#1 Rotierende Tropfen von W.L. 11.07.2016 16:21

Abzweiger aus: Die hohle Erde, Hohlerde Theorien
Warum wurde die flüssige Erde innen nicht hohl. Eine negative Antwort darauf gibt das u.a. Experiment.
Jedoch,
diese Frage ist überraschenderweise physikalisch schwierig, experimentell aufwendig, die Ergebnisse überraschend:
http://journals.aps.org/prl/abstract/10....Lett.101.234501

Warum ist das Experiment harmonikal interessant:
Die rotierenden Wassertropfen bilden eine Obertonreihe bis zur Vier. A (dreieckig), B (viereckig).

(a)–(c) m=3 , 4, and 5-node waves traveling around the equator of a levitating 3 ml droplet,
http://journals.aps.org/prl/abstract/10....Lett.101.234501

Dann sind zwei Formen, im Bild C und D möglich: Fünfeck oder zweifach (im o.a. Link, das rechte Bild)
Unteres Video: http://physics.aps.org/articles/v1/38

Der fünfte Oberton scheint die Obertonreihe aufzuspalten in zwei Formen, Fünfeck C, oder Stadionform D, beide sind möglich, ohne die Rotationsenergie zu erhöhen.
Ebenso findet beim 5. Oberton eine Aufspaltung der klassischen Obertonreihe statt.
Grundton 1:1, Oktave 1:2, Quinte 2:3, Quarte 3:4, (gr.Terz 4:5, kl. Terz 5:6)

Zu beachten ist hierbei, dass diese Aufspaltung Teil menschlicher Sinneswahrnehmung ist. Dabei ist es nicht das Hörorgan, das diesen Effekt verursacht, sondern das bewusste Hören. Das Bewusstsein unterscheidet zwischen Dur und Moll. Im Durdreiklang (Frequenzverhältnisse 4:5:6) ist die große Terz (4:5) hörbar.
Im Molldreiklang (Frequenzverhältnisse 1/4:1/5:1/6, auf gemeinsamen Nenner gebracht 15/60:12/60:10/60 = 15:12:10) ist die kleine Terz (12:10=6:5) hörbar. Daher heißt es in der Harmonik, spalte der fünfte Teilton die Obertonreihe in Dur und Moll auf.

Weitere Beispiele solcher Erscheinungen: Harmonikale Wertform(Archetypus) der Zahl Fünf

#2 RE: Rotierende Tropfen von Philolaos 23.08.2016 02:09

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Wirklich interessant, dass erst bei der 5 diese Aufspaltung in Dur und Moll (im weitesten Sinne "Gut & Böse") stattfindet!:

Zitat von W.L. im Beitrag #1

Zu beachten ist hierbei, dass diese Aufspaltung Teil menschlicher Sinneswahrnehmung ist. Dabei ist es nicht das Hörorgan, das diesen Effekt verursacht, sondern das bewusste Hören. Das Bewusstsein unterscheidet zwischen Dur und Moll. Im Durdreiklang (Frequenzverhältnisse 4:5:6) ist die große Terz (4:5) hörbar.
Im Molldreiklang (Frequenzverhältnisse 1/4:1/5:1/6, auf gemeinsamen Nenner gebracht 15/60:12/60:10/60 = 15:12:10) ist die kleine Terz (12:10=6:5) hörbar. Daher heißt es in der Harmonik, spalte der fünfte Teilton die Obertonreihe in Dur und Moll auf.

#3 RE: Rotierende Tropfen von W.L. 24.08.2016 09:51

Gut-Böse, diese Dualität gehört natürlich zusammen. Jakob Böhme schrieb: "Dass es in dieser Welt nichts gebe, was nicht Gutes und Böses in sich trage". Ich würde sagen, die Fünf ist die Zahl der Individuation. Gutes und Böses gibt es in der Natur an und für sich nicht, wenn man die Natur als Ganzes betrachtet. Geboren werden und Tod, Überleben, Fressen und gefressen werden, sowie die Abwehr- und Überlebensstrategien. Das alles sind Aspekte, die das Ganze der Natur ausmachen und ohne diese Aspekte könnte die Natur sich nicht entfalten. Sie wäre nie entstanden.

Erst die Einnahme eines individuellen Standpunkts macht die Natur einmal zur unerbittlichen Vollstreckerin, einmal zur gnadenreichen Lebensspenderin. Beide Aspekte wurden von vielen Hochkulturen im Weiblichen verehrt. Die Frau ist Lebensspenderin oder Hexe, Liebende oder Furie. Im jüdischen Kulturkreis Eva oder Lilith (https://de.wikipedia.org/wiki/Lilith)

Es gibt kaum ein Emblem, das sich dieser Ambivalenz mehr nähert, als das Pentagramm, den Fünfeckstern.

#4 RE: Rotierende Tropfen von Philolaos 24.08.2016 10:43

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Das sehe ich auch ganz genau so, prima auf den Punkt gebracht. Gut und Böse ausgehend vom persönlichen Standpunkt, bzw. eben aus dem Bewusstsein des Hörers (Dur und Moll) resultierend.

