#1 Was ist der Tierkreis von W.L. 19.04.2020 18:06

Der Tropische Tierkreis, mit dem die Astrologen arbeiten, hat nichts mit den Sternzeichen zutun. Die Sternzeichen, ihre Symbolik und ihre Namen stammen zumeist von den Griechen. Sie sind Teil der griechischen Mythologie. Der astrologische Tierkreis hat seinen Nullpunkt nicht an den Grenzen der Sternzeichen. Diese wurden im 18. und 19. Jahrhundert von den Astronomen willkürlich festgelegt. Der Nullpunkt des Tierkreises ist IMMER im Schnittpunkt zwischen Erdäquator und Ekliptik. Die Ekliptik ist definiert als der Kreis, auf dem die Sonne binnen eines Jahres umläuft.


Grafik des Autors.

Das ist im Grunde eine recht eigenartige Definition, die absolut geometrisch ist. Die Astrologie ist hingegen eine Astral-Lehre, etwa wie Feng Shui. Danach sind wir umgeben von einem Meer aus feinstofflicher Energie, deren Färbung aufgrund der Bewegung der Planeten im Tierkreis ständig wechselt. Dadurch sind wir einem ständigen feinstofflichen Einfluss ausgesetzt, auf den wir unserem Charakter entsprechend reagieren. Der Charakter ist im Geburtshoroskop skizziert. Dieser ständige Wechsel der astralen (sternhaften) Einflüsse, ist vergleichbar mit einer Art Sphäremnusik. Der römische Philosoph Boethius (480 - 426) bezeichnete sie als musica mundana (Weltmusik, kosmische Musik),

"die im Himmel selbst und auch im Gefüge der Elemente und im Zeitenwechsel erfahren wird."
12 Körbe, de institutione musica liber primus, Hans Zimmermann

#2 RE: Was ist der Tierkreis von W.L. 28.04.2020 16:21



Wegen des Kreiseleffekts zeigt die Achse der Erde während des Umlaufs um die Sonne immer in dieselbe Richtung. Die Achsneigung gegenüber dem Erdäquator und der Erdachse bestimmen die Lage des Tierkreises. Diese Lage bleibt daher immer gleich. Der Tierkreis ist gewissermaßen fixiert. Er ist räumlich fixiert gegenüber der Erddrehung und gegenüber der Drehung der Erde um die Sonne.

Ich habe im Bild oben die vier fixen Tierkreiszeichen beschriftet. Sie sind aber etwas anders benannt. Der Skorpion wurde ADLER genannt. Der Wassermann wurde MENSCH genannt. Das sind die Benennungen aus der Offenbarung des Johannes.

Offb. 4.7. "Und das erste Tier war gleich einem Löwen, und das andere Tier war gleich einem Kalbe[STIER], und das dritte hatte ein Antlitz wie ein Mensch und das vierte Tier gleich einem fliegenden Adler."

Bei Hesekiel finden wir die vier Tiere nochmals:
Hesekiel 1.9. Und derselbigen Flügel war je einer an dem andern. Und wenn sie gingen, durften sie sich nicht herumlenken, sondern wo sie hingingen, gingen sie stracks vor sich.
10. Ihre Angesichte zur rechten Seite der viere waren gleich einem Menschen und Löwen; aber zur linken Seite der viere waren Ihre Angesichte gleich einem Ochsen und Adler.


Und hier sind die Tiere räumlich fixiert, wie eben auch der Tierkreis räumlich fixiert ist. Wörtlich: "Und wenn sie gingen, durften sie sich nicht herumlenken"

Die Vision bei Hesekiel wurde irrtümlich als Beschreibung der Landung eines raketengetriebenen Raumschiffs angesehen. Das ist ein großer Irrtum, denn die Formulierung: "4. Und ich sah, und siehe, es kam ein ungestümer Wind von Mitternacht her mit einer großen Wolke voll Feuers, das allenthalben umher glänzte; und mitten in demselben Feuer war es wie lichthell." bei Hesekiel 1.4, findet man ebenfalls im Visionsbericht dee Chymischen Hochzeit "es kam ein ungestümer Wind".

