#1 Vulkanausbrüche als historische Einflussgrößen von W.L. 20.07.2020 14:36

Vulkanausbrüche begleiten nicht nur historische Umbrüche, sind sind oft die maßgeblichen Einflussgrößen.

Als Erstes habe ich den Ausbruch des Krakatau untersucht. Dieser Vulkan machte 2018 und 2020 erneut auf sich aufmerksam. Als der Ausbruch am 10. April 2020 bekannt wurde, brachte man ihn sofort mit der Pandemie in Zusammenhang, die Anfang 2020 ausgebrochen war. Wikipedia schreibt: "Der Ausbruch des Anak Krakatau 2020: Die Explosion konnte in Jakarta, das 150 km entfernt ist, gehört werden. Schäden wurden nicht bekannt." (wikipedia.org/wiki/Krakatau#Ausbruch_des_Anak_Krakatau_2020)



Astrologisch durchaus zum richtigen Zeitpunkt, denn der Vulkan ist seit Ende 2019 aktiv. In dieser Zeit wurde die epochale Konjunktion Saturn - Pluto exakt. Siehe: Chronik der Corona-Pandemie



Ich konnte diese Krise der Corona-Pandemie, in der wir nun stehen, Mitte 2019 bereits vorhersagen.



Die Vorhersagen gründen alleine auf den entdecken, die ich nun am Beispiel des heftigsten Vulkanausbruchs der jüngeren Geschichte aufzeigen will.

Dass Vulkanausbrüche nicht nur Anzeiger, sondern des Öfteren Auslöser großer Krisen sind, liegt auf der Hand. Große Eruptionen werfen derart viel Asche in große Höhen, dass es zu jahrelangen Wetterveränderungen kommen kann. Diese befeuern schwelende Konflikte und bringen sie zum Ausbruch.

Der Ausbruch des Krakatau im Jahr 1883

In der Liste der Ereignisse, welche durch die Aspekte Konjunktion, Quadratur und Opposition zwischen Saturn und Pluto, ausgelöst wurden, ist auch die Katastrophe des Vulkanausbruchs von 1883. Anzumerken ist, dass diese Liste an Ereignissen in der Astrologie neu ist. Sowohl die Genauigkeit der untersuchten Katastrophen und Umbrüche als auch die Vollständigkeit der Liste ist neu.



Bei Wikipedia finden wir zunächst die Beschreibung der unmittelbaren Folgen des Ausbruchs: "Die Flutwelle wurde auch noch in Europa registriert. An Pegeln im Golf von Biskaya, 17.000 Kilometer von ihrem Ursprung entfernt, und entlang des Ärmelkanals wurde sie als Ausschlag von 2 cm aufgezeichnet.

Größere Partikel, wie zum Beispiel Bimsstein, der nach zeitgenössischen Berichten europäischer Seefahrer große Meeresflächen im Umkreis bedeckte, gingen in einem Gebiet von beinahe 4 Millionen km² nieder – einem Areal von der doppelten Größe des gesamten indonesischen Archipels. Die feine Vulkanasche und Aerosole stiegen in die obere Atmosphäre auf und verteilten sich dort in wenigen Tagen weltweit in über 70 % dieser Luftschicht.

Rund um die Erde wurden aufgrund der Partikel in der Atmosphäre, an denen es zu Lichtbrechungen kam, spektakuläre Sonnenuntergänge beobachtet. So soll einer Untersuchung US-amerikanischer Wissenschaftler zufolge die auffallende rötliche Färbung des Himmels in Edvard Munchs berühmtem Gemälde „Der Schrei“ auf die nach der Eruption weltweit veränderte Färbung des Himmels zurückzuführen sein. Munch schrieb in seinem Tagebuch: „Plötzlich färbte sich der Himmel blutrot, die Wolken aus Blut und Flammen hingen über dem blau-schwarzen Fjord und der Stadt“"

(wikipedia.org/wiki/Krakatau#Auswirkungen_weltweit)


Bildquelle: Wikimedia

"Der Norweger Edvard Munch hat diesen Moment der Pein tatsächlich erlebt: Im Sommer 1891 unternimmt der 27-Jährige mit zwei Bekannten einen Abendspaziergang nahe Oslo. Als er kurz verschnauft, bemerkt er den blutroten Sonnenuntergang über sich. "Meine Freunde gingen weiter", notiert der Maler, "und ich stand da und zitterte vor Angst und spürte, wie ein unendlicher Schrei durch die Natur ging." Zwei Jahre lang arbeitet Munch an mehreren Versionen des Gemäldes, um die gemalte Landschaft zum Spiegel seiner Empfindungen zu machen. Damit wird Munch zu einem der Wegbereiter des Expressionismus. Und der "Schrei" zu einem Sinnbild der von Furcht zerrissenen Seele des modernen Menschen."
GEO, Kunst

Das Gemälde erinnert viel eher an die Schrecken des Ersten Weltkriegs. Pluto wechselte 1883 in das Zeichen Zwillinge. Der Schrecken, den Munch zum Ausdruck brachte, kam, als Pluto 1914 in das nächste Zeichen Krebs wechselte.



