, z. B. die Wertschätzung der Mutter, die hätten die 68er abgeschafft, und deshalb habe man nun den gesellschaftlichen Salat.“
Eva Hermans Auftritt bei Kerner im Wortlaut, Die Welt vom 10.10.2007

Dass das NS-Regime die Rolle der Frau instrumentalisierte, ist Frau Hermann entgangen und hier mag Kritik ansetzen. Das heißt nicht, dass die Ex-Nachrichtensprecherin gänzlich unrecht hätte. Es sollte also eine Debatte entstehen, die an der Sache geführt wird. Jeder mag zur Rolle der Frau stehen, wie er möchte. Wenn aber so eine Äußerung dazu führt, dass eine Person des öffentlichen Lebens zur Persona non grata erklärt wird, dann stimmt etwas nicht mehr. Hier wird der Diskurs in einer Weise geführt, der Andersdenkende diskriminiert. Eva Hermann wurde in der denkwürdigen Sendung bei Johannes B. Kerner insbesondere von Senta Berger weggebissen. Frau Berger stellte Eva Hermann vor die Wahl, entweder werde sie oder Frau Hermann das Studio verlassen. Diese weibliche Stutenbissigkeit konnten wir von zahlreichen weiblichen Personen des öffentlichen Lebens in den Folgejahren immer wieder beobachten. Frau Hermann musste daraufhin nicht nur das Studio, sondern auch den Sender verlassen. Eine Maßnahme, die einem Berufsverbot gleichkommt, denn kein anderer Sender hätte die Nachrichtensprecherin mehr eingestellt. Diese Tatsache zeigt die Verfilztheit der Medien und die öffentliche Meinungsfront, die in diesem Lande schleichend eingezogen ist. Es gibt keinen offenen Diskurs mehr. Bestimmte Meinungen sind tabuisiert und werden mit den subtilen Mitteln des Journalismus an den Pranger gestellt und somit beseitigt. Wer diesen Meinungen anhängt, wird schweigen. Er wird sich zurückziehen und den Anteil der Schweigenden bilden, der je länger und rigider der Diskurs eingeengt wird, zu einer schweigenden Mehrheit führen kann. Es werden sich Gegenöffentlichkeiten bilden. Die Auseinandersetzungen werden heftiger und somit auch unsachlich. Wenn Steinmeier von der "Verrohung der Sprache im Internet" spricht, so sollte er wissen, dass dies zum Teil an der unausgesprochenen Tabuisierung des öffentlichen Diskurses liegt.

Ein Vorgriff auf weitere Einzelfälle:
Er ist Mitglied der AfD: Schule entlässt Lehrer nach Teilnahme an rechten Demos

Düsseldorf Stadtverwaltung versetzt Beamten wegen AfD-Mitgliedschaft

AfD-Politiker wehrt sich gegen Räumungsurteil

Essens Awo forscht in eigenen Reihen nach AfD-Mitgliedern

Der Fall Uwe Tellkamp: Deutsche Kultur

Alice Weidel verlässt unter Beifall und Johlen des Publikums die Sendung.
Die Welt, 6.9.2017

Der Stuttgarter AfD-Stadtrat Eberhard Brett ist auf dem Weg zu einer Wahlveranstaltung angegriffen worden. Er wurde nach eigener Darstellung von einem 18-Jährigen mit einer Holzlatte auf den Kopf geschlagen und verletzt, wie die Polizei am Freitag mitteilte.Der mutmaßliche Angreifer wurde vorläufig festgenommen und später wieder auf freien Fuß gesetzt. Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Er gehörte demnach zu einer Gruppe von 40 bis 50 Menschen, die nach ersten Erkenntnissen dem linken Spektrum zuzurechnen sind. Bretts 43 Jahre alte Begleiterin bekam nach Polizeiangaben bei dem Vorfall am Donnerstagabend von einem Unbekannten einen Schlag in den Rücken.
Die Welt, 28.04.2017

Der rheinland-pfälzische AfD-Fraktionschef Uwe Junge ist in Mainz angegriffen und im Gesicht verletzt worden. Vier Männer hätten den 58 Jahre alten Politiker am späten Dienstagabend in der Fußgängerzone attackiert, teilte die Fraktion am Mittwoch mit. Eine Augenzeugin sprach von einem Angreifer und drei unbeteiligten Begleitern.
FAZ, 31.08.2016

Der Vorsitzende der AfD im Kreis Kassel, Florian Kohlweg, ist bei einer Party angegriffen worden. Ein vermutlich der linksextremistischen Szene zuzuordnender Täter hätte ihm zweimal so heftig auf den Kopf geschlagen, dass der 20-jährige Politiker bis Sonntagnachmittag mit einer Platzwunde und Verdacht auf Gehirnerschütterung im Krankenhaus zubringen musste.
Junge Freiheit, 21. November 2016

Die AfD-Vorsitzende sucht verzweifelt eine Wohnung und findet keine. Das berichtete sie der Zeitung Die Welt. Die Vermieter würden einen Rückzieher machen, sobald ihr Name falle....
Augsburger-Allgemeine, 16.12.2016

Auto von Frauke Petry in Leipzig in Brand gesetzt,
Die Welt, 17.9.2016

Demnach waren mehrere Maskierte am 8. November in den Unterricht des Professors für Anglistik und Amerikanistik Markus Egg auf der Humboldt Universität eingedrungen und hatten ein Plakat gehalten. Egg wurde von den Eindringlingen mit Wasser beschüttet.
Der #AfD-Politiker Markus Egg wurde in der @HumboldtUni mit Wasser überschüttet: https://t.co/uIBXdif5td pic.twitter.com/zzQgbj0Pms

Epoch Times, 21. November 2016

AfD Parteitag in Stuttgart, 2016
... warfen Flaschen auf die Polizei. ... Demonstranten hätten am Morgen die Bundesstraße 27 mit brennenden Autoreifen für eine halbe Stunde blockiert. Auch auf der Autobahn A8 hätten Demonstranten auf Höhe des Flughafens in der Nähe der Messe in beide Fahrtrichtungen zeitweise den Verkehr unterbrochen. Einige zündeten Bengalos und Leuchtraketen. Die Polizei sprach von 2000 Demonstranten. Auf Twitter meldet die Polizei bis zu 900 gewaltbereite Störer.
Spiegel Online