Die vier Tiere tauchen nochmals bei Daniel auf und bei Hildegard von Bingen. Dort ist der "Mensch" ein "Parde", (Lepoard), der ein Wassermann-Tier ist. Der Adler erscheint als Wolf, der ein Skorpion-Tier ist. Der Bär entspricht dem Tierkreiszeichen Stier. Die vier Tiere findet man als Thronwagenvision auch im "Sepher ha Sohar", dem Buch des Glanzes, einem kabbalistischen Kommentar zu den fünf Büchern Moses. Ein zentrales Werk der Kabbala.


Vision aus Hildegard von Bingens "Liber Divinorum Operum" (Grafik des Autors)

Die vier Tiere tauchen also in allen biblischen Visionsberichten und bei Hildegard von Bingen auf, der "ungestüme Wind" ist Anzeichen einer einsetzenden Vision bei Hesekiel und bei Christian Rosenkreuz. Die Raumfixierung ist eine Eigenschaft des Tierkreises.

Von den vier fixen Zeichen des Tierkreises gehen vier Trigone aus, die dann die 12 Zeichen des Tierkreises bilden.



Die Farben bezeichnen die sog. Elementtrigone.
Das Feuertrigon: LÖWE - Widder - Schütze
Das Lufttrigon: WASSERMANN - Zwillinge - Waage
Das Erdtrigon: STIER - Jungfrau - Steinbock
Das Wassertrigon: SKORPION - Fische - Krebs

#3 RE: Was ist der Tierkreis von W.L. 11.05.2020 17:44



Rupert Shaldrake (geb. in England, 1942) ist einer der revolutionärsten Wissenschaftler unserer Zeit. Er begründete mit seinem Buch "The Presence of the Past (1988), deutsch: Das Gedächtnis der Natur. Das Geheimnis der Entstehung der Formen in der Natur (1990)" die Theorie der "Morphischen Felder". Dazu muss man wissen, dass die Formgebung der Natur bis heute ein ungelöstes Rätsel ist. Es gibt bis heute keinen Beleg dass die Formen der Pflanzen und Tiere in den Genen angelegt sind. Der englische Biologe zeigt in seinem Buch hunderte ungelöster Rätsel der Biologie und Zoologie auf, für die es keine schlüssigen Erklärungen gibt und stößt mit seiner Theorie neue Türen auf.
"Wirklich radikal scheint an Sheldrakes Theorie nämlich die Vorstellung zu sein, daß die "Ideen" oder "Gesetze" nicht zeitlos und unwandelbar sind, sondern sich ständig verändern und weiterentwickeln. Jedes bekannte wissenschaftliche oder philosophische System aber setzt immer das eine oder andere "Unveränderliche" als seine grundlegende Wirklichkeit voraus, ist immer auf der Suche nach dem unwandelbaren Urgesetz. Sheldrake jedoch geht von einem sich entwickelnden, evolutionierenden Kosmos aus. Was wir Naturgesetze nennen, seien vielleicht ebenfalls nur Gewohnheiten." (Hat die Natur ein Gedächtnis?, Zeit vom 16.3.1990)

Nach Shaldrakes Theorie ist nicht nur das Verhalten und das Lernen einzelner Personen ein kollektiver Prozess, sondern jeglicher Vorgang, der sich irgendwo in der Natur ständig wiederholt. Die Wiederholungen bilden ein Morphisches Feld. So lernen etwa Kinder in Japan schneller Radfahren, wenn Kinder vor ihnen in Europa bereits Radfahren gelernt haben. Die japanischen Kinder treten in das Morphische Feld ein, profitieren unbewusst von ihm und intensivieren es. Auch Tierbesitzer sind über Morphische Felder mit ihrem Liebling verbunden. Shaldrake blieb die Nachweise für seine gewagte Theorie nicht schuldig. Er führte zahlreiche Experimente durch, die seine Theorie bestätigen.