Es gab allerdings wesentlich tiefgreifendere Folgen. Der Krakatau kühlte die tieferen Schichten des Meeres ab und beeinflusste das Klima: "Krakatau wirkte sich jahrzehntelang auf Meerestemperaturen aus: In den Vulkan-Modellen beobachteten die Forscher direkt nach dem Krakatau-Ausbruch ein abruptes Sinken der oberflächlichen Meerestemperaturen. Diese Abnahme dehnte sich nach und nach auch in die Tiefe aus und hielt über Jahrzehnte an, während die Oberflächenregionen wieder wärmer wurden. Nach dem Ausbruch des Pinatubo, der bezüglich seiner Klimawirkung mit dem Krakatau vergleichbar ist, kletterten die Wassertemperaturen danach schneller wieder nach oben. Gleckler und seine Mitarbeiter leiten daraus ab, dass die globale Erwärmung den Abkühlungseffekt beider Ereignisse teilweise ausgleicht. Sie müssten daher auf jeden Fall in Klimasimulationen integriert werden."
Spektrum.de vom 9.2.2006

Historische Verwerfungen, die sich zeitgleich ereigneten:

"Den niederländischen Kolonialherren wurden bittere Vorwürfe gemacht. Dieses Klima war Nährboden für Islamisten, die Aufstände anzettelten. Immer mehr Indonesier bekehrten sich zum Islam. Die Unruhen, die nach der Krakatau-Katastrophe begannen, gipfelten erst 57 Jahre später im indonesischen Unabhängigkeitskrieg."
(Vulkan.net)

Vulkanausbrüche beeinträchtigen das Klima erheblich. "Weil die Staubpartikel das Sonnenlicht ins All zurückreflektieren, wird es merklich kühler auf der Erde." Der Ausbruch des Krakatau hatte jedoch nicht die klimatischen Folgen des vorherigen Ausbruchs des Tambora, den ich noch behandeln werde. Krakatau war ein Vulkanausbruch, der anzeigenden Charakter hatte. Er begleitete epochale Umbrüche, die mit dem Zeichenwechsel Plutos in das Zeichen Zwillinge stattfanden.

Zunächst ist die Genauigkeit erstaunlich, mit welcher der Vulkan mit dem Zeichenwechsel Plutos in das Zeichen Zwillinge, stattgefunden hatte.



Der heftigste Ausbruch ereignete sich am 27. August 1883. Ich habe in der folgenden Grafik eine sehr genaue astrologische Analyse illustriert.



Die Kongokonferenz: Das wesentliche Ereignis war der Wechsel Plutos in das Zeichen Zwillinge. In der folgenden Zeit, die sich über zwei Jahre erstreckte, wurde Afrika unter den Kolonialmächten aufgeteilt. Dies war der Höhepunkt kolonialer Ausbeutung. Die Kolonien wurden als Eigentum der europäischen Großmächte angesehen. Die Beute wurde unter den Wölfen geteilt, um Krieg zu verhindern.