Trattoria schließt. Brauerei kündigt münchner „Casa mia“ den Pachtvertrag. Anfang 2016 war bekannt geworden, dass sich jeden Montagabend Vertreter des rechtspopulistischen Bündnisses Pegida in dem Lokal trafen
TZ, 15.5.2017

Kein Kölsch für Nazis": Kölner Wirte stellen sich gegen AfD
Morgenpost, 25.3.2017

Türen beschmiert, Reifen zerstochen, Pferdemist abgeladen: Nach massiven Drohungen hat ein Gastwirt aus Schleswig-Holstein sein Lokal geschlossen. Er hatte der AfD Räume für Wahlkampfpartys vermietet.
Die Welt, 30.5.2015

Mit dem Netzwerkdurchsetzungsgesetz wurde ein Instrument geschaffen, mit dem Laien, teilweise angelernte Kräfte aus der IT-Branche dazu genötigt werden, die Rolle von Anwälten zu übernehmen: Human Rights Watch bestätigt die AfD und fordert Abschaffung des NetzDGs

#2 RE: Demokratie oder Mediendiktatur? von W.L. 06.07.2018 10:11

Jörg Sator und die Essener Tafel

Jörg Sator, Organisator der Essener Tafel im Interview mit der Essener WAZ
Von seinem Büro aus bekommt Sator Veränderungen mit: „Wir wissen, dass Altersarmut gravierender wird“. Aber mittwochs bei der wöchentlichen Anmeldung kämen trotzdem kaum Rentner, dafür meist junge Ausländer. „Die Oma kommt nicht mehr, weil so viele Männer vor der Türe stehen.“
Deshalb schafft Sator nun bewusst Vorteile für ältere Kundschaft. Als ersten Schritt hat er vor drei Monaten für über 63-Jährige die obligatorische Tafel-Pause abgeschafft. Zuvor musste jeder Tafelgänger regelmäßig ein Jahr aussetzen. Wir müssen versuchen, die Waage im Gleichgewicht zu halten“ Die Waage, die sich in seinen Augen stark Richtung der Alleinstehenden unter-30-Jährigen bewegte. Für diese gilt nun auch eine neue Regel: Drei Monate Tafel mit einem Jahr Abstand dazwischen – mehr nicht. Ist das gerecht? Sator weiß ja, dass ihn die Tafel-Organisatoren anderer Städte kritisch beäugen. Aber er betont: „Uns hat hier keiner was zu sagen, kein Sozialdezernent oder Bürgermeister“

Rentner scheien Gang zur Essener Tafel, WAZ, 19.9.2016“

Daraus wurde in ARD/WDR:
Aufnahmestopp für Ausländer an Essener Tafel
Quelle: WDR
Immer mehr Flüchtlinge, meist junge Männer, stehen in der langen Schlange bei der Essener Tafel. Alte Frauen oder Alleinerziehende würden verdrängt, heißt es. Gegen diesen "Verdrängungsprozess" möchte die Essener Tafel nun vorgehen, indem sie keine Ausländer mehr aufnimmt, an die sie Lebensmittel abgibt.

ARD Mediathek, WDR Frensehen

Der Tafelgrundsatz wurde im Übrigen nicht verletzt, gegen Sator wurde kein Verfahren zum Ausschluss aus dem Verein Deutsche Tafel e.V. angestrengt, was bei Verfehlungen der Fall sein müsste.

Grundsatz 8
Der Bundesverband Deutsche Tafel e.V. achtet auf die Einhaltung der Tafelgrundsätze. Bei Nichteinhaltung der Tafelgrundsätze beantragt der Bundesverband in Abstimmung mit dem zuständigen Ländervertreter ein Verfahren zur Aberkennung des Namens 'Tafel' und gegebenenfalls ein Verfahren zum Ausschluss aus dem Verein Deutsche Tafel e.V.

essener-tafel.de/ueber-uns/tafel-grundsaetze/

Auf diesen Fake sprangen Medien und Politiker ein und schließlich wurde der Fall zur Chefsache.

In der Debatte über den Aufnahmestopp für Ausländer bei der Essener Tafel hat Bundeskanzlerin Angela Merkel mit Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen (beide CDU) gesprochen. Merkel habe sich in dem Telefonat am Dienstag von Kufen die Lage vor Ort schildern lassen und mit ihm darüber gesprochen, „wie es dort weitergehen soll“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Mittwoch in Berlin.
Seibert bekräftigte zugleich die zuvor von Merkel geäußerte Kritik an der Entscheidung der Tafel-Verantwortlichen: „Bedürftigkeit ist Bedürftigkeit und dafür ist nicht die Staatsangehörigkeit die Richtschnur“, sagte der Regierungssprecher. Er lobte zugleich den in Essen vereinbarten Runden Tisch unter Beteiligung auch der Stadt sowie von Migrantenverbänden, um Lösungen der dort vorhandenen Probleme zu finden.
Siehe: Merkel lehnt Ausschluss von Ausländern bei Essener Tafel ab – Sie wusste nichts von den vielen Armen
Nachdrücklich lobte Seibert auch das ehrenamtliche Engagement der Tafeln, für das auch Merkel „allergrößten Respekt“ habe. Die Millionen von Ehrenamtlichen in Deutschland in unterschiedlichen Bereichen seien „ein wahrer Schatz unseres Landes“.
Allerdings hätten Tafeln in anderen Städten „für sich Maßnahmen getroffen, um vergleichbare Probleme zu bewältigen“, sagte Seibert weiter. Solche Beispiele könnten „vielleicht auch in der Essener Situation helfen“. Dies müssten aber die Tafel-Verantwortlichen vor Ort entscheiden. Zudem deutete Seibert Bereitschaft zu Unterstützung an: Es müsse immer auch gefragt werden, „wie kann man von außen vielleicht noch helfen“.

Epochtimes, 28. February 2018

Zur Erinnerung: Sator hat den über 63-Jäjrigen einen Vorteil verschafft, weil die Altersgruppe der jungen Männer überhandgenommen hatte. Nun frägt die Kanzlerin nach: „wie es dort weitergehen soll“, so als handle es sich um eine Staatsversagen, das nun einer politischen Lösung bedürfe.

