#1 „Es gibt keine moralische Pflicht zur Selbstzerstörung“ von W.L. 04.07.2016 11:00

„Es gibt keine moralische Pflicht zur Selbstzerstörung“
Von Cicero-Redaktion 28. Januar 2016
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Peter Sloterdijk gilt als einer der bekanntesten Philosophen Deutschlands. Im Interview mit Cicero spricht er über Merkel und die Flüchtlingskrise.
Peter Sloterdijk ist einer der bekanntesten Philosophen Deutschlands. Im Interview mit Cicero spricht er über Merkel und die Flüchtlingskrise.

Mit deutlichen Worten kritisiert Peter Sloterdijk die Flüchtlingspolitik der Kanzlerin und geht auch mit den Medien hart ins Gericht. Wenn die Regierung mit ihrer Politik des Souveränitätsverzicht weitermache, sei eine Überrollung Deutschlands nicht mehr aufzuhalten, prophezeit der Philosoph

Der Philosoph Peter Sloterdijk hat das Handeln von Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Flüchtlingskrise scharf kritisiert. „Die deutsche Regierung hat sich in einem Akt des Souveränitätsverzichts der Überrollung preisgegeben“, sagte Sloterdijk im Gespräch mit dem Magazin Cicero (Februarausgabe), „diese Abdankung geht Tag und Nacht weiter“.

Die Politik der offenen Grenzen könne final nicht gut gehen. „Merkel wird zurückrudern“, so der Philosoph. Semantische Tricks würden die notwendige Kehrtwende bemänteln.

„Wir haben das Lob der Grenze nicht gelernt“, sagte Sloterdijk. In Deutschland glaube man immer noch, „eine Grenze sei nur dazu da, um sie zu überschreiten“. Innerhalb Europas schere Deutschland damit aus. „Die Europäer werden früher oder später eine effiziente gemeinsame Grenzpolitik entwickeln. Auf die Dauer setzt der territoriale Imperativ sich durch. Es gibt schließlich keine moralische Pflicht zur Selbstzerstörung.“

Dem Nationalstaat prophezeit Sloterdijk „ein langes Leben“. Er sei das einzige politische Großgebilde, das bis zur Stunde halbwegs funktioniere. „Als lockerer Bund hat die EU mehr Zukunft, als wenn sie auf Verdichtung setzt.“

Kritik übt der Philosoph auch am Zustand der Medien wie der Politik im allgemeinen: „Der Lügenäther ist so dicht wie seit den Tagen des Kalten Kriegs nicht mehr.“ Im Journalismus trete die „Verwahrlosung“ und die „zügellose Parteinahme allzu deutlich hervor“. Das Bemühen um Neutralität sei gering, „die angestellten Meinungsäußerer werden für Sich-Gehen-Lassen bezahlt, und sie nehmen den Job an.“


Quelle: http://www.cicero.de/berliner-republik/p...eine-moralische

#2 Wieso Selbstzerstörung? "Solche Menschen braucht das Land" von Philolaos 26.03.2019 17:32

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Wieso Selbstzerstörung? "Solche Menschen braucht das Land" sagt Malte Lehming, leitender Redakteur vom Tagesspiegel:

"Sie sind jung, mutig, mobil, hungrig, risikobereit, initiativ. Solche Menschen braucht das Land. Natürlich ist es nicht schön, wenn Jugendliche – ob mit türkischem oder libanesischem Hintergrund – in den Straßen von Berlin Banden bilden, Reviere verteidigen und mit Messern hantieren...."

....Lieber ein paar junge, ausländische Intensivtäter als ein Heer von alten, intensiv passiven Eingeborenen..."

Das sagt also der Redakteur einer Zeitung, die hauptsächlich von Senioren gelesen wird.

Mehr davon hier:
https://www.tagesspiegel.de/meinung/kont...ie/2691704.html

#3 RE: „Es gibt keine moralische Pflicht zur Selbstzerstörung“ von W.L. 23.06.2019 15:25

Der Artikel des leitenden Redakteurs Malte Lehming gilt der Auflage. Wer diese aufmerksam verfolgt, Der_Tagesspiegel/Auflage, kann erkennen, dass die Auflagenzahlen bis 2015 rapide gefallen sind. Ab 2015 kaufte man die Potsdamer Neueste Nachrichten hinzu und die haben den Auflagenschwund gebremst und sogar eine geringfügige Steigerung beschert.

Was der alte Fuchs, der für Helmut Schmidt einst Reden schrieb, hier treibt, ist Jugendkult und Provokation, um die Auflage zu steigern. Die Jungen Linken sollen diese Zeitung kaufen. Adressat ist die Antifa und deren Sympathisanten. Sachbeschädiger, Brandstifer, Prügler und solche die es richtig finden, Gewalt anzuwenden, um sich gegen einen ausgemachten Feind zu wehren.