Die Kongokonferenz (oder Westafrika-Konferenz) fand vom 15. November 1884 bis zum 26. Februar 1885 auf Einladung des deutschen Reichskanzlers Bismarck in Berlin statt und sollte die Handelsfreiheit am Kongo und am Niger regeln. Ihr Schlussdokument, die Kongoakte, bildete die Grundlage für die Aufteilung Afrikas in Kolonien im folgenden Wettlauf um Afrika. Ab dem Jahr 1880 änderte sich der europäische Imperialismus. Wurde zuvor ein „informeller“ Imperialismus, geprägt durch militärische und wirtschaftliche Überlegenheit, angewandt, kristallisierte sich um das Jahr 1880 immer mehr ein direkter Imperialismus heraus. Sein Merkmal ist die direkte Einflussnahme europäischer Staaten in Angelegenheiten Afrikas. Alle Versuche, den imperialistischen Wettbewerb in geregelte Bahnen zu bringen (zum Beispiel durch die Kongokonferenz) scheiterten. Die Konflikte um die afrikanischen Kolonien waren Teil des weltpolitischen Machtstrebens vieler europäischer Staaten, was in den Ersten Weltkrieg mündete.
Die afrikanischen Kolonien versprachen reiche Beute an Bodenschätzen. England war die globale Hegemonialmacht des 19. Jahrhunderts. Deutschland versuchte, vor dem Ersten Weltkrieg durch Hochrüsten der Seeflotte ein Drohpotenzial gegen England zu errichten, um die Seemacht vor einem Angriff abzuschrecken, vermehrte das Konfliktpotenzial jedoch. Frankreich und England, beides Kolonialmächte, wachten eifersüchtig über die Bestrebungen der Deutschen, Kolonien zu erwerben. Die Fehler in der Bündnispolitik Kaiser Wilhelm II. führten zur Isolation des Deutschen Reichs. Österreich als einziger Bündnispartner des deutschen Kaiserreichs war militärisch schwach und wurde in dieser Hinsicht überschätzt. Das waren wesentliche Faktoren, die in den Ersten Weltkrieg mündeten.
Pluto im Zeichen Zwillinge verleiht dem Zeichen des Handels eine Note von Macht und einseitiger Dominanz. Das ist im Grunde eine Umschreibung des Kolonialismus.
Die astrologischen, feinstofflichen Wirkungen erstrecken sich auf Mensch und Natur. So können auch Naturkatastrophen astrologisch ausgelöst werden.



Otto von Bismarck, sollte 2020 im Verlauf die BLM-Bilderstürmer in Hamburg um einen Kopf kürzer gemacht werden. Der überlebensgroßen Statue sollte der Kopf abgeschlagen werden. Der preußische Reichskanzler steht unter Verdacht, Kriege angezettelt und den Kolonialismus befördert zu haben. Das ist leider falsch. Bismarck berief die Kongokonferenz ein, um Auseinandersetzungen, die in Krieg münden könnten zu verhindern. Er wollte den Frieden bewahren.

Richtig hingegen ist, dass er Kriege angezettelt hatte, u.a. den gegen Frankreich, um damit eine Reichseinigung unter preußischer Vormacht zu installieren, was ihm auch gelang. Bismarcks Bündnispolitik bewahrte Preußen davor in Kriege zu geraten, die es nicht gewinnen konnte. Als er unter Willhalen II. abdankte, begannen die Weichenstellungen, die in den Ersten Weltkrieg führten.

Die Krankenkasse ab 1883: Allerdings entschärfte der weitsichtige Politiker die "Soziale Frage", u.a. durch die Einführung der Krankenkassen. Arbeiter waren so vor sozialem Absturz gesichert. Damit hatte er auch den Einfluss der Sozialisten geschwächt, was den modernen Sozialisten vielleicht nicht gefallen wird, den damaligen und den heutigen Arbeitern jedoch sehr. Diese wurde am 15. Juni 1883, also ebenfalls mit dem Wechsel Plutos in das Zeichen Zwillinge umgesetzt.
Bismarck installierte auch Versicherungen die Invalidität und Altersarmut absicherten. Daraus wurde später die Rentenversicherung.

Die Brotkorbgesetze und der Kampf gegen die Macht der Kirche: Dem fülligen Politiker war die Macht der Kirche ein Dorn im Auge und daher entmachtete er sie weitgehend, drängte deren staatlichen Einfluss zurück und installierten die standesamtliche Eheschließung, mit allen Vorteilen verehelichter Paare.

Ihn nun offiziell zu guillotinieren wäre ein Akt historischem Kahlschlages. Wer will denn darüber befinden, ob einer der einflussreichsten Gestalten deutscher Geschichte ein Anrecht auf ein Andenken haben soll, oder nicht und wer sollte denn an seine Stelle treten? Etwa der Antisemit Karl Marx, dessen Erbe ca. 100 Millionen Todesopfer unter Lenin, Stalin und Mao kostete? Angesichts der zahlreichen Marx-Denkmäler frage ich mich, warum wir dann keine Hitlerdenkmäler errichten. Zugegeben das ist sehr provokant und im Grunde nicht ernst gemeint, denn Marx war weder Kommunist, noch Sozialist, sondern Philosoph. Richtig ist jedoch: Die Geschichte nach Art des grassierenden Gutmenschentums auszusortieren ist ein Akt der Barbarei und zeugt von abgrundtiefer Dummheit.