#5 RE: Rotierende Tropfen von W.L. 24.08.2016 10:45

So ließt sich auch die Geschichte vom Fall aus dem Paradies ganz anders. Adam und Eva sind aus einem kollektiven Bewusstsein in ein individuelles Einzelbewusstsein "gefallen" und mussten so natürlich den Garten Eden, der das kollektive Bewusstsein symbolisiert, verlassen.
Diese Geschichte ist so verpackt, dass die Tiefe der Symbolik in den Bildern enthalten ist. Diese Bilder sprechen einfache Menschen ebenso an, wie dafür offene Menschen mit Bildungshintergrund. Es sind Traumbilder! Daher wirken sie auf das Unbewusste. Sie wirken im kollektiven Bewusstsein der Menschen seit Jahrtausenden weiter. Dazu muss man nicht unbedingt C.G. Jung gelesen haben, es ist evident. Evident ist auch, dass diese Texte Jahrtausende überdauert haben. Welcher Literat kann das von sich behaupten. Daher ist ein gewisser Respekt angebracht.
Interessant auch, der Archetypus der Schlange.
"Die Schlange war das klügste Tier auf dem Felde" Dieses Feld ist der Mensch und in ihm wirkt die "Schlange", sie ist die menschliche Hybris, über die Goethe, Mephisto zu Faust sagen lässt: "Dir wird gewiss einmal bei deiner Gottähnlichkeit bange!" Sie ist Ursache für alle Paradiessehnsüchte, sofern sie in die Wirklichkeit gebracht werden wollten. Man nennt sie Ideologien und sie sind das Übelste, was der Menschheit widerfahren ist.

Die moderne Lesart, dass es sich um naive Textinhalte handeln soll, ist der Hybris der modernen Wissenschaft geschuldet. Wir haben Religio, die "Rückbindung" verloren und leben im Zeitalter der Pubertas. Eine pubertäre Kultur ist dominant geworden. Aber ebenso die Wissenschaft, sofern sie der Kinderstube des 19. Jahrhunderts nicht entwachsen ist.

#6 RE: Rotierende Tropfen von Philolaos 24.08.2016 12:31

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Deine Wortwahl und selbstverständlich auch Deine Thematik erlauben es mir, Dir mit meinem Lieblingsthema nämlich die Merkaba-Mystik und dem Sefer Jezira zu antworten. Dabei beziehe ich mich jetzt auf folgende Wörter: "Garten Eden", "kollektives Bewusstsein", "Einzelbewusstsein", "Gottähnlichkeit". Nur für den Fall, dass Du das Thema woanders hin verschieben möchtest ;-)

Es geht darum, dass das Einzelbewusstsein in das kollektive Bewusstsein eingeht, ohne Schaden zu nehmen. Dazu muss das Einzelbewusstsein die entsprechenden Vorraussetzungen haben, um in den "Garten Eden" eintreten zu können. Das menschliche Bewusstsein hat aber seine Wächter, die es nicht zulassen, dass er sich unvorbereitet in einen Zustand versetzt, in dem er den Verstand verliert. Man kann diese Wächter mit Drogen überlisten, oder aber auch mit Mentalübungen bzw. Visualisationsübungen.
Hier ein äußerst interessanter Text aus dem babylonischen Talmud über die praktische Anwendung der Merkaba-Meditation und ihre Folgen, zitiert aus dem Buch von A. Franck "Die Kabbala oder die Religionsphilosophie der Hebräer":

#7 RE: Rotierende Tropfen von Philolaos 24.08.2016 15:17

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So im Nachhinein sehe ich es dann doch als angebracht an, ein wenig zurückzurudern. Vielleicht nicht unbedingt bis zu den rotierenden Tropfen aber doch wenigstens bis zum Fünfeck bzw. bis zum Pentagramm.

Zitat von W.L. im Beitrag #3
Es gibt kaum ein Emblem, das sich dieser Ambivalenz mehr nähert, als das Pentagramm, den Fünfeckstern.

Dieser Fünfstern befindet sich ja auch auf den Münzen (Pentakeln) des Tarot, die das Element "Erde" (das sich Manifestierende) symbolisieren. Und genau da herrscht ja heillose Verwirrung, weil ja eigentlich die Zahl 4 mit dem Viereck und auch dem Kreuzsymbol schon für das Element Erde reserviert ist. Wenn man sich aber mit den Teilereigenschaften von Mengen unter Zuhilfenahme dieser geometrischen Figuren auseinandersetzt, sieht man die Zusammenhänge, welche die dahinter liegende Systematik beschreiben. Mystisch theosophisch ausgedrückt: "wie Gott sich geteilt hat".

Da sind wir dann wieder bei den zwei höchsten Prinzipien siehe obige Beschreibung im Talmud und auch bei Goethe mit seinen zwei Seelen in einer Brust. Die Kombinatorik der Primzahlen 2 und 3 erschafft den Raum. Die Kombinatorik der Primzahlen 2 und 5 (konkret das Pentagramm) ist der Beginner der Schöpfung selbst, die ewigen Kreisläufe in der Natur, die ohne Raum (dem "intelligiblen" dreieinigen Gott) nicht möglich sind.

#8 RE: Rotierende Tropfen von W.L. 29.08.2016 13:06

das ist ja interessant.

"Metatron's Zahlensumme 314, ebenso schadai (allmächtig)"
A. Franck, Die Kabbala" oder die Religionsphilosophie der Hebräer, S.43.

Ich habe hier geantwortet
Die Kreiszahl Pi

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