Das kann man ebenso auf eine Gesellschaft münzen, die gewalttätigen Einwanderern den Weg ebnet. Diejenigen, die mit Plakaten "Refuges are welcome" und "Kein Mensch ist illegal" herumlaufen und die eines Tages die ersten Opfer von gewalttätigen Banden werden, wenn sich diese einmal in der Fläche an die Ränder der Städte ausbreiten. Ich verweise hier auf eine Diskussion bei Markus Lanz:

Heinz Buschkowsky, sagte bei Markus Lanz am 4. September 2018 (Min 39): Wer vor Jahren davor gewarnt habe, dass Parallelgesellschaft, ein Staat im Staate entstünden, der wurde von der Politik in die rechte Ecke gestellt und es wurde schließlich nichts dagegen unternommen. ... "Wir haben heute eine Situation, dass wir eine solch ausgefeilte organisierte Kriminalität haben, dass wenn Sie mich die Frage fragen würden, würde ich ihnen die Frage so beantworten, wenn die Frage lautet: Glauben Sie, dass unsere Sicherheits- und Justizbehörden diese Situation noch im Griff haben, lautet die klare Antwort: nein!"

Es folgen Einwürfe von Hr. Lanz, mit der Absicht den Ex-Bürgermeister Neuköllns mit in die Verantwortung nehmen zu wollen. Ihm vorzuwerfen er sei für die Zustände mitverantwortlich. Der gewitzte Redner wehrt ab, lenkt das Thema zurück und gibt eine Anekdote zum Besten: "Wissen Sie, ich mach ihnen einfach mal ein Beispiel. Ich war mal, da war ich noch im Amt, da war ich auf einer Tagung über organisierte Kriminalität in Deutschland. Da sagte ein Oberstaatsanwalt vom Mikrofon: Meine Damen und Herren, sicherlich fällt ihnen das eine oder andere Gerichtsurteil auf, was Sie nicht verstehen. Ich kann ihnen dazu die Erklärung geben. Auch Richter haben Angst um ihre Familie."

Sundermeyer erläutert (Min. 48), dass diese Großfamilien in den 80er Jahren als Bürgerkriegsflüchtlinge nach Deutschland gekommen seien. Niemand weis heute mehr, wer wirklich Bürgerkriegsopfer war und wer sich Asyl erschlichen habe. Deutschland habe damals Fehler gemacht, die sich heute wiederholen. Man habe damals keine Arbeitserlaubnis erteilt und das erschwere die Integrtion. Sundermeyer wörtlich: "Ich habe erst neulich mit einem BKA Beamten gesprochen der sagt: Das was wir mit den arabichen Clans erleben ist der kleine Bruder von dem, was wir in drei vier Jahren hier in 'Deutschland erleben werden, mit Teilen der Flüchtlinge, die nach 2015 zu uns gekommen sind."

-> Das Phänomen AfD (3)

Die "Gutmenschen", die das angerichtet haben, sind selbst nicht mehr durch eine wilde Jugend hindurch, erwachsen geworden. Sie hegen infantile Friedens- und Gleichheitsfantasien und glauben, aus Kriegsgebieten wandern dankbare und arbeitsame Bürger ein.

Im Übrigen gibt es diese "wilde" Jugend ja auch im Milieu der Rechtsradikalen. Denen wird aber der Bonus einer wilden Jugend verwehrt. In ihnen sieht die linke Mehrheit die größte Gefahr und merzt sie aus. Sein Jugendbonus gilt also nur innerhalb seiner links gesinnten Einhegung.

Zudem liegt der Theorie, dass nur einer wilden Jugend das Erwachsenwerden folgt ein abermaliger Irrtum zugrunde. Arabische Jugendliche werden gewalttätig, weil sie durch ihre gewaltsame Erziehung zur Identifikation mit dem Aggressor gebracht werden. Sie sind Abziehbilder ihrer Erziehung, die sie zur Waffe einer von Gewalt durchdrungenen Kultur macht. Diese Gewalt bleibt zumeist implizit und zeigt sich durch Zwangsehe, Unterdrückung der Frau, eine stille Ablehnung von Minderheiten und allgemeinen Menschenrechten. Erst wenn diese impliziten Gewaltpotenziale berührt werden, entladen sie sich. Wenn Muslime friedlich sind, dann nur solange man sie gewähren lässt.

Also das Ganze Geschreibsel des Tagesspiegels ist in mehrfacher Hinsicht verlogen und dumm.

Herr Malte Lehming bemüht in seinem Artikel die Westsiede Story: Dass die Westsiede Story, die moderne Fassung von Romeo und Julia, zu einer Auseinandersetzung verschiedener entwurzelter Ethnien geworden ist, das hat eine süffisante Note. Es geht ja um zwei Menschen, die sich durch Zwangsehe einer rigiden Clan-Gesellschaft in ihrer Liebe bedroht sehen. Es geht also um Zwangsehe - die beiden sollen nur innerhalb des Clans heiraten - und die hat sich ja nun mit den muslimischen Gesellschaften in Deutschland ausgebreitet. Herr Malte Lehming ist offenbar Opfer seiner minderbemittelten 68er Bildung geworden, benutzt unpassende Vergleiche und wirft mit Halbvergorenem um sich. Er ist keine Ausnahme, sondern nur Durchschnitt von geistig minderbemittelten Medien-schaffenden, die selbst keine wilde Jugend hatten und daher nie erwachsen wurden.


Im Übrigen ist sich Sloterdijks Aussage eine Konsequenz des christlichen:

"Liebe einen Nächsten wie dich selbst."

Daraus eine Selbstverleugnung abzuleiten ist unzulässig, da Nächsten- und Selbstliebe paritätisch sind. Ergo:

„Es gibt keine moralische Pflicht zur Selbstzerstörung“

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