Die Open Media Society (George Sorros lässt grüßen) wusste sogar: "Vorgehensweise der „Essener Tafel“ spaltet Deutschland"

Ein absurdes Theater, das zeigt, wie das Thema Ausländer und Flüchtlinge tabuisiert wird. Tellkamp ist diesem Tabu zum Opfer gefallen: Deutsche Kultur Gegen Sator konnte man nichts tun. Der Essener Tafelverein war sich einig. Dennoch wurde nachgetreten: Unbekannte beschmieren Autos der Essener Tafel

#3 RE: Demokratie oder Mediendiktatur? von W.L. 10.07.2018 09:28

Habe als Unterstützer der Erklärung 2018 folgende Info erhalten:

Sehr geehrte Unterstützerin, sehr geehrter Unterstützer,

bislang haben über 160.000 die “Gemeinsame Erklärung 2018” unterzeichnet.

Auch tausende Facebook-Nutzer hatten dazu aufgerufen, die Erklärung beziehungsweise Petition 2018 zu unterschreiben. Einer, der das tat, wurde dafür kürzlich von Facebook wegen angeblicher „Hassrede“ für 30 Tage gesperrt und sein Beitrag gelöscht, seine Beschwerde wortkarg abgetan. Und das, obwohl er nur unaufgeregt zum Unterzeichnen aufgerufen und den Link zur Petition verbreitet hatte. Es handelt sich um den ersten Fall, in dem Löschtrupps im Auftrag von Facebook einen Aufruf für eine Petition unterdrückten, die auf der offiziellen Seite des Bundestages zu finden ist. Damit bestätigt sich der Verdacht, den viele liberale Bürger von Anfang an gegen das verfassungswidrige „Netzwerkdurchsetzungsgesetz“ von Heiko Maas hegten: Es ist darauf angelegt, die politische Willensbildung zu unterdrücken, sofern Sie der Regierung und Ihren Unterstützern nicht in den Kram passt.

Der Betroffene steht für jeden von uns. Er ist willens zu klagen, der Hamburger Rechtsanwalt Joachim Steinhöfel vertritt ihn gegen Facebook. Steinhöfel hatte in der Vergangenheit schon in mehreren spektakulären Verfahren Facebook gezwungen, gelöschte Inhalte wieder herzustellen, die nicht gegen Gesetze verstoßen hatten, beziehungsweise strafbarae Posts zu löschen, wogegen sich das Netzwerk zuerst sträubte. In diesem Zensurfall ist ein Urteil wegen der Präzedenzwirkung besonders wichtig.

Joachim Steinhöfel hatte in der Vergangenheit Facebook-Löschungsopfer oft pro bono beraten. Um Prozesse zu führen, braucht es allerdings Unterstützung, wenn der Kläger selber nicht genügend Geld aufbringen kann. Der Medienrechtler hat deshalb jetzt die Initiative „Meinungsfreiheit im Netz“ gegründet und ein Spendenkonto für diesen und weitere vergleichbare Zensurfälle eröffnet.

Meinungsfreiheit im Netz

Wie bitten Sie, diesen notwendigen Schritt gegen diese auch verfassungswidrige Einschränkung der Meinungsfreiheit mit einem kleinen Betrag zu unterstützen. Wir wollen Facebook gemeinsam klarmachen, dass sich die Bürger dieses Landes willkürliche Eingriffe in die Meinungsfreiheit nicht werden bieten lassen! Danke! Wir werden Sie über den Verlauf des Verfahrens unterrichten.

Mit freundlichen Grüßen

Vera Lengsfeld, Henryk M. Broder und Alexander Wendt

#4 RE: Demokratie oder Mediendiktatur? von W.L. 31.07.2018 22:16

#5 RE: Demokratie oder Mediendiktatur? von W.L. 02.08.2018 11:06

Angesichts der medial durchweg positiven Darstellung, die in Sachen "Seenotrettung" im Mittelmeer gelaufen ist, könnte man glauben, die Mehrheit der Deutschen sei für eine private Seenotrettung im Mittelmeer. Hingegen sehen nur rund 40% die Arbeit der Lifeline, in der von der Augsburger Allgemeinen Zeitung veröffentlichten Umfrage, positiv bis sehr positiv. Rund 60% sehen diese Arbeit eher negativ bis sehr negativ. Der schwäbischen Regionalzeitung zufolge war die Mehrheit der Befragten seit Oktober 2017 gegen diese Aktionen (Fall "Lifeline": Mehrheit der Deutschen ist gegen private Seenotrettung).

Die in allen Kanälen verrissene und als unseriös geltende Pi-News zitiert die o.a. Umfrage korrekt. Damit habe ich, wie ich das stets tue, die Berichterstattung quer gecheckt. Pi-News zitiert auch Umfragen bei Bild:
"Selbst in einer EMNID-Umfrage, die von der Bild am Sonntag zwei Tage nach der Veröffentlichung der Civey-Zahlen in Auftrag gegeben wurde, sprach sich eine Mehrheit der Befragten dafür aus, die Migranten zurück nach Afrika statt nach Europa zu bringen."
Mission Lifeline „rudert zurück“: Schlepper laden Bystron aus, Pi-News vom 2. August 2018

Das zeigt, dass der Medienrummel die Mehrheitsmeinung nicht in jedem Fall im Griff hat. Es zeigt auch, dass es nicht um Retten oder nicht retten geht, sondern darum, wohin die Geretteten anschließend gebracht werden.
Die Verdrehungen mancher Blätter sind sagenhaft. MOPO schreibt dazu etwa:
"Europa scheint die fliehenden Menschen selbst zur Fluchtursache erklärt zu haben. Bekämpft wird nur die Rettung der Menschenleben. Einsperren will man die Überlebenden nun. Die Opfer von Krieg, Folter, Vergewaltigung und Armut werden zu Menschen zweiter Klasse erklärt. Entweder hat man die Haltung, dass alle Menschen gleich sind, oder man hat sie nicht. Menschen darf man an ihren Taten messen.

Menschen, die Männer, Frauen und Kinder zur Abschreckung ertrinken lassen wollen, die ziviles Engagement fürchten und bekämpfen, die Verbrecher zu Verbündeten erklären und finanzieren, solche Menschen gehören vor ein Gericht gestellt. Nicht unsere Kapitäne. Diese Politik wird uns an einen dunklen Ort führen, an dem sich unsere Nachkommen daran gewöhnen müssen, dass monatlich so viele Menschen an unseren Außengrenzen sterben wie in der gesamten Zeit der hochgerüsteten deutsch-deutschen Grenze.

Jeder möge sich selbst fragen, was so aus uns wird. Was aus jedem von uns wird, wenn wir uns von Politikern wie Horst Seehofer, Sebastian Kurz und Matteo Salvini auf Generationen als unmenschliche Europäerinnen und Europäer brandmarken lassen. Wir werden die sein, die einfach nur wollten, dass alles so bleibt, wie es ist, und bereit waren, andere jeden erdenklichen Preis dafür zahlen zu lassen."

