#1 Ramana Maharishi von W.L. 04.07.2016 15:12

Ramana Maharshi (Tamil: ரமண மஹரிஷி; Sanskrit: रामण महर्षि - Maharshi bedeutet „Großer Weiser“, Geburtsname Venkataraman) (* 30. Dezember 1879 in Tiruchuli im südindischen Tamil Nadu; † 14. April 1950 in Tiruvannamalai, Indien) war ein indischer Guru.
Ramana Maharshi lebte schweigend, antwortete aber auf Fragen spirituell Interessierter. Er war ein Vertreter des Advaita-Vedanta des 20. Jahrhunderts und empfahl Ratsuchenden, die nach einer Übung fragten, die Methode Atma Vichara, die Ergründung des Selbst auf Grundlage der Frage: „Wer bin ich?“. Dutzende westliche Satsang-Lehrer berufen sich heute auf ihn und sehen in ihm ein Vorbild.
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Ramanas Lehre

Die Lehre von Ramana Maharshi fußt auf der Idee, dass eine Erkenntnis der wahren, göttlichen Natur des Menschen (dem „Selbst“) von seinem Verstand verschleiert wird. Nahezu alle Verstandestätigkeiten, ob bewusst oder unbewusst, dienen dem Errichten und der Aufrechterhaltung eines persönlichen Zentrums, der „Ich“-Vorstellung. Ein Hauptaugenmerk der spirituellen Praxis (Sadhana) soll darauf liegen, den illusorischen Charakter dieses Zentrums offenzulegen. Wenn es vollständig zusammenbricht, kommt das eigentliche Selbst dauerhaft zum Vorschein.

https://de.wikipedia.org/wiki/Ramana_Maharshi

Genauso wie die Spinne den Faden für ihr Netz aus sich selbst herauszieht und ihn wieder in sich selbst zurückzieht, projiziert der Geist aus sich selbst heraus die Welt und löst sie wieder in sich auf. Wenn der Geist das Selbst verlässt, tritt die objektive Welt in Erscheinung. Deshalb zeigt sich das Selbst nicht, wenn die Welt erscheint, und wenn das Selbst erstrahlt, zeigt sich die Welt nicht.

Wenn man beständig das Wesen des Geistes erforscht, verebbt der Geist und lässt das Selbst zurück. Den Geist gibt es nur, weil er sich stets auf etwas Materielles (den Körper) bezieht. Er kann nicht aus sich selbst bestehen. Er wird auch der feinstoffliche Körper oder die Seele genannt.

Was im Körper als “Ich“ aufsteigt, ist der Geist. Wenn man untersucht, wo im Körper sich der Ich-Gedanke zuerst manifestiert, wird offensichtlich, dass es im Herzen geschieht, denn das Herz ist die Geburtsstätte des Geistes. Selbst wenn wir beständig „Ich-Ich“ denken, werden wir zu jenem Ort (i. e. dem Herzen) geführt. Von allen Gedanken, die sich im Geist zeigen, ist der Ich-Gedanke der erste Gedanke. Erst nachdem er aufgetaucht ist, tauchen die anderen Gedanken auf.

Der Gedanke „Wer bin ich?“ vernichtet alle anderen Gedanken und verbrennt schließlich selbst, wie der Stock, mit dem man den Scheiterhaufen umrührt. Dann ist es Selbstverwirklichung. Wenn andere Gedanken auftauchen, dann denke sie nicht zu Ende, sondern erforsche eifrig: „Wer ist es, dem dieser Gedanke kommt?“ Es spielt keine Rolle, wie viele Gedanken dir kommen. Sobald sich ein Gedanke bildet, erforsche aufmerksam: „Wem kommt dieser Gedanke?“ Die Antwort lautet: „mir“. Wenn du weiterforschst: „Wer bin ich?“, kehrt der Geist zu seinem Ursprung zurück und der auftauchende Gedanke verblasst.

http://www.sriramanamaharshi.org/de/die-...unterweisungen/

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