In den Kursverläufen der Börsen gibt es zahlreiche charttechnische Phänomene, die nur mit Shaldrakes Theorie erklärbar sind. Eines der bekanntesten ist die 200-Tage-Linie (GD200). "Die 200-Tage-Linie gehört zu den einfachsten und bekanntesten Hilfsmitteln der Chartanalyse. Sie wird ermittelt, indem für jeden Tag das arithmetische Mittel der Schlusskurse der vergangenen 200 Handelstage berechnet wird und anschließend die einzelnen Durchschnittskurse miteinander verbunden werden. Diese Linie beschreibt also den gleitenden Durchschnitt der vergangenen 200 Börsentage und wird daher oftmals auch als GD200 bezeichnet. Sie gehört zur Gruppe der trendfolgenden Indikatoren. Durchbricht ein Titel seine 200-Tage-Linie von oben nach unten, so sprechen Charttechniker von einem Verkaufssignal. Im umgekehrten Fall sendet er ein Kaufsignal." (200-Tage-Linie (GD200), Börse.ard.de.

Die 200-Tage-Linie ist ein Beispiel für ein Morphisches Feld, das durch Wiederholung und Gewohnheit ausgebildet wird. Ebenso gibt es sogenannte Haltelinien, die oft mehrmals erreicht, aber nicht überwunden werden.



Beispiel eines realen Kursverlaufs, bei dem eine sogenannte Haltelinie mehrmals erreicht wurde. Der Kurs ist immer wieder daran "abgeprallt". Eine Absprache unter den Millionen von Kursteilnehmern kann praktisch ausgeschlossen werden. Fibonacci-Retracements sind ebenso sichere Indikatoren für Börsenspekulanten und es handelt sich hier offenbar ebenso um Morphische Felder.



Die Frage ist, ob die Theorie der Morphischen Felder wirklich neu ist?

Gibt es nicht seit Tausenden von Jahren Astrologen, die von den unsichtbaren feinstofflichen Prinzipien sprechen und erst im Laufe des 18. Jahrhunderts als haltlose Spekulationen angesehen wurden? Siehe auch: Wie alt ist die Astrologie



Wenn shaldrakes Theorie richtig ist, dann bildet die Sonne auf ihrem Weg auf der Ekliptik ein sehr starkes Morphisches Feld, das seit dem das Planetensystem existiert, Bestand hat. Wir nennen es den Tierkreis. Es ist ein Feld, das zwar geometrisch, durch den immer wiederkehrenden Umlauf der Erde um die Sonne definiert ist, das aber, wie jedes Morphische Feld instant und raumlos überall existiert.

Missverstandene Astrologie: Die Astrologie wird von Laien leider sehr oft missverstanden. Eines der bekanntesten Missverständnisse ist das Geburtshoroskop Adolf Hitlers. Wenn astrologische Laien hören, dass Adolf Hitler in seinem Geburtshoroskop die Sonne im Zeichen Waage hatte und, wie man landläufig zu sagen pflegt, er eine Waage war, so winken Kritiker stets ab. Wie um alles in der Welt soll ein Mann, der die halbe Welt verwüstete, eine friedliebende Waage gewesen sein? Jedoch hätte es der böhmische Gefreite weder fertiggebracht Hindenburg zu überzeugen, ihn als Reichskanzler zu nominieren, noch die Welt zuerst im Glauben zu lassen, Deutschland wolle den Frieden. Auch der Nichtangriffspakt mit Russland war ein diplomatischer Geniestreich, der zwar nicht von Hitler stammte, den er aber sofort verstanden hatte. Die Diplomatie ist eine Gabe der Waagegeborenen und Hitler hatte diese Fähigkeit zweifellos und notwendigerweise. Er setzte sie dort ein, wo er sah, dass er mit Demagogie nicht durchkommen konnte. Viele, die ihm begegneten, sahen in ihm lediglich den charmanten Unterhalter.

Platons Ideenlehre: Astrologie ist eine Philosophie der abstrakten Ideen, wie wir sie etwa aus Platons Schriften kennen. Die platonische Ideenlehre wurde über Jahrhunderte tradiert. Ihre konkrete Ausformulierung ist die Astrologie. Johannes Kepler, fand die drei Gesetze der Planetenbewegung, im Rahmen seiner Suche nach der Harmonie der Welt. Kepler war kein Wissenschaftler im heutigen Sinne. Sein Hauptwerk Harmonices Mundi befasste sich mit den Analogien musikalischer Intervalle und Tonleitern, mit den Planetenbewegungen und mit der Sterndeutung. Kepler war zu seiner Zeit einer der berühmtesten Astrologen. Er bereicherte die Divinationslehre mit einer Reihe von Aspekten (Winkelstellungen) und er berief sich bezüglich der Himmelskunde auf die Ideenlehre Platons.