Fluchtversuch über das Mittelmeer Menschen ertrinken lassen ist auch keine Lösung!

Gefährlich ist die folgende Aussage:
"Entweder hat man die Haltung, dass alle Menschen gleich sind, oder man hat sie nicht."
Die Verantwortung für globale Verwerfungen übernehmen zu wollen ist der gefährlichste Größenwahn linker Ideologie. Sie impliziert auch, dass einem Bürger, der den eigenen Staat mit seinen Beiträgen stützt und erhält, völlig entrechtet wird. Das steht auch hinter der Äußerung der Kanzlerin, die nicht mehr vom Bürger, sondern von denen "die schon länger hier leben" spricht, so als hätten die "die schon länger hier leben" nichts zum Erhalt des Staates beigetragen, als eben schon länger hier zu leben. Die Kanzlerin wurde hingegen von denen "die schon länger hier leben" gewählt, um sie als Bürger ihres Staates zu vertreten. Was bleibt, ist die Hybris einer Autokratin, die nichts weiter im Sinn hat, als die "die schon länger hier leben" durch die, "die neu hinzugekommen sind"(Angela Merkel) zu ersetzen oder beide gleichzustellen. Dabei soll ein Facharbeiter, der mit Mitte fünfzig ca. 50.000 € in die Arbeitslosenkasse und das Vielfache an Steuern und Krankenversicherung einbezahlt hat, völlig gundlos diejenigen alimentieren, die "neu hinzugekommen sind". Das verstehen viele dieser Facharbeiter nicht mehr und darum steht die SPD bei den aktuellen Wahlumfragen bei 18%.

#6 RE: Demokratie oder Mediendiktatur? von W.L. 12.08.2018 11:58

Wer heute die Nachrichten verfolgt, wird sehen, dass es in Israel zu Demonstrationen gegen das Nationalitätsgesetz gekommen ist. Zehntausende sollen demonstrieren. Aus sicherer Quelle weiß ich, dass das Leben in Tel Aviv völlig normal verläuft. Selbst in Tel Aviv erfahren die Israeli von den Demonstrationen aus den Nachrichten: Proteste in Israel gegen Nationalitätengesetz, tagesschau.de vom 11/12.08.2018 0:03

In dem Nachrichtenstreifen sieht man u.a. eine Fahne der Palästinenser. Das ist eigenartig, denn die Palästinenser erkennen den Staat Israel nicht an. Wieso demonstrieren sie gegen ein Gesetz, das sie als Bürger zweiter Klasse diskriminiert, wenn sie sich gar nicht als Bürger dieses Landes sehen?
Die Lösung dieses Rätsels ließt man bei Israel Heute, vom Sonntag, 12. August 2018, dort heißt es unter dem Titel: Palästinensische Fahnen auf dem Rabin-Platz, "Nachdem sich vor einer Woche die Drusen zusammen mit vielen jüdischen Mitbürgern zu Tausenden auf dem Rabin-Platz versammelten, um gegen des umstrittene Nationalitätsgesetz zu demonstrieren, waren es gestern Abend die israelischen Araber, die dort gegen dieses Gesetz demonstrierten.
Doch während sich die Drusen mit dem Staat Israel identifizieren, in der Armee dienen und die Hatikva, die israelische Nationalhymne singen, und daher von vielen jüdischen Israelis bei der Demonstration unterstützt wurden, hatte die gestrige Demonstration der israelischen Araber einen ganz anderen Charakter. Der größte Teil der Israelis distanzierte sich von dem, was gestern in Tel Aviv geschehen war.
Was war geschehen? Man hätte erwartet, dass die arabischen Staatsbürger gestern gegen das Gesetz demonstrierten, weil auch sie sich, wie die Drusen, als ein Teil der israelischen Gesellschaft fühlen und sich durch das Gesetz als Bürger zweiter Klasse fühlen, so wie es die Drusen zum Ausdruck brachten. Man hätte erwartet, dass die israelischen Araber deutlich machen würden, dass auch sie ein Teil der israelischen Gesellschaft, ein Teil Israels, seien.
Doch stattdessen wurden während der Demonstration statt der israelischen Fahne zahlreiche palästinensische Fahnen gesehen. Auf dem Marsch der Demonstranten vom Rabin-Platz zum Platz vor dem Habima-Theater riefen viele Teilnehmer der Demonstration „Mit Blut und Geist befreien wir Palästina!“ und schwenkten dabei die palästinensische Fahne.
Das Marschieren mit palästinensischen Fahnen im Herzen Tel Avivs und der Ruf nach der Befreiung Palästinas lässt eigentlich nur einen Schluss zu: Die israelischen Araber fühlen sich nicht dem Staat Israel zugehörig, ganz im Gegenteil, sie sind gegen ihn, Sie rufen nach der Befreiung Palästinas, was gleichzeitig bedeutet, das Israel ihrer Ansicht nach gar kein Anrecht auf einen Staat hat, hier in „Palästina“, das befreit werden soll.
Was sollte diese Demonstration nun erreichen? Dass die Regierung begreift, dass sie einen Fehler gemacht hat, da auch die israelischen Araber ein Teil des Staates Israel ist, dass sie sich ihm verpflichtet fühlen und in ihm ihre Heimat sehen? Wenn das wirklich das Ziel dieser Demonstration gewesen sein soll, so so haben sie dieses Ziel gestern total verfehlt. Sie haben uns gezeigt, dass sie eben nicht zu Israel gehören, kein Teil der israelischen Gesellschaft sein wollen."


Diese Unterscheidung trifft man in unseren Medien nicht. Sie würden das hemmungslose Eindreschen auf die Politik Benjamin Netanjahus empfindlich stören. Man möchte dem treuen Seher der deutschen Nachrichten einbläuen, dass ganz Israel Netanjahu zum Teufel wünscht, was in keiner Weise der Fall ist. Der Artikel auf Israel Heute schließt nun wiefolgt:

"Unter den rund 20.000 Demonstranten gestern waren sicherlich auch einige israelische Araber, die sich tatsächlich als ein Teil des israelischen Staates sehen, vielleicht war es sogar die Mehrheit. Fairerweise sollte auch erwähnt werden, dass es arabische Israelis gibt, die in der Armee dienen, und immer mehr melden sich zum Dienst in der israelischen Polizei. Auch gibt es arabische Richter und sehr viele gute Ärzte in Israels Krankenhäusern. Doch was von der Demonstration gestern in Erinnerung bleibt, sind die palästinensischen Fahnen und der Ruf nach der „Befreiung Palästinas“.