#2 RE: Vulkanausbrüche als historische Einflussgrößen von W.L. 23.07.2020 15:25

Der Tambora 1815
Neptun Quadrat Pluto




Der dem Krakatau vorangehende Vulkanausbruch war der Ausbruch des Tambora.
Der Hauptausbruch fand am 10 April 1815 statt.



Aus den Erfahrungen meiner bisherigen Untersuchungen wirken die Aspekte der transsaturnischen (Uranus, Neptun, Pluto) im Hintergrund. Der Hauptauslöser von epochemachenden Ereignissen ist Saturn. Man kann das an der folgenden Grafik ablesen:



Hier lösen die Konjunktionen, Quadrate und Oppositionen mit Saturn, epochale Ereignisse aus. Die Aspekte der drei transsaturnischen Planeten untereinander lösen selten Ereignisse aus. Sie wirken im Hintergrund. Daher ist es außergewöhnlich, dass der Ausbruch des Tambora mit der Quadratur Neptun - Pluto zusammenfällt.

Die Zeit der absolutistischen Aufklärer war begleitet von einer seltenen kosmischen Konstellation.

Neptun und Pluto befanden sich in Sonnenferne. Gleichzeitig bildeten sie eine Trigonstellung, die sich von 1700 bis 1790, also das ganze 18. Jahrhundert ständig wiederholte.



Es ist dies die Epoche des Aufgeklärten Absolutismus, die Verbindung von Absolutismus und Aufklärung im 18. Jahrhundert.
Die Maximen:
Der Herrscher sei Diener des Staates
Tolerante Religionspolitik.

Neptun steht für das Volk, für die Armen und unterdrückten. Pluto repräsentiert die Herrscher. Stehen beide in Trigonstellung, so führt das zu einer Harmonisierung, eben in den aufgeklärten Absolutismus. Insofern wird nun klar, was es bedeutet, wenn Neptun und Pluto im Quadrat zueinander stehen. Es führt zu den Konflikten, die dem Ausbruch des Tambora folgten. Die Bewegung der Planeten steht jedoch niemals still. Auf die Quadratur folgt das Trigon. Und so kam es zu Reformen, in der Folge der schweren Krisen unter der die arme Bevölkerung zu leiden hatte.

Am 21. Dezember 1816 wurde das Quadrat Neptun – Pluto exakt.
Die Staubteilchen wurden durch Luftströmungen um die ganze Erde verteilt und verursachten auch in Europa Missernten und Hungersnöte. Der Sommer des Folgejahres 1816, im Volksmund „Jahr ohne Sommer“ genannt, war der kälteste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Zahlreiche europäische Staaten erlebten Ernteausfälle, Hungersnöte und Wirtschaftskrisen, die viele Menschen zur Emigration veranlassten. In Frankreich und England kam es zu Aufständen, in der Schweiz musste der Notstand ausgerufen werden. Wegen der Ernteausfälle kam es zu einem starken Anstieg der Haferpreise und in der Folge zu einem starken Rückgang des ohnehin durch die Napoleonischen Kriege reduzierten Pferdebestandes in Europa, wodurch – laut einer (umstrittenen) Hypothese des technikhistorischen Autors Hans-Erhard Lessing – die Entwicklung der Draisine vorangetrieben wurde. Im Königreich Württemberg, das von der Klimakatastrophe besonders schwer getroffen wurde, stiftete der junge König Wilhelm I. mit seiner Frau Katharina das „landwirtschaftliche Fest zu Cannstatt“, aus dem das heutige Cannstatter Volksfest entstand und eine „landwirtschaftliche Unterrichtsanstalt“, aus der die Universität Hohenheim hervorging.

Im Anschluss an den Vulkanausbruch waren die Sonnenuntergänge des Biedermeier in Europa von nie dagewesener Pracht – in allen Schattierungen von Rot, Orange und Violett, gelegentlich auch in Blau- und Grüntönen. Die grandiosen Abendstimmungen inspirierten den englischen Landschaftsmaler William Turner, sie bilden sich auch in der Farbtönung der Werke Carl Spitzwegs ab.


Caspar David Friedrich, Sonnenuntergang, 1816. Quelle Wikimedia

Laut einer Theorie könnte der Ausbruch auch mit eine Ursache für die Niederlage Napoleons bei der Schlacht von Waterloo gewesen sein. Durch eine Änderung der Atmosphäre war das Wetter in Europa in den Monaten nach dem Ausbruch äußerst schlecht – dies wiederum führte dazu, dass die französischen Truppen deutlich langsamer vorwärts kamen als zuvor.




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