Der Tierkreis ist schlichte Kombinatorik: Selbst Kants Kategorienlehre, mit ihren vier Hauptkategorien ließe sich, da sie wie die Vier-Elemente-Lehre aufgebaut ist, als astrologisches Modell interpretieren, (siehe Kantsche Kategorien). Viele Psychologen verwenden die astrologische Charakterkunde letztlich nur deshalb, weil die kombinatorischen Möglichkeiten unermesslich, die Grundstruktur aber einfach und klar ist. Es gibt vier elementare Charaktere, die neben den Elementqualitäten eine zweite Qualität aufweisen. Diese Qualität besitzt eine dreifache Gliederung (fix, kardinal, beweglich). Aus diesen lassen sich die zwölf Tierkreiskräfte kombinieren.

Widder (kardinales Feuer), Löwe (fixes Feuer), Schütze (bewegliches Feuer)
Stier (fixe Erde), Jungfrau, (bewegliche Erde), Steinbock (kardinale Erde)
Zwillinge (bewegliche Luft), Waage (kardinale Luft), Wassermann (fixe Luft)

Die Entwicklung der Wissenschaft und ihre Problematik: Mit der Entwicklung der Wissenschaften, die etwa mit der Renaissance begann, wurde die mittelalterliche Glaubenswelt, der Aberglaube, der Glaube an die Lebendigkeit der Natur und magische Praktiken, durch eine rational dominierte Denkweise zurückgedrängt und in Teilen sogar verboten. Die Fortschritte der Wissenschaft spiegelten sich in den Erfolgen der Technik wider. Mit der Entdeckung der Quantenphysik und mit einer immer kritischeren Haltung den Wissenschaften gegenüber kamen kritische Stimmen auf.

Vor allem in der Biologie und Evolutionsgeschichte mehrten sich Stimmen, die Mechanismen von zufälliger Mutation und Selektion als unzureichend für die Entfaltung der komplexen Biosphäre ansahen. Rupert Sheldrake sammelte die ungelösten Probleme der Biowissenschaften und stellte die Theorie der morphischen Felder auf (siehe oben). Damit war eine Feldtheorie geboren, die bis dato unwiderlegt ist und aufzeigt, dass es neben Elektromagnetismus, Gravitation und Kernkräften eine weitere für uns unsichtbare und nicht messbare Sphäre geben muss. Das Problem der Formgebung war vor Sheldrake ungelöst. In den Genen gibt es keine Formanweisungen, die den Ästen und Blättern sagen, wie sie wachsen müssen, um Form, Breite und Höhe eines bestimmten Baumes als Summe aller Zellteilungen zu verleihen. Woher weiß der Dendrit eines Schneekristalls, wie er wachsen muss, um die Symmetrie eines Schneekristalls zu erreichen. Die einzelnen Dendriten haben keine übergeordnete Information, nach der sie ihr Wachstum und ihre Verzweigungen koordinieren könnten. Wie kann sich ein Eiweißstrang mit hunderten Gliedern auf immer die gleiche Weise zu einem Knäuel einrollen, wenn es viele Millionen Möglichkeiten gibt, ein Knäuel zu bilden?

Wie konnte es sein, dass sich das DNA-Molekül rein zufällig zusammenwürfelt, wenn es erst dann seine Funktion aufnehmen kann, wenn der richtige Wurf erfolgt ist. Eine Zelle besteht aus derart vielen Komponenten, die ineinandergreifen, dass es wahrscheinlicher ist, die Einzelteile eines Mercedes S-Klasse so lange in die Luft zu werfen, bis die fertige Limousine herabfällt. Derartige Probleme häuften sich, je mehr man wusste, so dass eine Forscherin konstatierte: „Je mehr wir erforschen, umso weniger wissen wir“. Sheldrake hatte nun den Gordischen Knoten durchschlagen und konnte auch mit Experimenten zeigen, dass es eine Welt jenseits des sicht- und Messbaren gibt. Das ist gewissermaßen der Befreiungsschlag für die Astrologie, die eben das, was Sheldrake morphische Felder nennt und was die Formen der Natur hervorbringt, astrologische Kraftwirkungen nennt.