Gestern hätten sich die israelischen Araber ins Bein geschossen, schrieb ein Journalist heute in der Zeitung Jediot Achronot. So sieht es aus. Viele werden heute ganz anders über unsere arabischen Mitbürger denken, als vor dem Schauspiel von gestern. Und das ist schade. Der Riss ist jetzt nur noch größer geworden."

Israel Heute, vom Sonntag, 12. August 2018


תיעוד מדהים : הפגנות של ערבים ושמאלנים במרכז תל אביב שהפכו להפגנות של תמיכה בטרור הערבי הרצחני
(Übers.: Demonstrationen von Arabern und Linken im Zentrum von Tel Aviv, die zu Demonstrationen der Unterstützung für den mörderischen arabischen Terrorismus wurden.)

Unsere Medien betreiben die Ideologisierung unserer Bevölkerung mit subtilen Mitteln und großer Professionalität. Sie setzen sich dabei selbst stets ins Licht einer objektiven Berichterstattung. Indessen werden dem unvoreingenommenen Seher ganz bestimmte fest gefügte Meinungen und Ansichten vermittelt. Dazu gehören Ressentiments und Vorurteile, die Welt wird in Gut und Böse eingeteilt.

Im konkreten Fall sind Palästinenser stets Opfer der Politik Israels unter Benjamin Netanjahu. Diese Botschaft wird so oft wiederholt und unterschoben, bis es auch der letzte Gebührenzahler kapiert hat und mit Inbrunst daran glaubt. Eine Art von subtiler Volksverhetzung, die seit Jahren die Politik in diesem Lande flankiert.

Gerd Buurmann schreibt in der Jüdischen Rundschau:
"Kürzlich gab es wieder einen hysterischen Tag im deutschen Medienwald, denn es ging um das neue in Israel am 19. Juli 2018 verabschiedete „Grundgesetzes: Israel als Nationalstaat des jüdischen Volkes“.
In jeder deutschen Nachricht, die ich dazu las und hörte, fand ich eine Menge Meinung und noch mehr Kommentare. Einige Berichterstatter faselten sogar von Apartheid und Rassismus. In keinem deutschen Leitmedium fand ich jedoch eine Übersetzung des Gesetzes. Komisch."


Der Autor hat das Gesetz ins Deutsche übersetzt. Hier ist die strittige Passage:
...
4. Sprache
A. Die Sprache des Staates ist Hebräisch.
B. Die arabische Sprache hat einen besonderen Status im Staat; die Regelung des Einsatzes von Arabisch in staatlichen Institutionen oder durch sie wird gesetzlich geregelt.
C. Diese Klausel berührt nicht den Status, der der arabischen Sprache vor Inkrafttreten dieses Gesetzes gegeben wurde.


Buurmann weiter:
"In vielen sogenannten Qualitätsmedien in Deutschland wird insinuiert, der bisherige Status der arabischen Sprache in Israel werde angetastet. Dem ist jedoch eindeutig und nachweislich nicht so. Das Gesetz erklärt ganz deutlich, dass kein Status und keine Privilegien der arabischen Sprache in Israel angetastet werden. Für die arabische Sprache bleibt alles, wie es war.

Die einzige kleine Änderung, die durch dieses Gesetzt vorgenommen wird, betrifft das Hebräische. Diese Sprache wird durch das neue Gesetz als einzige Sprache mit dem Attribut „Sprache des Staates“ versehen. Damit wird lediglich die besondere Wichtigkeit des Hebräischen hervorgehoben, da es die Sprache ist, in der die Nationalhymne Israels verfasst ist, sowie der Text des Buches auf dem die meisten Feiertage des Landes fußen. Mehr wurde mit dieser Klausel nicht festgelegt. Kein Grund zur Hysterie."

Die Diskriminierungslüge: Deutsche Medien verschweigen ihren Lesern den Wortlaut des neuen israelischen Nationalstaats-Gesetzes, Jüdische Rundschau vom 3.8.2018

Dieser Beitrag ist ein schönes Beispiel für die Nachrichten in ARD und ZDF, die längst nicht mehr Nachricht sind, sondern das Unterschieben einer ganz bestimmten Meinung beabsichtigt. Diese Meinungen, die uns permanent unterschoben werden, lassen sich tendenziell als links bis linksideologisch einstufen.

Weiterführende Hinweise:
Der Nahostkonflikt
Jerusalem Gründungsmythos dreier Religionen

#7 RE: Demokratie oder Mediendiktatur? von W.L. 22.08.2018 16:33

Die Geschichte von Thomas Böhm (Kolumnist)

"Thomas Böhm ist in Hamburg geboren und aufgewachsen. 1975 zog Böhm nach Berlin, wo er sein „erstes Geld als Striptease-Tänzer in einer Schwulenbar am Nollendorfplatz verdient“ hat. Nach eigener Aussage war er „jahrelang in der [schwulen] Community zu Hause“".

Heute gilt dies eher als Gendergesinnungsgarant, denn als Makel. Aus meiner Sicht reine Privatsache.

"Böhm begann seine journalistische Karriere bei der gerade neu gegründeten taz, wo er zuerst als Volontär und dann seit 1984 als Musikredakteur arbeitete. Danach war er bis 1990 freier Mitarbeiter des Journalistenbüros »Presstige«. Er schrieb in dieser Zeit als freier Autor unter anderem für die Zeit, den Tagesspiegel, den Stern, Vogue, tip und Zitty. Nebenher arbeitete er als Musiker und Karikaturist."
Wikipedia/Thomas Böhm(Kolumnist)

Bis zu dieser Zeit scheint der vielseitig Begabte sich politisch links orientiert zu haben. Die taz ist linkes Urgestein. Tagesspiegel, Stern, Vogue, tip und Zitty sind eher Boulevard und Trendmedien.

"Ab 1992 war er für 13 Jahre bei der B.Z., wo er unter anderem eine täglichen Hunde-Kolumne (»Shiva, meine beste Freundin«) schrieb. Über seinen politischen Werdegang schrieb er:

„Politisiert worden bin ich am 11. September 2001, als der islamische Terroranschlag die Welt erschütterte. Ich wurde an diesem Tag nach Kreuzberg geschickt, um ‚die Stimmung einzufangen.‘ Ich traf auf viele muslimische Männer, die auf den Straßen gejubelt und getanzt haben. Das wollte ich dann auch so schreiben, doch das wurde mir von der Chefredaktion untersagt, ‚weil man die Muslime nicht schlechtmachen wollte‘. Das waren dann sozusagen meine ersten erzwungenen Fake-News.“"

Wikipedia/Thomas Böhm(Kolumnist)

Das dürfte zu einem Bruch in der Biografie des Kolumnisten geführt haben. Im Übrigen ist an dieser Stelle die Frage erlaubt, ob das Entsetzen über den 11. September 2011 mehr der entsetzlichen Tat der Terroristen oder der Tatsache, dass Berliner Muslime das bejubelt haben, gelten soll.

"Ende 2010 war er Mitbegründer der rechtspopulistischen Kleinpartei Die Freiheit, für die er ehrenamtlich als Pressesprecher arbeitete. In dieser Zeit verlor er nach eigenen Angaben seine letzten Aufträge als freier Journalist. 2011 und 2012 veröffentlichte er dann in zwei Büchern die Beiträge aus seiner Hundekolumne bei der B.Z.

Böhm war von 2012 bis Anfang 2018 Chefredakteur des von ihm gegründeten Blogs „Journalistenwatch“. Seine Ehefrau, Marilla Slominski, übernahm von ihm die Chefredaktion. 2015 veröffentlichte er das Buch Des Wahnsinns fette Leute, eine satirische Betrachtung gesellschaftspolitischer Verhältnisse. Böhm ist zudem seit Mai 2016 Bundesgeschäftsführer des Vereins Pax Europa, welcher der politischen Rechten nahe steht."

Wikipedia/Thomas Böhm(Kolumnist)

Thomas Böhm, ist überzeugter Demokrat, der im Moment seiner politischen Orientierung nach rechts, seiner bisherigen Existenzgrundlage vollständig beraubt wurde. Diese Mediengesellschaft, die sich selbst als frei und demokratisch inszeniert, erscheint eher als eine Gesinnungsdiktatur nach DDR Vorbild. Wer Karriere machen will, muss das richtige Parteibuch haben. Nun wird Böhms neue und erfolgreiche Medienplattform Jouwatch auch weiterhin mit DDR Methoden demontiert. Jouwatch ist einer der bestrecherchierten rechtskonservativen Plattformen, die dem derzeit regierenden Regime unbequem zu werden scheint. Ein gutes Zeichen.
Wenn der „Zeit“-Mann einmal klingelt, oder: Das Imperium schlägt zurück

Des Wahnsinns fette Leute: Wahnwitzige Wahrheiten Flüchtige Gedanken Politische Provokationen Diabolische Dichtungen und die Rache des Zorns

Der Blick in das Berliner Szeneblatt Zitty, in dem der erfolgreiche Journalist einst Artikel schrieb erbrachte einen Fund, der alle Eltern aufhorchen lassen sollte: Zwangsheirat: Verreist, verschleppt, verheiratet, Zitty vom 08.07.2018

Weiterführende Hinweise:
Studie des Familienministeriums, 47.000 Frauen in Deutschland sind Opfer von Genitalverstümmelungen, Der Spiegel vom 06.02.2017
Im November wurde in Berlin wieder eine von ihnen vom eigenen Ehemann ermordet, weil sie einen Schritt in die Welt tun wollte. Die Deutsch-Türkin Necla Kelek enthüllt, dass mindestens jede zweite Türkin in Deutschland in einer Zwangsehe gehalten wird. Und niemand protestiert.

#8 RE: Demokratie oder Mediendiktatur? von W.L. 30.08.2018 15:12


Pressevertreter stellen sich in den Korridor, der von der Polizei zwischen linken und rechten Demonstranten freigehalten wird. Sie berichten:
Nur kurz werden linke Demonstranten in Bild genommen. Sie skandieren: "Nazis raus"

Zuerst den Tenor setzen
("Der Tenor (Betonung auf der ersten Silbe) ist in der deutschen Rechtsprechung der Kern jeder gerichtlichen Entscheidung (Beschluss oder Urteil)" ,Wikipedia)

Vereinzelte Rechte keilen wütend zurück: "Ausländer raus"
Der Kommentator merkt sarkastisch an: "... so sieht er aus, der sogenannte Trauermarsch. ", die Kamera nimmt wütende Jugendliche in den Fokus.
Der Tenor, das Urteil ist gefällt! Den Rest der als Bericht getarnten optischen und verbalen Hetze könnte man sich eigentlich sparen. Es kommt nichts weiter als Bestätigungen einer vorgefassten linken Überzeugung. Die filmischen Szenen, die Kommentare und Eindrücke geben nur die eine Seite wieder. Keiner der Journalisten begibt sich auf die andere Seite. Dort wo die Antifa skandiert: "Nazis raus".

Der Kommentator weiter: "7500 Demonstranten, darunter hunderte gewaltbereite Rechtsextreme." Wir nehmen an es sind 250 gewaltbereite Rechtsextreme, obgleich ich mich frage, ob der Kommentator die gewaltbereiten Demonstranten gezählt hat, ob er sie gefragt hat, ob sie gewaltbereit sind. Jedenfalls kommt dann auf 30 Demonstranten ein rechtsextremer gewaltbereiter Demonstrant. Hat der Sprecher auch gefragt, wie viele von der Antifa auf der anderen Seite angereist sind und wie viele davon gewaltbereit sind? Warum sie 31 Demonstranten als "Nazis" beschimpfen, wenn nur einer ein "gewaltbereiter" Rechter ist?

Es ist jene Antifa, die in Deutschland seit Jahren ihr Unwesen treibt und die unbeachtet vom deutschen Journalismus Autos abfackeln, Fenster "entglasen", Farbbeutel werfen, Menschen bedrohen. Es ist jene andere Seite, die vom deutschen Journalismus verdrängt ins Unbewusste, passiv unterstützt, eben jenen anderen Part ausmachen, an dem sich die deutsche Rechte reibt. Die "bedrohliche Situation", von der die Journalisten alle sprechen und in die sie sich genüsslich hineinbegeben und sich darin suhlen wie Wildsäue in einem Dreckloch, entsteht überall dort, wo rechte und Linke zusammentreffen.
Siehe: Die Verkommenheit der Linken

Martin Jäschke "Spiegel online": "Die Stimmung ist in jedem Fall aggressiv, das passt überhaupt nicht zu einer Trauerveranstaltung, die es ja eigentlich sein sollte. Ähhhmmm wir sind vorhin als Kammerateam auch angegangen worden. Wir haben hinten an der Mahnwache ääähhh gefilmt, gedreht und da kamen zwei Neonazis auf uns zu und ham uns tatsächlich bedroht und haben gesaaagt i soll aufhören zu filmn", und Schnitt, der nächste Journalist ist behelmt, stößt ins selbe Horn. Die Narzisstenparade journalistischer Helden will bewundert werden. Wir grüßen die Narren: "Helau und Alaf. Wolle ma se reulasse?".