Das, was die Astrologie als Planet bezeichnet, ist nicht das, was der Astronom darunter versteht. Planeten der Astrologie sind Träger seelischer Kräfte und Wirklichkeiten und gleichzeitig sind es die Körper, die wir am Himmel sehen und deren Bahnen mit astronomischen Methoden berechenbar sind. Es sind also keine toten Körper, sondern sie sind von bestimmten seelischen Energien durchdrungen und strahlen diese aus. Die Bewegungen, die sich am Himmel ereignen, wirken in unserer Seele. Wie in der Homöopathie wirken hochverdünnte, unsichtbare feinstoffliche Kräfte stärker als jene, die im groben Stoff bewegt werden.

Was Wissenschaft nicht erklärt: Ein Redner bewegt sein Publikum ebenso und es ist ein entscheidender Unterschied, ob ein erfolgreicher Politiker eine Rede hält oder ein Wissenschaftler. Wir sprechen von Charisma und meinen die unverstandene Wirkung, die von manchen Menschen ausgeht. Ebenso unverstanden sind die Wirkungen der Astrologie, die gerne von Skeptikern, die sich ausnahmslos auf Fakten und Wissenschaft berufen, als Phantasiegebilde belächelt werden. In Wahrheit ist die wissenschaftliche Welt eine Weltkarte mit überwiegend weißen Flecken und mit dieser Karte soll die Welt erklärt werden. Wer nun in die Astrologie ganz wissenschaftlich, offen und unvoreingenommen untersuchen will, der möge das Buch „Akte Astrologie“ von Gunther Sachs lesen. Das Thema Astrologie scheidet oft die Geister. Es sind jene Geister, die wir mit der Moderne und der Wissenschaft gerufen haben und mit denen wir drauf und dran sind unsere Erde zu vernichten. Kein wissenschaftlich denkender Mensch wird sich Fakten verschließen. Auch dann nicht, wenn sie seiner Weltanschauung widersprechen. Es sind die fest gefügten Weltanschauungen, die uns auch im Falle der Astrologie voneinander trennen.

Musik und Astrologie: Für die Astrologie sind Sonne und Mond astrologische Planetenkräfte, von denen es sieben gibt. Wie alle Tonleitern sieben Hauptstufen haben, so kennt die Astrologie sieben
lanetenkräfte:
Mond, Merkur, Venus, Sonne, Mars, Jupiter, Saturn.
Mars – Oktavkraft Pluto
Venus – Oktavkraft Neptun
Merkur – Oktavkraft Uranus

Die Planeten wirken wie Verstärker, wenn sie in einem Tierkreiszeichen stehen. Die Wirkung des Zeichens fließt durch den Planeten, kombiniert sich mit seinem Charakter und wirkt wie ein astraler, feinstofflicher Strom, der permanent auf die Erde einwirkt. Manifest wird dieser Strom in den Reaktionen, Verhaltensweisen und Ideen bestimmter einflussreicher Menschen und den Massen, die durch diese Menschen beeinflusst werden. All dies geschieht unbemerkt und im kollektiven Unbewussten der Menschen. Dabei reagiert jeder Mensch so oder so auf diese feinstofflichen Ströme. Die innere Freiheit, über die jeder Mensch verfügt, kann ihm nicht genommen werden. Aber es ist einmal schwieriger und einmal wieder recht einfach, auf die jeweiligen Situationen zu reagieren. Daher zwingen die Sterne nicht, sie machen aber geneigt.