Tja Herr Jäschke, schon mal bei einer Prügelei zwischen Antifa und rechten Kampfsportlern dabei gewesen? Aber was hat das nun mit dem Fall, um den es geht, zutun? Ok! Sie sind dabei "Haltung" zu zeigen. Klar. Wer will wegen so was auch den Job verlieren.

Wie wäre es Herr Jäschke, mal die Antifa zu filmen, wenn sie grade wieder Autos abfackeln? Wundert es Sie, wenn sie bei der Berichterstattung, die sie machen, aufgefordert werden das Filmen einzustellen? Mich nicht. Ich möchte auch nicht als Rechtsradikaler in Fernsehen vorgeführt werden, nur weil ich auf einer Demo war, in der auch Kampfsportler mitlaufen. Die Antifa hat Hamburg verwüstet und in Augsburg das größte Polizeiaufgebot herausgefordert, das diese bayrische Kleinstadt je gesehen hat (Die Verkommenheit der Linken) und rühmt sich ganz ungeniert, von der Regierung unterstützt zu werden (Die Verkommenheit der Linken).


"Die Welt", schamlos: 6 Millionen Wähler der AfD, drittstärkste Kraft und Oppositionsführer im Bundestag, als rechtsextrem zu titulieren!
CNN zeigte Bilder von einem „Mob, der durch die Straßen von Chemnitz zieht“
... häufig glatzköpfige Männer, die den Hitlergruß zeigen.
... „Guardian“ schreibt vom Aufblühen von „etwas Gefährlichem, das tief verwurzelt ist“
... „New York Times“ (USA): „Die Geschwindigkeit, mit der Extremisten nach Chemnitz strömten, verwundert“
... Etwa ein Viertel der Wähler unterstützte die rechtsextreme Alternative für Deutschland im letzten Jahr.“

Die Welt vom 30.8.2018

Wenn sich friedliche Demonstranten von dieser Presse angeekelt abwenden und sich nicht filmen lassen, so ist das nicht weiter verwunderlich. Die Heuchelei, mit der sich Journalisten darüber verwundert zeigen, ist pervers.

Was unsere Presselandschaft und die TV-Medien betrifft, urteilt der Philosoph Peter Sloterdijk wie folgt:

“Im Journalismus trete die „Verwahrlosung“
und die „zügellose Parteinahme allzu deutlich hervor“.
Das Bemühen um Neutralität sei gering,
„die angestellten Meinungsäußerer werden für Sich-Gehen-Lassen bezahlt,
und sie nehmen den Job an.“


Weiterführende Hnweise:
„Es gibt keine moralische Pflicht zur Selbstzerstörung“

#9 RE: Demokratie oder Mediendiktatur? von W.L. 03.09.2018 23:31



Ulrike Trebesius (* 17. April 1970 in Halle/Saale) ist eine deutsche Bauingenieurin und Politikerin. Von 2013 bis 2015 war sie Mitglied der AfD und Sprecherin des Landesverbandes Schleswig-Holstein. Danach war sie an der Gründung der Partei Allianz für Fortschritt und Aufbruch im Juli 2015 beteiligt. Bis zum 4. Juni 2016 war sie Generalsekretärin, danach bis November 2016 Bundesvorsitzende der Partei, die sich im selben Monat in Liberal-Konservative Reformer umbenannte. Trebesius ist seit 2014 Mitglied des Europäischen Parlaments.
Wikipedia/Ulrike Trebesius








Diese Firma würde sogar Geld anbieten, wenn jemand von den Zusammenrottungen (sind Demos Zusammenrottungen?) und Ausländerjagden oder heftigen Prügeleien liefern würde. Was wir sehen sind Demonstranten die Skandieren und Polizisten rempeln.

Zum Vergleich die Krawalle in Hamburg:

Am Tag danach eröffnet Anne Will, ganz im Sinne des schwarzen Blocks ihre Talkrunde mit der Frage: "Brauchen wir einen G20 Gipfel in Hamburg?"
Die Bilanz: 72 Stunden wüteten die Antifa Terroristen, setzten Autos in Brand, verwüsteten ganze Straßenzüge. 476 Beamte wurden verletzt, es gab 225 Verhaftungen.

#10 RE: Demokratie oder Mediendiktatur? von W.L. 07.10.2018 23:12

Vorstellung des Buchs: Herrschaft des Unrechts von Ulrich Vosgerau
Die "Skandalokratie" ist ein unter Medienwissenschaftlern ernsthaft diskutiertes und sehr gut erforschtes Gebiet. Es geht dabei um die Herrschaft der Medien über die Politik und letztlich über die gesamte Gesellschaft. Dabei treiben Medien (Fernsehen, Rundfunk, Presse), zunächst bestimmte Politiker in einen Skandal. Ob der erfunden oder auch real ist, das spielt dabei keine Rolle. Entscheidend ist die mediale Wirkung. Das Dementi interessiert letztlich kaum noch jemanden und steht auf der letzten Seite, oder wird mechanisch heruntergelesen, während schon der nächste Skandal in vollem Gange ist.
Ulrich Vosgerau, (Seit 2006 wissenschaftlicher Mitarbeiter, 2007-2015 Akademischer Rat an der Universität zu Köln. Habilitation 2012, Lehrbefugnis für die Fächer öffentliches Recht, Völker- und Europarecht, allgemeine Staatslehre und Rechtsphilosophie. Lehrstuhlvertretungen an der LMU München, der Leibniz Universität Hannover, der Universität Passau und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg), hält darüber und über den Eintritt in eine "postdemokratische Zeit", in der wir uns befinden, einen amüsanten, nicht weniger interessanten Vortrag am Exempel eines persönlichen Erlebnisses:



Weiterführende Hinweise zur Süddeutschen Zeitung: Objektivität oder Wahn?