Heliozentrisch, Geozentrisch, eine Sache des Standpunkts: Durch die zwölf Zeichen des Tierkreises laufen Planeten, deren Grundkräfte sieben Qualitäten aufweisen: Mond, Merkur, Venus, Sonne, Mars, Jupiter, Saturn. Sonne und Mond sind, so wie wir sie von der Erde aus sehen, planetare Grundkräfte. Dabei ist zu beachten, dass nicht eine Betrachtung von einer ruhenden Zentralsonne (heliozentrisches Weltbild) ausschlaggebend ist, sondern der Standpunkt, den ein Beobachter auf der Erde einnimmt. Das geozentrische Weltbild also. Der entscheidende Unterschied dieser beiden Standpunkte ist ein physikalischer. Die Bewegung der Planeten konnte erst mit dem heliozentrischen Weltbild erklärt und berechnet werden. So wurde die Weltraumfahrt erst möglich. Treten wir aber als Individuum unter den gestirnten Himmel, so sehen und erleben wir ein geozentrisches Weltbild und diese Weltsicht ist für die Astrologie entscheidend. Nun werden auch die Sonne und der Mond zu Himmelskörpern, die Einfluss auf das Leben auf der Erde ausüben. Die neu entdeckten Planeten wie Uranus, Neptun und Pluto sind nichts weiter als Oktavkräfte einer kosmischen Tonleiter.


Himmlisches Monochord, Robert Fludd (1574 - 1637)

Astrologie betrachtet die scheinbaren Bewegungen am Himmel: Die scheinbare Bahn der Sonne am Himmel ist die, die unsere sogenannte alltägliche Wirklichkeit bestimmt. Die Sonne geht im Osten auf, es wird Tag und wir erwachen und gehen unseren Vorhaben und Pflichten nach. Die Sonne steht hoch am Himmel, im Süden, und wir legen eine Mittagspause ein. Die Sonne wandert gen Westen, geht unter, es wird Nacht und wir beendigen unsere Tätigkeit und gehen früher oder später am Abend zu Bett. Ist diese Wirklichkeit etwa keine Wirklichkeit? Wir haben uns so sehr daran gewöhnt, die unseren Wach- und Schlafzyklus bestimmende Bewegung der Sonne als eine scheinbare zu bezeichnen.
Aber jedes Kind weiß doch, dass sich die Erde um die Sonne dreht und nicht umgekehrt! Ohne diese Wirklichkeit könnten wir keine Satelliten in die Umlaufbahn schicken. Darin besteht seine Bedeutung. Navigation per GPS (Global Positioning System) wäre ohne das heliozentrische System auch nicht möglich. Aber es ist eben nur eine Wirklichkeit.

Wir haben gesehen, dass es mehrere Wirklichkeiten gibt, und je nach gedachtem Standpunkt nehmen wir eine andere Wirklichkeit wahr. Dass die Erde sich in einem Jahr um die Sonne und gleichzeitig in einem Tag um ihre Achse dreht, sind Bewegungen, die wir nur in zeitlichem Ablauf von Tag und Jahr von der Erde aus wahrnehmen können. Dass eine gedachte Beobachtung von der Sonne aus gesehen ebenso wirklich ist wie die Beobachtung von der Erde aus, kann man dadurch beweisen, dass man die Bewegungen berechnet, und von beiden Positionen aus kann man sie messen und so bestätigen.

Den Tierkreis dürfen wir uns nicht als festes Gebilde vorstellen, sondern eher als Kochtopf, in dem es brodelt. Jeder Planet verändert die Färbung aller Zeichen, je nach seiner Stellung in den Zeichen und je nach Aspekt zu anderen Planeten. Die Erde trägt den Tierkreis mit sich wie jeder andere Himmelskörper auch. Er spannt sich um die Himmelskörper herum auf wie eine Aura. Der Tierkreis befindet sich also nicht in den Fernen des Weltraums, sondern er ist die Aura, die feinstoffliche Sphäre der Erde. Wir sprechen hier vom tropischen Tierkreis, dessen Nullpunkt am Frühlingsäquinoktium festgemacht wird. In der Aura der Erde befinden sich alle Lebewesen auf ihr, wie Fische im Wasser. Und so wirkt in die Aura der Erde auf den Menschen und auf alles was lebt auf ihr.


Astralkörper des Menschen, (Astra, lateinisch „Sterne“). Gemalt nach Anweisungen des Theosophen C.W. Leadbeater.

Xobor Einfach ein eigenes Xobor Forum erstellen
Datenschutz