#11 RE: Demokratie oder Mediendiktatur? von W.L. 08.10.2018 00:03

#12 RE: Demokratie oder Mediendiktatur? von W.L. 11.10.2018 19:12

#13 RE: Demokratie oder Mediendiktatur? von W.L. 15.10.2018 10:40

"CSU & AfD, beide tun der Freiheit weh"
"Mindestens 25 000 Menschen gehen gegen die CSU auf die Straße
Unter dem Motto "ausgehetzt" sammeln sich Tausende auf dem Königsplatz in München, um gegen die Politik der Staatsregierung zu demonstrieren.

Unter dem Motto "#ausgehetzt" wenden sie sich speziell gegen die Flüchtlingspolitik der CSU. Die Polizei zählte bis zum Abend 25 000 Teilnehmer bei dem Zug durch die Stadt und bei der Schlusskundgebung auf dem Königsplatz, die Veranstalter sprechen von 50 000 Demonstrantinnen und Demonstranten. Tausende seien noch in den Nebenstraßen und gar nicht auf den überfüllten Platz gelangt.
...
Zu den etwa 130 Unterstützern von #ausgehetzt gehören neben Organisationen wie Pro Asyl, ver.di, Attac und zahlreichen Flüchtlingshelferkreisen auch das Münchner Volkstheater und die Münchner Kammerspiele."

SZ vom 22. Juli 2018

Selbst 25000 oder 50.000 Menschen am Königsplatz in München, vertreten nicht die Mehrheit. Auch dann nicht, wenn Kulturschaffende, die feste Sendeplätze in ARD und ZDF haben, die Reden halten. Die Landtagswahl vom letzten Sonntag, 14. Oktober 2018 ergab zwar laut Tagesschau: "Landtagswahl in Bayern: CSU verliert absolute Mehrheit, die Grünen gewinnen stark", jedoch hat sich die Meinungshoheit nicht nach links bewegt, wie die ARD dem Zuseher vermitteln will, sondern erheblich nach rechts.



Die konservativen Parteien (CSU/FreieWähler(FW)) hatten die letzen fünf Jahre 66% der Landtagssitze inne. Von 2018 bis zur kommenden Wahl 2023 bilden (CSU/FW/FDP/AfD) 70% des Landtags. Die Verschiebung entspricht dem Trend in Deutschland, wie auch in ganz Europa. Was zu beobachten ist, das ist eine Zersplitterung der Parteienlandschaft und eine Spaltung der Gesellschaft, somit eine Destabilisierung allerorten, als Folge unkontrollierter Einwanderung. Dass der Block der Befürworter offener Grenzen lauter schreit und medial stärker vertreten ist, bedeutet nicht, dass sie die Meinungshoheit abbilden. Erstaunlich ist das vor dem Hintergrund, dass die Medienlandschaft fast komplett in der Hand von links orientierten Verbänden und Konzernen ist.
Auch wenn die CSU in Bayern nun die absolute Mehrheit verliert, so werden sie mit den freien Wählern und einem gestärkten konservativen Block im Landtag noch komfortabler regieren als bisher. Was die Flüchtlingspolitik betrifft, so passt zwischen der CSU und den freien Wählern kein Blatt. Das Programm (Verbleibt in Abschiebezentren, Versorgung mit Naturalien, beschleunigte Asylverfahren, direkte Abschiebung aus den Asylzentren), stammt im Übrigen von der AfD und steht nicht nur im Programm der CSU, sondern auch im Programm der FW.

#14 RE: Demokratie oder Mediendiktatur? von W.L. 13.11.2018 17:31

Der Fall Dr. Udo Ulfkotte



Hr. Ulfkotte spricht über sein Buch Gekaufte Journalisten. Dieses Buch wurde nicht etwa wegen Falschaussagen rechtlich belangt. Es ist regulär auf dem Markt erhältlich und ist ein Besteller.

#15 RE: Demokratie oder Mediendiktatur? von W.L. 16.11.2018 21:41


Panorama: Der Kommentator fragt: "schreiben die Deutschen ihre Geschichtsbücher bereits um?". Es folgt: "Der Bückeberg bei Hameln". Panorama beschäftigt sich nun mit dem Kampf der Bückeberger AfD um eine Gedenktafel. Wie interessant! Dann ein Interview mit einer Schülerin: "Es ist wichtig, dass man sich daran erinnert, das ist einfach ein Teil unserer Geschichte, ... dass das nicht nochmal passiert" Konfliktforscher der Uni Bielefeld, Prof. Zick fordert eine "Zivilgesellschaftliche Gegenbewegung, um das Gedenken aufrechtzuerhalten." Zick hat herausgefunden zwei Drittel der Befragten sehen Deutschland immer noch in einer moralisch besonderen Verantwortung. Herr Zick, wofür werden Sie eigentlich bezahlt? Nun gibt auch Meier vom Gedenkbunker seinen Senf dazu und eine Parole bewirkt das Gegenteil. Nun wollen wir uns erst recht erinnern. Ätsch AfD!

Liebe Redaktion, liebe Schüler, lieber Herr Konfliktforscher Zack, lieber Gedenkbunkerbeauftragter, es ist bereits wieder passiert, und zwar während des Jugoslawienkriegs und ihr habt es nicht mitbekommen, weil man euch immer gesagt hat, das sei nur in Deutschland passiert und es dürfe sich nicht wiederholen. Aber es ist überall geschehen und nicht nur in Jugoslawien, sondern auch in Ruanda und ihr habt es wieder nicht bemerkt, denn keiner von euch hat demonstriert. Und heute? Erdoğan wird mit Prunk und Ehren empfangen und keiner demonstriert, obwohl noch immer deutsche und andere Journalisten in den türkischen Gefängnissen schmachten.

Liebe Panoramaredaktion, "wir brauchen eine Erinnerungspolitische Wende um 180 Grad"(Björn Höcke) und zwar jetzt! Sagt euren Schülern, sagt dem Konfliktforscher der Uni Bielefeld, Prof. Zick, sagt dem Gedenkbunkerbeauftragten, dass es heute geschieht, und zwar direkt vor eurer Haustüre in eurem Urlaubsland, der Türkei. Wacht endlich aus eurem Erinnerungsschlaf auf und hört auf sinnlose Gedenktafeln übers Land zu verteilen. Sie bewirken nichts.

Weiterführende Hinweise: Sinnvolle "Schattenarbeit" in der deutschen Politik

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